VISION:INKLUSION

Wie es gelingen kann, dass Jugendliche mit Behinderungen ganz selbstverständlich an den Angeboten internationaler Jugendarbeit teilhaben können steht im Mittelpunkt des IJAB Projekts VISION:INKLUSION. Dazu wird bis Ende 2017 gemeinsam mit  Vertreter/-innen der Internationalen Jugendarbeit, von Selbstorganisationen, Behindertenhilfe, Wissenschaft und Verwaltung eine Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit entwickelt.

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Die „Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen“ der Vereinten Nationen gewährleistet ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen. Auch im „Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen“ wird dem „Ausbau inklusiver und hochwertiger Bildung und Ausbildung für alle“ ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die internationale Jugendarbeit (IJA) ist ein wichtiger Lernort des non-formalen und informellen Bildungsbereiches. Durch ihren selbstorganisierten, freiwilligen Charakter leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Stärkung und Entwicklung der Persönlichkeit aller jungen Menschen. Jugendliche mit Beeinträchtigung können davon in besonderem Maße profitieren. Allerdings gibt es in diesem Bereich kaum belastbare Daten und Informationen. Darüber hinaus mangelt es an einer umfassenden Strategie zur Umsetzung von Inklusion im Bereich der außerschulischen Jugendarbeit.

In den letzten Jahren haben sowohl IJAB als auch andere Akteure damit begonnen, Ansätze für die Teilhabe von Jugendlichen mit Behinderungen in der IJA und der non-formalen Bildung sowie eine inklusivere Gestaltung der IJA zu entwickeln. Diese vielfältigen Erfahrungen werden mithilfe des Projekts VISION:INKLUSION systematisiert, durch internationale Impulse ergänzt und zu einer Strategie weiterentwickelt. Gleichzeitig werden Synergien für das gesamte Arbeitsfeld geschaffen. Dort sind die einzelnen Initiativen aber auch Formate wie Freiwilligendienste, Workcamps, Jugendbegegnungen oder Fachkräfteaustausch bisher noch wenig miteinander vernetzt.

Zur Umsetzung von VISION:INKLUSION werden Erfahrungen und Erkenntnisse des aktuellen Fachdiskurses auf nationaler wie auf internationaler Ebene gebündelt, analysiert und mithilfe eines Netzwerks von Expert(inn)en für die internationale Jugendarbeit aufbereitet.

Orientiert an den drei Dimensionen des Index für Inklusion werden die folgenden Ziele verfolgt:

  • Inklusive Kulturen schaffen
    Auf nationaler Ebene wird ein gemeinsames Verständnis von Inklusion in der IJA entwickelt und eine inklusive Kultur in der IJA geschaffen.
  • Inklusive Strukturen etablieren
    Der nationale Fachdiskurs wird gestärkt. Die erarbeiteten Impulse und Strategien werden aufbereitet und verbreitet, um es den verschiedenen Akteuren zu ermöglichen, inklusive Strukturen auf- bzw. auszubauen.
  • Inklusive Praktiken entwickeln
    Die Akteure werden in die Lage versetzt, inklusive Praktiken für ihre internationalen Jugendprojekte zu entwickeln. Dazu werden Hinweise und Methoden für die praktische Umsetzung einer inklusiven IJA identifiziert, gebündelt und zugänglich gemacht.

VISION:INKLUSION versteht sich als Impulsgeber und Motivator, um das Arbeitsfeld der IJA inklusiver zu gestalten und entsprechende Empfehlungen an die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure weiterzugeben.

Gehwegplatten mir Markierungen für Blinde
BildImage: © smuay - Fotolia.com

Ulrike Werner

Inklusion in der Internationalen Jugendarbeit – thematische Veranstaltungen im Herbst 2017

Allen, denen eine inklusive Gestaltung der Internationalen Jugendarbeit am Herzen liegt, bietet dieser Herbst gleich drei interessante, praxisnahe Fachveranstaltungen, an deren Konzeption bzw. Durchführung das IJAB-Projekt VISION:INKLUSION beteiligt ist. [mehr]

Eine Frau steht an einem Rednerpult und spricht
BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0

Christian Herrmann

Vision einer inklusiven Internationalen Jugendarbeit Wirklichkeit werden lassen

Wie kann Internationale Jugendarbeit inklusiv gestaltet werden? Das IJAB-Projekt VISION:INKLUSION arbeitet dazu mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen an einer Strategie. Während eines gemeinsam mit der Aktion Mensch durchgeführten Fachforums am 3. Juli in Hannover gab es Gelegenheit die vorläufigen Ergebnisse zu diskutieren. Die Implementierung der Strategie, Qualifizierung und langfristige internationale Partnerschaften wurden dabei als Herausforderungen herausgearbeitet. [mehr]

Menschen mit und ohne Behinderungen stehen im Kreis und halten sich an den Händen
BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0

Christoph Bruners

Fachforum eröffnet Chancen für inklusive Internationale Jugendarbeit

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention wurden die gesetzlichen Grundlagen für ein inklusives Bildungssystem geschaffen. Als Lernort der non-formalen Bildung fällt der Internationalen Jugendarbeit bei der Umsetzung von Inklusion eine wichtige Rolle zu. Was ist notwendig, damit Aktivitäten der Internationalen Jugendarbeit und der Lernmobilität allen jungen Menschen offen stehen, auch solchen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung? Ein Fachforum am 3. Juli 2017 in Hannover will dazu Antworten geben. [mehr]

eine Gruppe japanischer Kinder in traditionellen Kostümen
BildImage: Ulrike Werner

Ulrike Werner

Inklusion in Japan und Europa: Verschiedene gesellschaftliche Hintergründe – ähnliche Herausforderungen

Es gibt verschiedene Rahmenbedingungen was die Gesetzgebung, die Infrastruktur oder auch gesellschaftliche und kulturelle Werte und Visionen angeht, aber ähnliche Herausforderungen. Das war eine zentrale Erkenntnis des Regionalprogramms in Oita/Japan im Rahmen des Fachaustausches des japanischen Cabinet Office vom 14. bis 28. Februar 2017. [mehr]

BildImage: Klaus Mai für IJAB

Cathrin Piesche

Inklusion in der Internationalen Jugendarbeit: Cooperate – even if the road is bumpy!

Was ist notwendig, damit Aktivitäten der Internationalen Jugendarbeit und der Lernmobilität allen jungen Menschen offen stehen, auch solchen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung? Auf die gemeinsame Suche nach einer Antwort begaben sich im Rahmen der internationalen Fachtagung des IJAB Projektes VISION:INKLUSiON vom 21. bis 22. September 2016 rund 60 Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit, der Behindertenhilfe und von Selbstvertretungsorganisationen sowie Expert(inn)en aus Forschung, Verbänden, Politik und Praxis aus Japan, Tunesien, Lettland, Rumänien, Ungarn, Finnland, Slowakei, Griechenland, Türkei, Island, Serbien, Frankreich, Ukraine und Deutschland. [mehr]

BildImage: Jenny Sturm - fotolia

Ulrike Werner

Internationale Fachtagung entwickelt Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit

Was ist notwendig, damit Aktivitäten der Internationalen Jugendarbeit und der Lernmobilität allen jungen Menschen offen stehen, auch solchen mit einer Behinderung oder Beeinträchtigung? Das IJAB-Projekt VISION:INKLUSiON lädt zu einer internationalen Fachtagung vom 21.-22. September 2016 in Mainz ein, um darauf Antworten zu finden. [mehr]

Blick ins Publikum
BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Christian Herrmann

VISION:INKLUSION wird Inklusionsstrategie für Internationale Jugendarbeit entwickeln

Etwa 40 Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit und Inklusions-Expert(inn)en waren am 19. und 20. November 2015 zum Startschuss des IJAB-Projektes VISION:INKLUSION nach Berlin gekommen. Gemeinsam wollen sie in den kommenden zwei Jahren an einer Strategie für eine inklusive Internationale Jugendarbeit arbeiten. Die Tagung lieferte dafür erste Impulse. [mehr]

Ulrike Werner

Auftaktveranstaltung zur Entwicklung einer Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit

Wie kann es gelingen, dass Jugendliche mit Behinderungen ganz selbstverständlich an den Angeboten internationaler Jugendarbeit teilhaben? Um diese Frage systematisch zu bearbeiten, soll mit dem IJAB-Projekt VISION:INKLUSION bis Ende 2017 eine gemeinsame Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit entwickelt werden. Eine Fachtagung am 19. und 20. November in Berlin bildet den Auftakt. [mehr]

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