Dorothea Wünsch

Begegnung auf Augenhöhe

In nur fünf Jahren hat sich zwischen dem CVJM Nürnberg und den Partnervereinen in Hong Kong und Guangzhou eine intensive Kooperation entwickelt. Jedes Jahr treffen sich Schüler/-innen und Studierende in China und Deutschland, lernen deutsche und chinesische Fachkräfte voneinander und sind junge Freiwillige in beiden Länder aktiv. Michael Götz, Generalsekretär des CVJM in Bayern und ehemaliger Generalsekretär des CVJM Nürnberg, berichtet über die positiven Impulse deutsch-chinesischer Begegnungen für die Völkerverständigung, aber auch für die Verbandsentwicklung und die Zusammenarbeit mit Flüchtlingsprojekten in Deutschland.

eine Gruppe von Jugendlichen
BildImage: CVJM Nürnberg


Michael Götz, Bild: CVJM Nürnberg

Der CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen) ist ein überkonfessioneller, christlicher Jugendverband. Die Teilnahme an den Programmen des CVJM steht Jungen, Mädchen, Frauen und Männern aus allen sozialen, ethnischen, kulturellen und religiösen Gruppen offen. Zudem verbindet die CVJM-Arbeit von ihrer ersten Stunde an die Generationen, d. h. von Jung bis Alt gehören alle selbstverständlich mit dazu. Der Austausch des CVJM Nürnberg mit China besteht seit 2010.

Projektart: Jugendbegegnung (teilweise mit Workcamp), Fachkräfteaustausch, Freiwilligenaustausch

Partnerorganisation:

  • YMCA in Hong Kong
  • YMCA in Guangzhou (und Theologisches Seminar in Guangzhou)
  • Kirchengemeinde und Jugendverband Shenzhen (über die Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Shenzhen)

China-Special

Good Practice

Fakten, Förderung, Kontakte

Herr Götz, wie kam es zum Austausch mit China? Erzählen Sie uns von den Anfängen!

Michael Götz: Der YMCA hat ein weltweites Netzwerk in über 125 Ländern, die sogenannte World Alliance. Um zu erkunden, was aus der YMCA-Arbeit in China nach der Kulturrevolution geworden ist, wurde ein Vertreter des deutschen CVJM entsandt und dieser kam mit sehr positiven Rückmeldungen zurück: Nachdem im Zuge der Kulturrevolution die YMCAs in China alle geschlossen worden waren, hatte sich an zehn Orten in China wieder eine sehr lebendige YMCA-Arbeit entwickelt. Nach einem anfänglichen partnerschaftlichen Austausch von Funktionären auf nationaler Ebene wurde verbandsintern beschlossen, eine lokale Partnerschaft zu initiieren, um über einen Ortsverein den Austausch von Jugendlichen zu realisieren. Zu diesem Zeitpunkt ist der CVJM Nürnberg ins Gespräch gekommen: Wir hatten zwar Einzelkontakte zu zwölf verschiedenen Nationen, aber wir hatten keine feste Partnerschaft. Nach einem intensiven Prozess im Verein war klar: „Wir wollen es probieren mit China!“.

Im Juli 2010 habe ich dann als Mitglied der deutschen Delegation an der World Alliance-Konferenz in Hongkong, auf der sich 1.300 Delegierte aus 125 Ländern trafen, teilgenommen, um dort die chinesischen „Gegenüber“ zu treffen. Mit den Generalsekretären vom YMCA Hongkong und YMCA Guangzhou bin ich in den Austausch getreten und wir haben die ersten Schritte zum Aufbau der Partnerschaft durch Fachkräfteaustausch und „Staff Exchange“ vereinbart. Nach dem ersten Besuch im Juli 2010 fanden im Folgejahr gleich zwei Delegationsreisen von Fachkräften statt, die den Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt haben: eine Delegation aus Hongkong war in Nürnberg und eine Delegation aus Nürnberg war in Hongkong und Guangzhou. Im Frühjahr 2012 gab es einen weiteren Fachkräfteaustausch, bei dem zwei Monate ein Kollege des YMCA aus Hongkong bei uns hospitiert und den Austausch 2012 mit vorbereitet hat. Dieser über EU-Mittel finanzierte Austausch, bei dem wir mit 102 ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter(inne)n des CVJM nach China geflogen sind und einen zweiwöchigen Fachkräfteaustausch gemacht haben, war der große Auftakt der Kooperation. Die Diskussionen in den Workshops in Hongkong und Guangzhou zwischen Verantwortlichen aus den verschiedenen Bereichen, vom Kinder- bis zum Seniorenbereich, waren der Startschuss für viele Projekte, die danach gelaufen sind.

Was ist das besondere Moment Ihrer Partnerschaft mit China?

Michael Götz: Absicht und Ziel der Zusammenarbeit war von vornherein insbesondere die Völkerverständigung. Während des vereinsinternen Entscheidungsprozesses sind uns immer wieder Vorurteile gegenüber China als Land, aber auch gegenüber Chinesen als Menschen begegnet. Das hat uns verdeutlicht, wie wichtig es ist, eine Brücke zu bauen zwischen Jugendlichen in Deutschland und China: Sie sollen sich kennenlernen, Vorurteile abbauen, Freundschaften schließen und ein Netzwerk von tragfähigen Beziehungen entstehen lassen.

Gleichzeitig war es uns ein Anliegen zu erfahren, wie sich der YMCA in China nach einem totalen Breakdown „aufgerappelt“ und wieder neu entwickelt hat und wie sie heute arbeiten, um dann auf Organisationsebene praktisch voneinander lernen zu können. Dieser Austausch hat uns viel Inspiration gegeben: Unser Kinderbereich zum Beispiel hat in China die aufsuchende Arbeit mit Kindern auf Spielplätzen kennen gelernt, die wir dann auf uns angepasst und für uns entwickelt haben. Zudem gibt es im Chinese YMCA of Hong Kong eine ganz interessante Studentenarbeit. Die haben wir uns auch angeschaut und der Junge Erwachsenen-Bereich hat dann diese Studentenarbeit bei uns gegründet und weiterentwickelt. Es gibt auch mehrere Ansätze, die die Chinesen von uns abgeschaut und übernommen haben. Bemerkenswert in der Zusammenarbeit mit den Kolleg(inn)en in China ist, anders als beispielsweise meine Erfahrungen aus vielen Partnerschaften mit Afrika und Südamerika, der Austausch auf Augenhöhe. Das heißt, es wird nie erwartet, dass der andere so werden soll wie ich, sondern dass man gegenseitig die Arbeit des Anderen anerkennt und voneinander lernt.

Können Sie uns beschreiben, wie der Austausch ausgestaltet wird und welche Inhalte und Themen Ihnen wichtig sind?

Michael Götz: Wir haben jedes Jahr einen Schüleraustausch und einen Studentenaustausch jeweils mit Hin- und Rückbegegnung. Die Begegnung der Schüler(innen) dauert in der Regel zwei Wochen. Die deutschen Studierenden reisen im März für zwei Wochen nach China und im Juli kommen die chinesischen Studierenden in den Semesterferien für zwei Monate nach Deutschland. Dabei sind die Studierenden vier Wochen in Gastfamilien untergebracht. Dann geht es für zwei Wochen nach Rumänien auf ein Workcamp des YMCA Domus, der dort mit Roma-Jugendlichen zusammenarbeitet. Anschließend nehmen die Studierenden an weiteren Aktivitäten des YMCA Nürnberg oder anderer YMCA Partnern in Europa teil. Dass die Hin- und Rückbegegnung der Studierenden zeitlich nah beieinander liegen, hat sich sehr bewährt: Lägen ein oder anderthalb Jahre dazwischen, würde sich in den Freundschaften der Jugendlichen sicher einiges verändern und der Kontakt wäre nicht so eng.

Zu den Themen und Inhalten sind wir im Vorfeld immer mit den beteiligten Schüler(inne)n und Studierenden in Kontakt. Die Studierenden entwickeln gern ihre eigenen Themen: Armut, Ökologie, Generationen oder die Vergreisung der Gesellschaften waren beispielsweise Themen im Austausch. Bei den Schüler(inne)n ist noch eine stärkere Lenkung erforderlich. Zum Thema „Leben in der Stadt als Jugendlicher“ wurde diskutiert, was das Leben als junger Mensch, vor allem auch in den Metropolen, bedeutet und in vergleichender Perspektive, wie ein deutscher und wie ein chinesischer Jugendlicher in seiner Stadt lebt. Ein weiteres großes Thema waren Bildungssysteme: Wie erleben deutsche Schüler die Schule in China und wie erleben die chinesischen Schüler die Schule hier in Deutschland? Dabei sind die Teilnehmenden dann auch in die Schulen gegangen und haben dort Erfahrungen gesammelt.

Bei den Fachkräften haben wir auch jedes Jahr in beide Richtungen einen Austausch. Bei allen Austauschen werden auch grundlegendes Denken, Glauben und Werte thematisiert. Wir besuchen auch immer Gemeinden und insbesondere für die jungen Menschen ist es interessant zu beobachten, dass die Kirchen in China oft deutlich lebendiger sind und von viel mehr jungen Leuten besucht werden als in Deutschland. Daran schließt sich die Frage an, was für Jugendliche und junge Erwachsene in China den christlichen Glauben so attraktiv erscheinen lässt. Wir setzen uns auch mit kritischen Themen bzw. Entwicklungen in der Gesellschaft auseinander. Dabei ist uns ein Austausch in beide Richtungen sehr wichtig. So haben wir auch über komplizierte Dinge in Deutschland und Europa reflektieren können, die den Chinesen aufgefallen sind.

Finanziert wird der Jugend- und Fachkräfteaustausch aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes. An Eigenbeiträgen für die Jugendlichen fallen für einen zweiwöchigen Austausch nach China zusätzlich noch zwischen 800 und 950 € an.

Und wie ist der Freiwilligenaustausch ausgestaltet?

Michael Götz: Wir haben zurzeit sechs Freiwillige in China und zwei Freiwillige aus China bei uns. Die jungen Freiwilligen aus China sind eng in die Arbeit bei uns im Verein eingebunden und übernehmen beispielsweise die komplette Kommunikation mit den Kolleg(inn)en in China. Sofern sie nicht schon einen Sprachkurs in China absolviert haben, nehmen sie am Anfang noch parallel an einem Sprachkurs teil. Oft sind bei uns auch junge Freiwillige aus China gewesen, die Germanistik studiert haben und durch den Aufenthalt ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen. Auch die deutschen Freiwilligen in China sind in die Vorbereitung der ganzen Austausche eingebunden und für die Kommunikation mit Deutschland verantwortlich. Dieses Engagement der Freiwilligen erleichtert den Austausch erheblich.

Der Freiwilligenaustausch mit Guangzhou wird über „weltwärts“ und mit Hongkong über den Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) finanziert. Da Hongkong nicht als Entwicklungsland zählt, erfolgt die Finanzierung über andere Mittel. Die chinesischen Freiwilligen, die nach Deutschland kommen, werden über den Bundesfreiwilligendienst (BFD) finanziert.

Wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Bleiben die Freiwilligen bei der Sache und arbeiten sie auch später noch mit? Was sagen die Jugendlichen über die Erfahrungen im Austausch?

Michael Götz: Im Rahmen der Vorbereitung des Jugendaustausches, die über ein Wochenende und  dann noch an mehreren Abenden erfolgt, machen wir am Anfang immer einen Test, bei dem die Jugendlichen 20 - 30 Wörter nennen sollen, die Ihnen zu China einfallen. Wir fragen dann, ob diese eher schwarz oder weiß, also negativ oder positiv emotional belegt sind. Bei der Vorbereitungsrunde sind immer zwischen 80 und 95 % der Worte schwarz. Das Gleiche machen wir dann noch einmal beim Nachtreffen nach dem Jugendaustausch. Da ergibt sich ein völlig gegenteiliges Ergebnis und 80 bis 90 % der Worte sind weiß. „Gastfreundschaft“ und „Freundlichkeit“ sind für mich die schönsten Rückmeldungen, da sich hier sehr deutlich zeigt, dass sich etwas verändert hat bei den Jugendlichen.

Und es gibt viele Jugendliche, die sich nach dem Austausch intensiv mit China beschäftigen. Wir haben beispielsweise einige Ehemalige, die nach ihrem Bachelor-Studium noch Chinesische Wirtschaft als Master-Studium drangehängt haben. Ich möchte auch einen jungen Erwachsenen hervorheben, der vor drei Jahren in Hongkong war und vorletztes Jahr in Guangzhou gewesen ist, also gleich zwei Freiwilligenjahre gemacht hat. Er hat in dieser Zeit Chinesisch gelernt und mittlerweile eine chinesische Freundin. In die Vorbereitung des Besuches der chinesischen Delegation im September 2015 war er intensiv eingebunden und hat uns durch seine Chinesisch-Kenntnisse auch bei der Begleitung der Gruppe hervorragend unterstützt. An diesem Beispiel zeigt sich definitiv die Nachhaltigkeit. Einige ehemalige Teilnehmende gehen nach dem Austausch zum Studieren in eine andere Stadt und können von daher die Partnerschaft nicht so eng weiterbegleiten. Im Internationalen Arbeitskreis hat sich aber mittlerweile eine Gruppe von 15 Ehemaligen und Ehrenamtlichen im Alter zwischen 19 und 35 gebildet, die quasi selbständig den Jugend- und Studierendenaustausch steuern und koordinieren. Cathrin Hauenstein ist seit dem 1. September 2015 als Hauptamtliche eingebunden.

Welche Bedeutung hat der Austausch mit China für Sie aus verbandlicher Perspektive?

Michael Götz: Es ist unglaublich, was wir in den vergangenen fünf Jahren erreicht haben. Wir hätten nie gedacht, dass sich der Austausch mit China so schnell und so intensiv entwickeln würde. Der Erfolg hängt insbesondere auch von der vertrauensvollen und verlässlichen Beziehung zu den Partnern ab. In China spielt das Thema Beziehung und Vertrauen eine wesentlich wichtigere Rolle. Insbesondere der Chinese YMCA of Hong Kong mit dem „International Department“ und den im internationalen Austausch erfahrenen 20 Mitarbeiter(inne)n, die nichts Anderes tun, als internationale Partnerschaften zu knüpfen, hat den Austausch als treibende Kraft und kulturelle Brücke auch zu den anderen YMCA-Kontakten in China großartig unterstützt.

Jährlich sind zwischen 60 und 70 Jugendliche beteiligt. Über die Teilnehmenden hinaus sind noch einmal 50 bis 100 Personen als Gastfamilien etc. in den Austausch zusätzlich involviert. Von daher können wir von einem Effekt sprechen, der weit über die teilnehmenden Jugendlichen hinausgeht. Das hat unsere Jugendarbeit und unsere Junge-Erwachsenen-Arbeit deutlich attraktiver gemacht und wir können uns mittlerweile bei Ausschreibungen für unsere Freizeiten teilweise vor Bewerbungen nicht mehr retten.

Die Kolleg(inn)en bei uns im Verein bekommen durch die Anwesenheit der chinesischen Jugendlichen und Studierenden noch einmal eine ganz andere Perspektive auf China. Viele setzen sich mit der Kultur auseinander und haben chinesische Freunde gewonnen. So sind die anfänglichen Vorurteile mittlerweile komplett umgeschwenkt zu einer China-Begeisterung und wir haben viele Fürsprecher(innen) für chinesische Beziehungen gewonnen.

Auch in den städtischen Gremien haben wir positive Zeichen setzen können. Als letztes Jahr eine Delegation aus Shenzhen, der Partnerstadt von Nürnberg, kam, wurden wir als CVJM Nürnberg eingeladen, an den Gesprächen zur Weiterentwicklung und bei der Gestaltung der Zusammenarbeit mitzuwirken. Dass wir mit Partnern in Shenzhen mittlerweile einen regen Austausch haben, freut den Oberbürgermeister und hat uns von der Reputation her viel gebracht.

Wie sehen die Perspektiven aus und wie schätzen Sie das zukünftige Potenzial des Austausches ein?

Michael Götz: Wir hoffen, den Austausch weiterführen zu können und sind gerade dabei, die Erfahrungen zu multiplizieren und Geburtshelfer von weiteren CVJM-Partnerschaften zu sein. Der CVJM Karlsruhe und der CVJM Bonn sind am 23. September für zwei Wochen gemeinsam nach Chengdu geflogen und begründen dort eine Partnerschaft mit dem YMCA Chengdu. Hierfür gab es eineinhalb Jahre lang Vorgespräche mit dem YMCA Chengdu und mit den beiden deutschen CVJMs. Jetzt findet der erste Fachkräfteaustausch statt, auch über KJP-Mittel finanziert. Dann gibt es noch den CVJM Hamburg-Oberalster, der nach China fliegt und eine Partnerschaft mit dem YMCA Shanghai und dem YMCA Hangzhou begründen möchte. Zudem hat der CVJM Siegen Beziehungen zum Chinese YMCA of Hong Kong geknüpft und dort die ersten Freiwilligen hingeschickt. Bei der Partnerschaftsentwicklung sind wir strategisch vorgegangen und haben gezielt CVJMs mit bestehenden Städtepartnerschaften angesprochen. So ist eine Unterstützung seitens der Kommune wahrscheinlich und das ist noch einmal ein extremer Motor für den Aufbau von Beziehungen. Auf chinesischer Seite spielt im gesamten Prozess der Partnerschaftsbildung der Chinese YMCA of Hong Kong eine wichtige Rolle und unterstützt den Aufbau der weiteren Partnerschaften.

Im September 2015 hat das Gipfeltreffen „German-Chinese Summit Meeting“ in Deutschland stattgefunden. Eingebunden waren etwa 25 Personen aus China und Deutschland, die in verschiedenen CVJM-Vereinen in den Chinaaustausch eingebunden sind. Wir haben gemeinsam überlegt, welches die nächsten Schritte sind, um in Deutschland die Kontakte weiter auszudehnen. Es gibt auch erste Überlegungen, den Austausch EU-weit zu entwickeln; der YMCA Europe mit Sitz in Prag und der YMCA London sind beispielsweise ebenfalls an Partnerschaften nach China interessiert.

Und ich möchte noch einen weiteren Aspekt nennen, an dem wir perspektivisch arbeiten: Wir haben in den vergangenen beiden Jahren sehr gute Erfahrungen mit dem Miteinander von Projekten für Flüchtlinge hier vor Ort und den Austauschbegegnungen gemacht. So gibt es in Nürnberg eine ziemliche intensive Flüchtlings- und Migrantenarbeit mit Chinesen und Einheimischen. Im Rahmen des Aufenthaltes der chinesischen Studierenden haben wir ein einwöchiges Camp mit je 20 - 30 Flüchtlingen, 20 - 30 Chinesen und 20 - 30 Einheimischen organisiert. Das wollten wir in diesem Jahr ausbauen und ein großes Internationales Camp organisieren, bei dem 60 - 70 Flüchtlinge, 60 - 70 Einheimische und 60 - 70 internationale Jugendliche zusammenkommen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Flüchtlinge, die hier immer nur unter ihrem Flüchtlingsstatus betrachtet werden, bei einem internationalen Camp eine andere Rolle einnehmen können. Nach fünf, sechs Monaten in Deutschland können die Flüchtlinge den internationalen Austauschteilnehmenden, die das erste Mal in Deutschland sind, auf einmal als Expert(inn)en gegenübertreten und ihnen sagen, wie die U-Bahn benutzt wird usw. Auch in diesem Sinne hoffen wir, den Austausch mit China bzw. den internationalen Austausch weiterentwickeln zu können.

Weitere Informationen unter:
http://www.cvjm-nuernberg.de/vernetzt-2/china
http://blog.cvjm-nuernberg.de/category/bereich/weltdienst/china-weltdienst



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