Christian Herrmann

Deutschland und China intensivieren den Dialog – auch im Jugendbereich

Vom 23. bis 26. Mai 2017 fand in Chinas Hauptstadt Beijing die „1. Sitzung des hochrangigen Deutsch-Chinesischen Dialogs des gesellschaftlich-kulturellen Austauschs“ statt. Vertreten waren Politik, Stiftungen und Fachorganisationen aus den Bereichen Kultur, Sport, Bildung, Wissenschaft und Jugend. Die Jugendpolitik nahm in den Gesprächen breiten Raum ein.

BildImage: Hans Steimle

Die zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit – und damit auch der Jugend- und Fachkräfteaustausch – sind von hoher Bedeutung für die bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und China. „Unsere zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit können wir gar nicht hoch genug schätzen“, sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnung des Deutsch-Chinesischen Dialogs des gesellschaftlich-kulturellen Austauschs am 24. Mai 2017. „Sie ist keinesfalls nur eine Ergänzung unserer politischen Beziehungen – sondern sie ist wesentlicher Bestandteil.“ Warum der gemeinsame Austausch wichtig ist, erklärte Chinas Vizepremierministerin Liu Yandong so: „Wenn wir Frieden in der Welt haben wollen, dann können wir Schwierigkeiten nur mit Nächstenliebe überwinden“. Liu erteilte Protektionismus und Abschottung eine Absage, globalen Herausforderungen könne man mit diesen Mitteln nicht gerecht werden.

Der deutsch-chinesische Austausch soll gestärkt werden. Beide Länder unterzeichneten ein Abkommen für den neuen Dialog der Zivilgesellschaften. Der hochrangige Dialog soll künftig alle zwei Jahre stattfinden.

Jugendaustausch Gegenstand des Dialogs

Das „Forum für Internationalen Jugendaustausch“ war ein zentraler Teil des „People to People Dialogue“. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Bildungsstätten. „Jugendpolitik ist ohne Jugendaustausch nicht vorstellbar“, erklärte dabei Ministerialdirektorin Bettina Bundszus, Leiterin der Abteilung Kinder und Jugend im Bundesjugendministerium in ihrem Grußwort. „Jugendpolitik muss international sein, muss von der gegenseitigen Erfahrung der Jugendlichen in den unterschiedlichen Ländern leben.“

Das „Forum für Internationalen Jugendaustausch“ beinhaltete grundlegende Einsichten in das Feld der Jugendarbeit in beiden Ländern, Good-Practice-Beispiele sowie Workshops zu Aufbau, Verwaltung und Maßnahmenplanung von Jugendbildungsstätten. Ein Fachbesuch in einer Bildungs- und Freizeiteinrichtung rundete das Forum ab.

Bewährte Partnerschaft

Zu einem fachlichen Austausch im Jugendbereich kam es bereits am Nachmittag des ersten Tages: Der Allchinesische Jugendverband hatte Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutschen Sportjugend, des Deutschen Jugendherbergswerks und IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland zum Gespräch eingeladen. Seit über 10 Jahren ist der Allchinesische Jugendverband ein wichtiger Partner des Bundesjugendministeriums in der jugendpolitischen Zusammenarbeit und ebenso von IJAB für den deutsch-chinesischen Jugend- und Fachkräfteaustausch insgesamt. „Die gemeinsamen Fachkräfteprogramme, aber auch die vielfältigen Jugendbegegnungen haben im Laufe der Jahre zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und zu einem größeren gegenseitigen Verständnis für die Jugendarbeit in beiden Ländern geführt“, sagte IJAB-Direktorin Marie-Luise Dreber.



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