Dorothea Wünsch

Erste Deutsch-Chinesische Partnerbörse

15 Vertreter/-innen von deutschen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe reisten vom 21. bis 25. März 2010 nach Shenzhen, um dort mit 13 Repräsentant(inn)en chinesischer Jugendverbände die Möglichkeiten gemeinsamer Projekte auszuloten.

BildImage: ACYF/IJAB

Ziel der Partnerbörse war es, deutsche und chinesische Verbände, Institutionen und Organisationen der Jugendarbeit bei der Suche nach Austauschpartnern und bei der Entwicklung von gemeinsamen Projektideen zu unterstützen.

15 Vertreter/-innen von deutschen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe reisten vom 21. bis 25. März 2010 nach Shenzhen, um dort mit 13 Repräsentant(inn)en chinesischer Jugendverbände die Möglichkeiten gemeinsamer Projekte auszuloten. Während von chinesischer Seite insbesondere große Jugendverbände von Provinz- oder Stadtebene zur Partnerbörse anreisten, haben aus Deutschland vorwiegend freie Träger von kommunaler Ebene teilgenommen. Trotz der sehr heterogenen deutschen und chinesischen Teilnehmendenstrukturen ergaben sich interessante Kooperationsansätze.
Hauptbestandteil der Partnerbörse war ein Workshop am zweiten Tag des Aufenthaltes der deutschen Teilnehmenden. Während des Workshops hatten die teilnehmenden Organisationen Gelegenheit in drei Gruppen ihre Arbeitsfelder, Zielgruppen sowie konkrete Kooperationsprojekte vorzustellen. Die chinesische Seite orientierte sich bei der Zusammensetzung der Gruppe an Provinz- und Städtepartnerschaften. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Regierungsgelder bevorzugt im Rahmen einer solchen Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden. Alle Teilnehmenden waren gut vorbereitet und haben die Chance genutzt, den Anwesenden ein umfangreiches Bild über die eigene Arbeit und Struktur zu vermitteln. Mehrfach wurden konkrete Einladungen ausgesprochen, noch in diesem Jahr in China gemeinsame Projektaktivitäten durchzuführen. Eingerahmt war der eintägige Workshop von Fachbesuchen und repräsentativen Terminen.

Die Deutsch-Chinesische Partnerbörse wurde von den Teilnehmenden als eine gelungene Auftaktveranstaltung gesehen, um Kontakte zwischen deutschen und chinesischen Organisationen über persönlichen Austausch zu initiieren. Trotz der relativ kurzen Aufenthaltszeit vor Ort und der formalisierten Begegnungsmöglichkeiten konnten konkrete Projektaktivitäten entwickelt werden.

Ebenfalls an der Partnerbörse teilgenommen haben die Mitglieder der zeitgleich in Shenzhen stattfindenden bilateralen Deutsch-Chinesischen Fachgespräche. Die Absprachen auf Regierungsebene zwischen dem BMFSFJ und dem Allchinesischen Jugendverband für die jugendpolitische Zusammenarbeit für das aktuelle Jahr wurden in einem bilateralen Protokoll festgehalten. In den Regierungsgesprächen wurde u.a. festgehalten, dass beide Seiten in der Durchführung einer Partnerbörse eine geeignete Maßnahme sehen, die Jugendorganisationen beider Länder zusammen zu bringen und sie zu intensiven Kontakten zu ermutigen. IJAB wird hier auf deutscher Seite bei diesbezüglichen Anfragen beratend und koordinierend zur Verfügung stehen.



Deutsch-chinesische Partnerbörse 2010

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