Elisabeth Lüdeking

Der Bund der Katholischen Jugend und Griechenland

Europa, europäisches Demokratiebewusstsein, Solidarität, Flucht, Jugendarbeitslosigkeit und Perspektiven für die Jugend sowie Stärkung des interkonfessionellen Dialogs: Mit diesen Themen beschäftigten und beschäftigen sich junge Menschen und Fachkräfte in deutsch-griechischen Begegnungen in katholischer Trägerschaft in diesem Jahr.

BildImage: © Alterfalter, Fotolia


Elisabeth Lüdeking, Bild: BDKJ-Bundesstelle

Seit Beginn des Jahres 2016 ist Elisabeth Lüdeking Referentin für internationale Jugendarbeit an der BDKJ-Bundesstelle. Während ihres Studiums der Slawistik und Politik in Leipzig und St. Petersburg engagierte sie sich insbesondere im Austausch zwischen Jugendlichen aus Deutschland und Osteuropa. Zusammen mit der Förderabteilung des Jugendhauses Düsseldorf, der Bundeszentrale für katholische Jugendarbeit, steht Elisabeth Lüdeking als Ansprechpartnerin für Träger der internationalen Jugendarbeit zur Verfügung.

Griechenland-Special 2018

Fakten, Förderung, Kontakte

Inklusion

Berufliche Bildung und Orientierung

Flucht und Migration

Sprachanimation

Erinnerungsarbeit

Kirchliche Jugendarbeit

Schule

Europa ist das zentrale Thema, zu dem deutsch-griechische Jugendbegegnungen in katholischer Trägerschaft in diesem Jahr stattfanden und -finden. „Mit unserer deutsch-griechischen Jugendbegegnung möchten wir dazu beitragen, dass wir den Zusammenhalt stärken und den Gemeinschaftssinn auf dem Boden europäischen Demokratiebewusstseins und emanzipatorischer Werte wachsen lassen.“, sagt zum Beispiel Katja Polnik, Leiterin einer Begegnung zwischen Jugendlichen einer Gemeinde in Metzingen und Limenas. Daneben gehörten zu den Zielen des Austauschs insbesondere, die Lebens- und Arbeitswelten des Partners kennenzulernen, voneinander zu lernen und sich gegenseitige Wertschätzung entgegen zu bringen. Aus der Begegnung, die im Februar dieses Jahres erstmalig auf Thassos stattfand, ziehen die Jugendlichen ein sehr positives Fazit. Auf beiden Seiten konnten Vorurteile abgebaut werden und alle Beteiligten freuen sich auf die Rückbegegnung im Herbst 2018.

Solidarität und Geflüchtete

Um Solidarität in Europa geht es auch beim Engagement des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in der Diözese Freiburg. Der Jugendverband unterstützt das Projekt Lesvos Solidarity und will damit ein Zeichen für Geflüchtete setzen. Lesvos Solidarity ist ein Flüchtlingscamp auf Lesbos, das geflüchtete Menschen beispielsweise in Form von medizinischer und psychologischer Hilfe, Sprachkursen und Aktivitäten zur Integration unterstützt. „In der Flüchtlingspolitik kann Abschottung keine dauerhafte Lösung sein.“ sagt Dorothee Oehmen, Diözesanleiterin des BDKJ Freiburg. „Geflüchtete Menschen brauchen klare Perspektiven und zwar sowohl in ihrem Heimatland als auch in Europa.“ Diese Forderung soll im Rahmen eines geplanten Workcamps auf Lesbos Gestalt annehmen. Das Engagement entspricht in mehrerlei Hinsicht den Prinzipien der katholischen Jugendverbandsarbeit. Darunter fällt, dass sich für Menschen nicht nur mit Worten, sondern auch mit „Hand und Fuß“ eingesetzt werden muss. Zudem handeln junge Geflüchtete im Camp wie Jugendverbände selbstorganisiert und werden selbst aktiv.

Perspektiven der Jugend und Jugendarbeitslosigkeit

Neben Jugendbegegnungen finden auch Fachkräfteaustausche zwischen Jugendverbänden aus Deutschland und aus Griechenland statt, um sich fachlich auszutauschen und Kontakte ins jeweils andere Land zu knüpfen. Eine Frage, die sich insbesondere in Griechenland stellt, ist die nach den Perspektiven der Jugend, da die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch ist. Der BDKJ Hessen will sich daher bei einer Reise nach Athen intensiver mit der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik auseinandersetzen. Die Teilnehmer*innen wollen Vertreter*innen von Gewerkschaften und der Deutsch-Griechischen Handelskammer treffen und nicht zuletzt mit einigen griechischen Jugendverbänden ins Gespräch kommen.

Interkonfessioneller deutsch-griechischer Jugendaustausch

Verschiedene deutsch-griechische Maßnahmen machen deutlich, dass die Träger mit vielfältigen griechischen Akteur*innen in den Austausch kommen. Es gibt guten Kontakt zu verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen und auch zur orthodoxen Kirche. Die Perspektiven, den interkonfessionellen Austausch in Zukunft zu stärken, sind gut. Ein Baustein dafür ist eine deutsch-griechische Fachtagung, die noch in diesem Jahr in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland und der Orthodoxen Akademie auf Kreta stattfinden wird.



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