Dora Giannaki

Jugendforschung in Griechenland

Jugendforschung ist ein Forschungsbereich, der sich in Griechenland verhältnismäßig spät entwickelt hat und bis heute von Hindernissen geprägt ist. Außerhalb des Landes fand griechische Jugendforschung kaum Beachtung. Grund genug, gerade jetzt die wichtigsten Studien in den Blick zu nehmen. Dora Giannaki hat das für uns getan.

Akademie Athen
Akademie Athen BildImage: Tilemahos Efthimiadis   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0

Dora Giannaki
Dora Giannaki, Bild: privat

Dora Giannaki ist Politikwissenschaftlerin. Sie studierte Politikwissenschaften und Geschichte an der Pantion-Universität in Athen und absolvierte einen Master in Politische Theorie an der Universität von Essex sowie in Themen der Sicherheit und Gerechtigkeit an der Universität von Leeds. Sie fungierte als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Generalsekretariat für Jugend im griechischen Bildungsministerium und am griechischen Nationalen Akkreditierungszentrum für Weiterbildung (Ε.ΚΕ.PΙS.) sowie als Expertin und nationale Vertreterin im Europäischen Wissenszentrum für Jugendpolitik (EKCYP) der Europäischen Kommission und des Europarats (Youth Partnership). Seit März 2015 ist sie Mitglied des Vorstands des Zentrums für Sicherheitsfragen (KEMEA), eines Trägers, der das Ziel verfolgt, Studien zur Sicherheitspolitik durchzuführen.

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Jugendforschung

Die Entstehung der Jugendforschung

Es ist behauptet worden, dass sich der Beginn der Jugendforschung in Griechenland im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern um mindestens zwei Jahrzehnte verzögert hat (Demertzis und Stavrakakis, 2008: 18). Dies hängt mit der Geschichte und dem Status der Sozialwissenschaften in Griechenland zusammen, die in den 1980er Jahren zu einem vollständig integrierten Bestandteil des griechischen Universitätssystems wurden. Es könnte daher argumentiert werden, dass das Gebiet der Jugendforschung in Griechenland im Jahr 1983 formell etabliert wurde, als das Nationale Zentrum für Sozialforschung (EKKE) die erste umfassende, landesweite Studie zur griechischen Jugend mit dem Titel „Junge Menschen: Zeiteinteilung, Zwischenmenschliche Beziehungen“ (Kelperis et al., 1985) durchgeführt hat.1 Eine weitere bedeutende Entwicklung, die im selben Jahr stattfand, war die Gründung des Historischen Archivs der griechischen Jugend, ein Forschungs- und Publikationsprojekt, das von 1983 bis 1989 unter der Schirmherrschaft des griechischen Generalsekretariats für Jugend und von 1984 an als ein vom Sekretariat finanziell gefördertes Gastprojekt am Institut für neugriechische Forschungen umgesetzt wurde. Das wichtigste Ziel des späteren Projekts war die Erforschung der historischen Dimension von Jugend und Kindheit „durch die Untersuchung ihrer Beziehung zu demographischen, kulturellen, sozialen und psychologischen Parametern mit dem Ziel, sie einerseits mit Hilfe von historischen Kategorien zu interpretieren und andererseits die Identität der heutigen griechischen Jugend zu bestimmen“.2

Seitdem wurde vom Historischen Archiv der Griechischen Jugend3, von Universitäten, anderen Forschungseinrichtungen4 und unabhängigen Forschern/ Experten bruchstückhaft und unsystematisch zu Jugendthemen geforscht. Die existierende Jugendforschung ist im Wesentlichen auf psychologische und pädagogische Studien, Kriminalwissenschaft und Jugendkriminalität, Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, Geschichte der Jugend und Jugendarbeit, Jugendkultur, Freizeit, Gesundheitsthemen, politische Partizipation und Jugendorganisationen (hauptsächlich studentische und politische Organisationen) ausgerichtet; nach der Krise scheint die Jugendforschung Fragen zu Jugenderwerbstätigkeit und -arbeitslosigkeit besondere Aufmerksamkeit zu widmen.  

Wichtigste Studien im Jugendbereich

Von den Studien/Umfragen, die im Jugendbereich im Zeitraum von 1983-2015 durchgeführt wurden5, könnten die folgenden hervorgehoben werden (die Auflistung ist nur beispielhaft):6

  • Eine Studie über die Werte und gesellschaftlichen Vorstellungen von Jurastudenten mit dem Titel Die griechische Gesellschaft im studentischen Bewusstsein von Ioanna Lambiri-Dimaki (Lambiri-Dimaki, 1983).
  • Eine psychologische Studie anhand einer repräsentativen Auswahl von Studenten in Athen mit dem Titel Die Familienwerte der Studenten, 1986 durchgeführt von Dimitris Georgas (Georgas, 1986).
  • Eine Studie zu politischen Haltungen und Auffassungen von Jugendlichen in der griechischen Politikkultur von Maro Pantelidou-Maloutas (Pantelidou-Maloutas, 1987).
  • Eine Umfrage zum politischen Verhalten der Landjugend mit dem Titel Politische Haltungen und Auffassungen der Landjugend, von Roy Panagiotopoulou (Panagiotopoulou, 1990).
  • Eine Studie zu abweichenden Subkulturen unter Jugendlichen der Arbeiterklasse im Großraum Athen von Antonios Astrinakis mit dem Titel Jugendsubkulturen. Die britische Subkultur-Theoretisierung und die griechische Erfahrung, veröffentlicht in 1991 (Astrinakis, 1991).
  • Eine Studie über den Einfluss der Massenmedien auf Jugendliche mit dem Titel Junge Menschen und die Massenmedien von Alexandra Koronaiou (Koronaiou, 1991).
  • Eine Umfrage über das Umweltbewusstsein und das Verhalten junger Menschen in Athen, ausgeführt von der Aristoteles-Universität Thessaloniki im Auftrag des Generalsekretariats für Jugend (Pantis, et al., 1996).
  • Zwei landesweite vom V.PRC-Institut im Auftrag des Generalsekretariats für Jugend durchgeführte Umfragen, die zusammen im Jahr 2000 unter dem Titel Die Jugend unserer Zeit. Werte, Haltungen und Auffassungen der griechischen Jugend (1997-1999) veröffentlicht wurden (V.PRC Institut, 2000).
  • Eine Studie über die Besonderheiten und Bedürfnisse junger Menschen in der Region Thessaloniki, durchgeführt vom Nationalen Zentrum für Sozialforschung im Auftrag der Kommunalbehörden von Thessaloniki (Teperoglou et al., 1999).
  • Zwei Studien der Universität Athen zur politischen Kultur und den sozialen Werten junger Menschen, die erste mit dem Titel Politische Kultur und die Medien: Am Beispiel von Studenten in Athen (Demertzis und Armenakis, 2000) und die zweite mit dem Titel Jugendpolitik im Fernsehen: Auf dem Weg zu einer Ethno-Politischen Sensibilität (Demertzis et al., 2003).
  • Eine Studie der Universität Athen im Auftrag des Generalsekretariats für Jugend mit dem Titel Jugend in Griechenland Heute, die eine umfassende Beschreibung und Analyse der Besonderheiten, Einstellungen, Überzeugungen und Probleme der griechischen Jugend lieferte (Universität Athen, 2005).7
  • Eine europäische Studie zum sozioökonomischen Umfang von Jugendarbeit in Europa mit besonderem Bezug zum Sektor der Jugendarbeit in Griechenland, in Auftrag gegeben von Youth Partnership und ausgeführt vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (Bohn und Stallmann, 2007).8
  • Zwei Essay-Sammlungen zu den (Jugend-)Aufständen im Dezember 2008 in Griechenland, die erste herausgegeben von Spyros Economides und Vassilis Monastiriotis (Economides und Monastiriotis, 2009) und die zweite veröffentlicht von der Zeitschrift Nea Hestia.9
  • Eine Studie zum jüngsten Braindrain-Phänomen von Lois Lambrianidis mit dem Titel Investition in die Abwanderung: der Griechische Fall der Internationalen Migration von Fachleuten in der Ära der Globalisierung (Lambrianidis, 2011).10
  • Eine groß angelegte Untersuchung zu jungen Menschen, die sich nicht in Bildung, Arbeit und Ausbildung befinden (NEETs), durchgeführt von Nikos Papadakis (Papadakis, 2013).
  • Eine Reihe von Essays zu den Auswirkungen der Sparpolitik auf die Situation griechischer Jugendlicher - mit Schwerpunkt auf dem Thema der Jugendarbeitslosigkeit.11
  • Zwei Essays über die Haltungen junger Menschen zur Politik und über den Einfluss der extremen Rechten auf sie, der erste von Athanassios Marvakis et al. (Marvakis et al., 2013) mit dem Titel Die Jugend zeigt den Weg - Wohin? Jugend und die Extreme Rechte in Griechenland, und der zweite von Alexandros Sakellariou mit dem Titel Goldene Morgenröte und ihre Anziehungskraft auf die Griechische Jugend (Sakellariou, 2015).
  • Eine Reihe von europäischen und internationalen Jugendstudien mit Bezug zu jungen Menschen in Griechenland.12

Die Probleme der Jugendforschung in Griechenland

Möglicherweise hatte die Untersuchung des Phänomens ‚Jugend‘ in Griechenland nie Priorität, was die geringe Anzahl von Studien, die bislang im Jugendbereich durchgeführt wurden, erklärt.13 Eine mögliche Erklärung hierfür könnte das Desinteresse der zuständigen Behörden sein, Jugendforschung zu fördern. Eine Ausnahme bildet das Generalsekretariat für Jugend, das eine Reihe von Studien in diesem Bereich unterstützt hat. Tatsächlich prägt Jugendforschung die Jugendpolitik in Griechenland nicht in sinnvoller Weise, da die Universitätsforschung in der Regel ‚bruchstückhaft und von politischen Debatten losgelöst ist’, während gleichzeitig die Einsatzbereitschaft von Forschern in Programmen und Projekten, die auf den Jugendbereich ausgerichtet sind, sehr gering ist (Petkovic und Williamson, 2015: 55). Wie im Internationalen Bericht zur Jugendpolitik in Griechenland des Europarats (2015) ausgeführt, ist daher eines der Hauptprobleme der Jugendpolitik des Landes das Fehlen eines Wissensmanagements im Jugendbereich, was wiederum darauf schließen lässt, dass Reformstrategien nicht ausreichend stark mit Beweisen untermauert sind, um effektive und effiziente politische Entscheidungen zu unterstützen’ (Petkovic und Williamson 2015: 71). Auf ähnliche Weise besteht ein anderes Problem der Jugendforschung in den fehlenden offiziellen und dauerhaften Kommunikationsbeziehungen zwischen der akademischen Welt und den Behörden Griechenlands, aber auch zwischen Jugendforschern und Jugendfachleuten selbst.14 Obwohl das Generalsekretariat für Jugend 2012 ein Forschungsnetzwerk für Jugendangelegenheiten gegründet hat15 – als eine institutionelle Initiative auf nationaler Ebene, deren Hauptaufgabe es sein sollte, eine zielgerichtete, evidenzbasierte Jugendpolitik zu formulieren – wurde das Netzwerk nur für einen begrenzten Zeitraum aktiviert, vor allem, um während der griechischen EU-Präsidentschaft 2014 beratend tätig zu sein und Fragebögen zu verteilen. Obwohl das Netzwerk ‚eine gute Möglichkeit für Treffen, Diskussionen und die Schaffung von Kommunikationswegen mit Behörden zur Besprechung von Jugendthemen bietet’ – und daher eine nützliche Struktur ist, die ‚weiter gefördert und als Mittel für innovative und wegweisende Forschung genutzt werden’ (Petkovic und Williamson, 2015: 52, 71) sollte – bleibt seine Zukunft ungewiss, da die Behörde, die die Arbeit des Netzwerks koordiniert hat, nämlich das Generalsekretariat für Jugend, im August 2014 aufgelöst wurde.16 Da zudem das Engagement von Forschern im Netzwerk  auch in Zukunft auf freiwilliger Basis beruht, ist es für das Netzwerk sehr schwierig, substantielle Forschung zu betreiben und eine bedeutendere Rolle bei der Gestaltung der Jugendpolitik in Griechenland einzunehmen. 

Der Bereich der Jugendforschung in Griechenland hat außerdem mit den folgenden Herausforderungen zu kämpfen:

  • Zunächst ‚muss Jugendforschung zu dem Thema der Veränderungen in den Erfahrungen junger Menschen in der Spätmoderne, und besonders in der jetzigen Krisenzeit, weiter entwickelt werden’, da es eine Kluft zwischen der Jugendpolitik in Griechenland und den internationalen wissenschaftlichen Durchbrüchen zum Thema Jugend und Risiko in der Krisen-Ära gibt (Pechtelidis und Giannaki, 2015: 475). Mit anderen Worten, seitens der Jugendforschung fehlt heute (noch) ein umfassendes Bild über die Auswirkungen der Sparpolitik auf die griechische Jugend. Zu den Themen, mit denen sich die zukünftige Jugendforschung stärker befassen sollte, gehören: die Auswirkungen der Krise auf die Lebensqualität der jungen Menschen (z.B. Lebensstandard); die Auswirkungen der Sparpolitik auf den psychologischen Zustand der Jugendlichen und auf ihre Haltungen und Einstellungen zum Leben insgesamt sowie allgemeine Erwartungen an die Zukunft; die Art und Weise, wie die ökonomische Rezession Jugendliche als Bürger und ihre Haltungen zu neuen Formen der Politisierung (einschließlich Extremismus und Radikalismus) etc. beeinflusst hat.
  • Zweitens ist es eine Tatsache, dass Jugendpolitik in Griechenland dazu tendiert, die Interessen und Sorgen junger Menschen zu ignorieren und sie ‚als passive Empfänger von im Vorfeld festgelegten politischen Projekten und nicht als unabhängige und verantwortungsbewusste Bürger‘ (ebd.) zu behandeln. Daher sollte die zukünftige Jugendpolitik jungen Menschen Gehör verschaffen, insbesondere hinsichtlich der verschiedenen Formen, mit denen die Risiken der aktuellen ökonomischen und politischen Krise von jungen Menschen selbst wahrgenommen und interpretiert werden (ebd.). Es wird angenommen, dass dies politischen Entscheidungsträgern und anderen Fachleuten, die sich für die Verbesserung der Qualität und der Wirksamkeit der Jugendpolitik auf nationaler Ebene einsetzen, zugutekommen wird und damit den jungen Menschen selbst.
  • Da drittens Jugendpolitik in Griechenland dazu ‚neigt, junge Menschen als eine einheitliche soziale Kategorie ohne irgendwelche bedeutsamen Unterschiede zu begreifen‘, also nicht anzuerkennen, dass die junge Bevölkerung ‚sich ungleichmäßig auf vielerlei Arten unterscheidet‘ – aufgrund von Klasse, Geschlecht, Rasse, Nationalität, sozialer Herkunft etc. – (ebd.), sollte die zukünftige Jugendforschung diese Unterschiede hervorheben und die Jugendpolitik mit Informationen unterstützen, um so zur Vorbeugung von sozialer Ausgrenzung und Marginalisierung besonderer Jugendgruppen beizutragen. Wie im Internationalen Bericht des Europarats zur Jugendpolitik in Griechenland ausgeführt, sollten Themen für weitere Untersuchungen schließlich,  ‘die substantiellen sozialen Bedingungen junger Menschen, wie Obdachlosigkeit […], Unterernährung, Extremismus und Euroskepsis sowie Jugendmigration, Braindrain und die Diaspora junger Griechen im Ausland‘ (Petkovic und Williamson, 2015: 72) beinhalten.

Wenn man all das Obengenannte berücksichtigt, wird klar, dass der Bereich der Jugendforschung Potenzial zur Weiterentwicklung hat, aber nur unter sehr konkreten Bedingungen: wenn es einen engeren Dialog und Kontakt zwischen politischen Entscheidungsträgern und Jugendforschern/-experten, aber auch zwischen den Forschern selbst, gibt; wenn Behörden einen abgewogeneren wissensbasierteren Ansatz zur Gestaltung der Jugendpolitik fördern und den Universitäten diesbezüglich die notwendige Unterstützung (sowohl politisch als auch finanziell) zukommen lassen, um die Qualität von und die Versorgung mit Jugendforschungsexperten zu verbessern; wenn sich Jugendforscher neuen Forschungsthemen öffnen und sich stärker der Politikgestaltung zuwenden. Ist es jedoch möglich, jetzt, in der Zeit einer schweren ökonomischen Krise, in einem Land, in dem Jugendpolitik immer bruchstückhaft war und keine sinnvolle fachgebietsübergreifende Dimension hatte, die notwendigen Bedingungen für die Entwicklung der Jugendforschung zu schaffen? Und, was am wichtigsten ist, gibt es überhaupt eine Chance, die Jugendforschung vor dem Armageddon der Sparpolitik zu retten, wenn bereits fast der ganze (öffentliche) Jugendsektor aufgrund von drastischen öffentlichen Sparmaßnahmen aufgelöst wurde17?

Referenzen

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Fußnoten

1 Die Studie wurde jedoch erst zwei Jahre später, im Jahr 1985, veröffentlicht.
2  Zitat von der Webseite des Historischen Archivs der Griechischen Jugend: http://www.eie.gr/nhrf/institutes/inr/structure/section_c3-en.html
3 Seit seiner Gründung hat das Historische Archiv der Griechischen Jugend 103 Forschungsprojekte in Auftrag gegeben, 48 Bücher zu jugendgeschichtlichen Themen veröffentlicht und drei internationale Symposien zu entsprechenden Themen veranstaltet. Die meisten Veröffentlichungen des Historischen Archivs der Griechischen Jugend sind historische Studien zu einer Vielzahl von Themen im Jugendbereich, wie Bildung, Denkweisen und Verhalten, soziale Integration, Ausbildung und Arbeit, Freizeit, Jugendorganisationen und Jugendpublikationen. Weitere Informationen zu den Veröffentlichungen des Historischen Archivs der Griechischen Jugend unter: http://www.iaen.gr/index.php?new_language=2
4 Zu den Forschungseinrichtungen, die über den Jugendbereich forschen, gehören: das Nationale Zentrum für Sozialforschung (EKKE), das eine große Bandbreite von Jugendthemen untersucht hat; das Archiv für Zeitgenössische Sozialgeschichte (ASKI), das sich als führendes griechisches Archiv für politische und soziale Bewegungen auf die Geschichte von Jugend- und Studentenbewegungen in Griechenland konzentriert; und die Gesellschaft zur Erforschung der Linken Jugend (EMIAN), die sich mit der Geschichte von linksgerichteten politischen Jugendorganisationen beschäftigt. Eine jüngere Entwicklung ist die Einbindung von ausländischen Forschungsinstitutionen bei der Erstellung von Studien über die griechische Jugend; ein gutes Beispiel ist die Friedrich-Ebert-Stiftung (Büro Griechenland), die in den letzen Jahren eine bedeutende Anzahl von interessanten Forschungsessays/-artikeln zu Themen wie Jugenderwerbstätigkeit und -arbeitslosigkeit, Ausbildung und politische Partizipation von Jugendlichen publiziert hat. Eine Liste mit Veröffentlichungen der Stiftung kann unter dem folgenden Link eingesehen werden: http://www.fes-athens.org/pages/ellinikos/dimosieysis.php
5 Für eine umfassende Vorstellung und Auswertung von Veröffentlichungen zum Thema Jugend von 1983 bis 2005 siehe Demertzis und Stavrakakis (2008) und Generalsekretariat für Jugend (2012).
6 Alle Titel wurden zunächst ins Englische und dann ins Deutsche übersetzt.
7 Diese Studie untersuchte insbesondere die Haltungen junger Menschen zu gesellschaftlichen Institutionen, die soziale und ökonomische Integration junger Menschen (z.B. Mitwirkung in Organisationen, berufliche Erwartungen etc.) sowie ihre politische Partizipation (z.B. Einstellungen zur Politik, persönliche politische Einordnung in das ideologische Spektrum, nationale Identität, europäische Orientierung etc.) (Universität Athen, 2005).  
8 Für einen Überblick über die Geschichte der Jugendarbeit in Griechenland siehe auch Giannaki (2014).
9 Weitere Ausführungen zu der zweiten Essay-Sammlung sind zu finden in der Sonderausgabe der Zeitschrift New[sic.] Hestia (Vol. 165, Nr. 1819). Siehe hierzu außerdem Tsianos und Marvakis (2010) und Giannaki (2012).
10 Braindrain war auch das Thema einer von Kappa Research in 2010 durchgeführten Umfrage mit dem Titel ‚Junge Menschen in Griechenland heute und die neue Migration‘ (Kappa Research, 2010). Siehe den folgenden Link für eine kurze Präsentation der Umfrageergebnisse: http://www.tovima.gr/society/article/?aid=351032
11 Siehe insbesondere Bell und Blanchflower (2015); Cholezas (2013); Malkoutzis (2011); Kretsos (2014).
12 Hierzu sind zwei Publikationen von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement [Internationale Vereinigung zur Bildungsbewertung] verfügbar (Torney-Purta et al. 2001; Kerr et al. 2010); siehe auch Europäische Kommission (2013) und die Ergebnisse des Programms My Place – Memory, Youth, Political Legacy and Civic Engagement [Mein Ort - Erinnerung, Jugend, Politisches Erbe und Bürgerliches Engagement]: http://www.fp7-myplace.eu/deliverables.php.  
13 Auf nationaler Ebene verfügbare Informationen zum Thema Jugend sind in einigen Forschungsbereichen kaum oder sogar gar nicht vorhanden.
14 Es gibt jedoch inoffizielle Kommunikationswege zwischen Jugendforschern; Forschungseinrichtungen, wie das Archiv für Zeitgenössische Sozialgeschichte, die Gesellschaft zur Erforschung der Linken Jugend etc., organisieren zum Beispiel - häufig in Zusammenarbeit mit Universitäten - Seminare, Konferenzen und Symposien zu Jugendthemen und versammeln so Forscher aus diesem Bereich.  
15 Das Forschungsnetzwerk für Jugendangelegenheiten wurde mit Hilfe eines offenen Aufrufs gegründet und besteht aus zehn Mitgliedern mit verschiedenen Profilen und unterschiedlichen Forschungsinteressen. Für weitere Informationen zu den Zielen und Mitgliedern des Netzwerks siehe auch den folgenden Link (auf Griechisch):
http://www.neagenia.gr/frontoffice/portal.asp?cpage=RESOURCE&cresrc=1957&cnode=51
16 Mit dem Präsidialerlass Nr. 114, O.J. n. 181/28/8/2014 und ohne vorherige Beratung in den zuständigen Parlamentarischen Ausschüssen (Ständiger Ausschuss für Kultur und Bildung, Sonderausschuss für Gleichberechtigung, Jugend und Menschenrechte) wurde das Generalsekretariat für Jugend zusammen mit dem Generalsekretariat für Lebenslanges Lernen aufgelöst und in einer einzigen Einrichtung zusammengefasst.
17 Zu den ersten ‚Opfern‘ des drastischen Abbaus im öffentlichen Sektor in Griechenland gehörten die Nationale Jugendstiftung und das Institut für Jugend, die im November 2011 zusammen mit dem Institut für Kontinuierliche Erwachsenenbildung aufgelöst und in einer einzigen Einrichtung, der Stiftung für Jugend und Lebenslanges Lernen, zusammengeführt wurden. Dies ging einher mit bedeutenden Auswirkungen für den Jugendsektor, sowohl im Hinblick auf die Politikorientierung als auch auf das Budget. Wie bereits angemerkt, wurde der Jugendsektor einige Jahre später (in 2014) noch weiter abgebaut. 



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