Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung

Christiane Reinholz-Asolli

Fachaustausch stellt Radikalisierungsprävention in den Mittelpunkt

IJAB macht den Trägern des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ein gezieltes Angebot, sich intensiv mit Expertinnen und Experten aus anderen Ländern auszutauschen. Der Fachaustausch mit Teilnehmer(inne)n aus Tunesien, Spanien und Deutschland findet vom 23. bis 27. September in Frankfurt statt.

Eine Frau scheibt auf ein Flip-Chart.
BildImage: Marlene Resch

Die Prävention von politisch oder religiös motivierter Radikalisierung ist angesichts der Entwicklungen in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt ein Thema von großer Bedeutung in der Jugendarbeit. Angesichts des globalen Charakters gesellschaftlicher, politischer und sozioökonomischer Herausforderungen stellt die europäische und internationale Zusammenarbeit und Vernetzung im Bereich der Radikalisierungsprävention einen wichtigen Baustein dar.

Mit dem Begleitprojekt „Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung stärken durch internationalen Fachaustausch“, das unter der Bezeichnung „New Perspectives against Radicalization“ firmiert, macht IJAB den Trägern des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ ein gezieltes Angebot, sich intensiv mit Expertinnen und Experten aus anderen Ländern auszutauschen und neue Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen.

Schwerpunkt dieses Fachaustausches sind konkrete Ansätze und Methoden, um Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremismus im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe zu begegnen. Dabei wird es sowohl darum gehen, wie radikalisierte junge Menschen zu erreichen sind, als auch um Formen und Möglichkeiten konkreter Intervention. Ebenfalls werden Aspekte der Ausstiegsbegleitung und Deradikalisierung genauer in den Blick genommen. Auch die Frage nach Wegen und Möglichkeiten der Kooperation von Jugendhilfe und Sicherheitsbehörden wird diskutiert.

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt des Fachaustausches:

  • Wie sind radikalisierte junge Menschen zu erreichen? Was sind sinnvolle Zugänge und Strategien in der Ansprache?
  • Welche Methoden und Ansätze existieren, um rechtsextrem oder religiös radikalisierte junge Menschen zu deradikalisieren? Wie funktionieren Distanzierungsarbeit und Disengagement in diesen Bereichen?
  • Was sind wichtige Aspekte in der Beratung von Angehörigen? Wie können sie in den Ausstiegsprozess einbezogen werden?
  • Wie können effektive Gegen-Narrative etabliert werden?

Es werden insgesamt 18 Fachkräfte aus Deutschland, Spanien und Tunesien an dem Fachaustausch beteiligt sein. Programmort ist Frankfurt und Umgebung. Am 23. September findet nachmittags ein Vorbereitungsseminar für die deutsche Gruppe statt. Am gleichen Tag reisen die spanischen und tunesischen Fachkräfte an, das gemeinsame Programm beginnt dann am nächsten Tag. Der Fachaustausch besteht aus Projektbesuchen, Gesprächen vor Ort und Expert(inn)eninputs. Arbeitseinheiten in der internationalen Gruppe ermöglichen eine vertiefte fachliche Diskussion und Reflexion.

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