Dr. Dirk Hänisch

20 Jahre Eurodesk: „Weiter so!“

Mit einem Empfang im Universitätsclub Bonn feierte Eurodesk am 25. April 2016 mit rund 80 Gästen sein 20jähriges Bestehen in Deutschland. Über 500.000 junge Menschen hat Eurodesk Deutschland seit 1996 über Auslandsaufenthalte und Fördermöglichkeiten beraten. Mit 50 lokalen Servicestellen ist das Netzwerk bundesweit vertreten und trägt zur Stärkung des europäischen Zusammenhalts und der Mobilitätsmöglichkeiten junger Leute in Europa bei.

BildImage: Fotostudio Heupel

Zu der Veranstaltung begrüßte Marie-Luise Dreber, Direktorin von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland, die Gäste, darunter insbesondere Harald Hartung, von der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission und Thomas Thomer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ein herzliches Willkommen galt auch den zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Eurodesk-Partnereinrichtungen aus ganz Deutschland und dem Leiter der Nationalen Agentur JUGEND für Europa sowie Kolleg(inn)en und ehemaligen Eurodesk-Mitarbeitenden aus 20 Jahren.

Erfolgsstory auf europäischer Ebene

Lothar Harles unterstrich als Vorsitzender von IJAB in seiner Eröffnungsrede, dass es vor dem Hintergrund der zahlreichen europäischen Krisenerscheinungen erfreulich sei, dass es auch Arbeitsbereiche der Europäischen Politik gibt, deren Notwendigkeit unbestritten ist und die mehr als erfolgreich sind. 20 Jahre Eurodesk stehen für 20 Jahre europäische Jugendinformation in Deutschland und für nachhaltige Netzwerkarbeit in Deutschland und Europa. „Dieses Netzwerk trägt dazu bei, dass junge Menschen mehr von Europa erfahren, die europäische Zusammenarbeit besser verstehen und vor allem die Angebote, die Europa bietet, nutzen können“, betonte Harles. Eurodesk leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Internationalen Jugendarbeit.

Eurodesk als Mittler

Harald Hartung sprach in seinem Grußwort über die gewachsenen Herausforderungen an die europäische Jugendpolitik und die entsprechenden Initiativen der Kommission. Diese Herausforderungen – insbesondere im Hinblick auf Inklusion und Partizipation junger Menschen – würden in Zukunft eher noch wachsen. Eurodesk schilderte er als verlässlichen Partner der Europäischen Kommission, wobei das Netzwerk Mittler und Multiplikator von Information sei und die politische Ebene mit der Praxis verbinde. Seine Bilanz der Zusammenarbeit im Jugendbereich: „Für die Europäische Kommission ist die Zusammenarbeit mit Eurodesk, mit der europäischen Jugendagentur und mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorbildhaft“.

Eurodesk ist eine Marke

Thomas Thomer zeichnete in seinem Statement die Entwicklung von Eurodesk von einer „One-Man-Show“ hin zu einem bundesweiten Netzwerk mit 50 lokalen und regionalen Beratungsstellen nach: „Eurodesk ist ein Synonym für Mobilitätsberatung für junge Menschen und Fachkräfte in Deutschland. Eurodesk ist eine Marke, die einerseits für kompetente Beratung, andererseits aber auch dafür steht, dass es einen ständigen Kontakt und Austausch mit der Zielgruppe gibt“. Thomer wies darauf hin, dass Mobilitätserfahrungen in einem zusammenwachsenden Europa heute wichtiger denn je werden, denn sie tragen zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei, schaffen Weltoffenheit und eine weltoffene Gesellschaft und tragen zur grenzüberschreitenden Verständigung junger Akteure bei. Dazu leiste Eurodesk einen beachtlichen wichtigen Beitrag: „Herzlichen Dank für Ihre Arbeit, wir schätzen sie sehr. Weiter so!“ beendete er sein Grußwort.

Fachimpulse schließen den formellen Teil ab

Fachimpulse von Stefan Lutz-Simon, Leiter der Eurodesk-Partnereinrichtung Jugendbildungsstätte Unterfranken, und Natascha Schmidt, EuroPeer – Europäische Mobilitätslotsin und ehemalige Freiwillige gaben Anregungen für die künftige Arbeit des Netzwerkes. Stefan Lutz-Simon richtete den Fokus auf die Frage „In welchem Europa wollen wir leben?“ und forderte nach einer Kritik rassistischer Stereotypen und vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen einen europäischen Diskurs über Rassismus. Natascha Schmidt schilderte abschließend anhand ihrer eigenen Erfahrungen die Bedeutung der Mobilitätsberatung für junge Menschen in Deutschland.

Nach den Inputbeiträgen war es Zeit für den informellen Teil des Abends. Die 80 Gäste feierten gemeinsam bis in den späten Abend 20 Jahre Eurodesk und nutzten den angenehmen Rahmen für zahlreiche informelle Gespräche – und am Rande gab es so manches Wiedersehen mit bekannten Gesichtern. Für die kommende Dekade hat sich jedenfalls das Beratungsnetzwerk schon jetzt einiges vorgenommen, denn die zeitgleich stattfindende mehrtägige Eurodesk-Jahrestagung der Partner diskutiert neue Herausforderungen für die Beratungsarbeit.

Über Eurodesk: Eurodesk ist ein europäisches Jugendinformationsnetzwerk mit Nationalagenturen in 34 europäischen Ländern. Eurodesk Deutschland wird durch das EU-Programm Erasmus+ sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Link zum Interview mit dem Eurodesk-Team: hier klicken!

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – keine Bearbeitung CC BY-ND 3.0


20 Jahre Eurodesk - Feierlicher Empfang

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