Reinhard Schwalbach

Eurodesk Spanien: Auswerten und planen – 2015 kann kommen!

Vom 19. – 21. November 2014 traf sich das spanische Eurodesk-Netzwerk im Euro-Lateinamerikanischen Zentrum für die Jugend (CEULAJ) in Mollina, der zentralen Jugendbildungsstätte des spanischen Jugendinstituts (INJUVE). Dort wurden die Neuerungen von Eurodesk für das Jahr 2015 vorgestellt und die Arbeit des vorangegangenen Jahres kritisch diskutiert.

Das spanische Eurodesk-Netzwerk ist eines der aktivsten Netzwerke der europäischen Eurodesk-Familie: In der Aktivitäten-Statistik für das Europäische Jugendportal (EYP) nehmen die Beiträge der Spanier stets einen Platz in den Top-Drei-Rängen ein. Während des Treffens stellten sich neue und alte dezentrale Partner des wachsenden Netzwerks mit Good-Practice-Beispielen vor und gaben gute Anregungen weiter.

Auf Grund des hohen Aktivitätsgrades des spanischen Eurodesk-Netzwerkes wundert es nicht, dass die lokalen und regionalen Partner des Netzwerks mehr Mitsprache bei der Ausgestaltung der Arbeitsplanung forderten und sich mehr Transparenz bei Entscheidungsprozessen sowie Verbesserungen in der finanziellen Ausstattung wünschten.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien war ein Grund für die intensive Beschäftigung mit der nationalen Umsetzung der Jugendgarantie in Spanien. Hier forderten die Delegierten aus den lokalen Eurodesk-Partnereinrichtungen mehr Engagement vom Staat und der EU.

INJUVE und Eurodesk Spanien unterstützen intensiv die Kampagnen des Europarates im Jugendbereich. Allenthalben sichtbar war das Symbol der aktuell laufenden „NO HATE SPEECH“-Bewegung, das knallrote Herz mit dem Schriftzug NO HATE. Die Jugendkampagne für Menschenrechte richtet sich in besonderem Maße gegen Intoleranz im Internet.

Beim Rückblick auf die Arbeit von Eurodesk Spanien im vergangenem Jahr stand vor allem das Leuchtturmprojekt EYP (European Youth Portal) im Mittelpunkt der Kritik. Die Delegierten mahnten eine europaweite Zwischenauswertung des Projektes an und machten Druck für technische Verbesserungen und notwendige inhaltliche und statistische Evaluationen.

Der Präsident des Europäischen Netzwerkes, Reinhard Schwalbach, stand Rede und Antwort in Bezug auf die Entwicklungen seit der Einführung der neuen Programmgeneration ERASMUS+ und die Verhandlungen über die Rolle von Eurodesk in diesem Programm. Die spanischen Partner gaben dem Präsidenten ihren Wunsch nach mehr Mitsprache der regionalen Partner mit auf den Weg. Sie bedankten sich für die zahlreichen neuen Impulse im europäischen Netzwerk und die gezeigte Transparenz über die Arbeit und Aufgaben der Brüsseler Koordinierungsstelle (Eurodesk Brussels Link) und des Eurodesk Executive Committee (EEC), in dem seit Anfang November 2014 auch Spanien mit Natalia Díaz (INJUVE) vertreten ist.



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