Reinhard Schwalbach

Jugendinformation ist ein "métier"! Gemeinsames Deutsch-Französisches Arbeitstreffen von DFJW, CIDJ und IJAB

Vor der Kulisse des Eiffelturms, im CIDJ (centre d’information et de documentation jeunesse), der Zentrale der Jugendinformation in Frankreich fand am 11.12.2014 das gemeinsame Deutsch-Französische Arbeitstreffen zur Jugendinformation statt.

BildImage: IJAB/Schwalbach   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Béatrice Angrand und Dr. Markus Ingenlath, die beiden Generalsekretäre des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (DFJW), nahmen die Einladung von CIDJ und IJAB wahr. Das CIDJ war durch den Direktor Philippe Salles und die Leiterin der Internationalen Abteilung Claire Conlon vertreten. Für IJAB, stellvertretend für das Jugendinfonetz Deutschland, führte Reinhard Schwalbach, Geschäftsbereichsleiter, das Gespräch.

Die beiden Generalsekretäre waren der Einladung gefolgt, da ein großes Interesse im DFJW an der Arbeit mit sozial benachteiligten Jugendlichen (jeunes défavorisés) besteht und vor allem die französischen Kolleg(inn)en durch ihr weites Netzwerk mit dieser Zielgruppe über große Erfahrung verfügen. So berichteten Philippe Salles und Reinhard Schwalbach über den Zustand der beiden Netzwerke und deren Arbeit. Philippe Salles machte deutlich, dass Jugendinformation sich stetig weiterentwickelt hat und einen eigenen Berufsstand (métier) mit hoher Qualität hervorgebracht hat. Wenngleich die deutsche Jugendinformation nicht auf die Tradition, die flächendeckende Reichweite und die staatliche Förderung wie in Frankreich aufbauen kann, sind auch hierzulande die Jugendinformationszentren und – dienste aus der sozialräumlichen Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken und arbeiten vielfach mit speziellen Zielgruppen, bestätigt der Vertreter aus Deutschland.

Sowohl CIDJ als auch IJAB sind daran interessiert, die Möglichkeiten des neuen Programms Erasmus+ zur Stärkung und Entwicklung der Jugendmobilität in Europa zu nutzen. Die gute Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen generell und auch im europäischen Netzwerk von Eurodesk bieten dazu eine hervorragende Möglichkeit. Claire Conlon und Reinhard Schwalbach arbeiten beide im Exekutivkomitee von Eurodesk. Sie luden das DFJW dazu ein, die speziellen europäischen Angebote auch im bilateralen deutsch-französischen Kontext zu nutzen, so beispielsweise eine Beteiligung an der im Frühjahr 2015 startenden „Last Minute Datenbank“ für internationale Begegnungen von Eurodesk. Die offenen bi- und trilateralen Angebote des DFJW und dessen Partner erhielten so eine weitaus höhere Aufmerksamkeit bei Jugendlichen in Europa.

Die Fußball-Europameisterschaft in 2016 (Euro 2016) nahm einen besonderen Raum ein. Die in Frankreich ausgetragene Euro 2016 wird an zehn Spielorten ausgetragen und das französische Jugendinfo-Netzwerk möchte ein internationales Jugendprogramm zur Aktivierung des Jugendaustausches besonders im lokalen Sozialraum der Veranstaltungsorte initiieren. Diese Aktivitäten rund um die Euro 2016 sollen auch längerfristige Zwecke erfüllen. Strategische Ziele des umfangreichen Programms liegen in den Bereichen Beschäftigung, Engagement und Europäische Mobilität. Das vorgestellte Konzept für die Euro 2016 des CIDJ umfasst die Vielfalt und Stärke der Arbeitsbereiche der Jugendinformation wie Job-Dating, Praktika, Karriereplanung, Trainings für junge Presse, Freiwilligendienste.

Das Jugendinfonetz in Deutschland wird sich an dem Jugendprogramm um die Euro 2016 beteiligen können. Reinhard Schwalbach übermittelte die Antwort der dsj (Deutsche Sportjugend im DOSB) auf das Angebot des CIDJ, sich an dem Jugendprogramm zu beteiligen. Die dsj plant eigene Aktivitäten im Rahmen der Euro 2016 in Frankreich. Es gibt einige Überschneidungen in beiden Projekten, so in der Fan-Betreuung und der internationalen Begegnung. Das DFJW wird bzw. ist für eine Förderung beider Vorhaben angefragt.

Béatrice Angrand und Dr. Markus Ingenlath bedankten sich für das informative Arbeitstreffen und sicherten CIDJ und IJAB zu, die deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Jugendinformation zu unterstützen und zu fördern.

Beide Organisationen fassen ein deutsch-französisches Symposium ins Auge, in dessen Mittelpunkt der Erfahrungsaustausch mit Fachkräften beider Länder über die diversen Arbeitsfelder der Jugendinformation steht.

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell CC BY-NC 3.0


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