Dr. Dirk Hänisch

IJAB zu Gast beim Münchener Fachtag zum Schüleraustausch

Der Fachbereich "Internationaler Austausch / Europabüro" am Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München führte am 4. Dezember 2012 einen ganztägigen Fachtag zum Schüleraustausch durch. Der mit über 80 Personen gut besuchte Fachtag richtete sich an Lehrerinnen und Lehrer in München und Umgebung, die aktiv in Schüleraustauschprojekte eingebunden sind bzw. die Schulpartnerschaften durchführen oder durchführen werden.

Münchener Lehrerinnen und Lehrer informieren sich über Fragen zum Schüleraustausch BildImage: IJAB / Hänisch

Ziel der Veranstalter war es, Unterstützungsangebote und -möglichkeiten für Lehrkräfte vorzustellen und im Rahmen von sechs Workshops Fortbildungen zu speziellen Fragen des Schüleraustauschs anzubieten. Besonders erfreulich und durchaus gewinnbringend war aber auch, dass Träger der außerschulischen internationalen Jugendarbeit mit ihren Angeboten einbezogen wurden.

In seinem Eröffnungsvortrag warf Andreas Thimmel von der Fachhochschule Köln einen Blick auf die Wirksamkeit und Bedeutung der Pädagogik des Internationalen für Jugendliche und benannte die strukturellen Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation von Schule und Internationaler Jugendarbeit. Als Beispiel für die erfolgreiche Kooperation von formaler und nichtformaler Bildung hob Thimmel das bis 2011 von IJAB koordinierte Pilotprojekt „Interkulturelles Lernfeld Schule“ hervor. Dieses Projekt brachte Ansätze des nicht formalen Lernens in ein formal geprägtes Lernfeld (Schule) ein und entwickelte im Laufe der Jahre zahlreiche Arbeitshilfen, die in ein Buchprojekt (plus CD) mündeten. Im Anschluss daran sprach Gottfried Böttger, Leiter des Pädagogischen Austauschdienstes (Bonn), über die Möglichkeiten des PAD zur Unterstützung von Schulpartnerschaften und zu Angeboten, die der PAD im Bereich der Lehrerfortbildung anbietet.

Wie internationaler Schüleraustausch bei den Beteiligten wirkt und welche Nachhaltigkeit daraus entstehen kann, verdeutlichten die persönlichen Schilderungen der Beteiligten im Rahmen der Prämierung von Schulpartnerschaftsprojekten von Münchner Schulen. Besonders spannend wurde es für die Zuhörerinnen und Zuhörer immer dann, wenn Veränderungen der gegenseitigen Fremdwahrnehmungen und persönliche nachhaltige Konsequenzen aus den Begegnungserfahrungen geschildert wurden. Hier wurde sichtbar, dass internationale Begegnungen bei entsprechender Vor- und Nachbereitung den gegenseitigen Perspektivenwechsel und mehr Verständnis füreinander ermöglichen können. Was die Nachhaltigkeit betrifft, so wurde eine sehr persönliche Randbemerkung eines Münchener Lehrers mit viel Beifall bedacht: Als Konsequenz aus den langjährigen deutsch-ukrainischen Schulkontakten steuerte er mit der ukrainischen Partnerin schließlich den gemeinsamen Hafen der Ehe an.

Auf dem begleitenden Markt der Möglichkeiten präsentierten u.a. der Bayerische Jugendring  stellvertretend für das Deutsch-Französische und das Deutsch Polnische Jugendwerk, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Tandem – Koordinierungsstelle für den deutsch-tschechischen Jugendaustausch und IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland ihre für Lehrkräfte interessanten Dienstleistungsangebote und hatten dadurch Gelegenheit, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Die Publikation „Interkulturelles Lernfeld Schule. Handlungsempfehlungen und Perspektiven einer erfolgreichen Kooperation von internationaler Jugendarbeit und Schule“ stieß auf lebhaftes Interesse. Ergänzend dazu informierte Eurodesk über ihre Münchener Dezentrale über ihre internationale Mobilitätsberatung. Auch dieses Angebot wurde von den Lehrerinnen und Lehrern mit großem Interesse aufgenommen.



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