Petra Zeibig

Raus von zu Haus! Tapetenwechsel!

So lautete das wahre Motto der Ausbildung zum Mobilitätslotsen im Rahmen von IKUS und Eurodesk, die am 4. und 5. Mai 2011 in Bonn stattfand. Wir erwachsenen Teilnehmer konnten nur neidvoll zur Kenntnis nehmen, welche Vielfalt an Möglichkeiten Jugendlichen heutzutage zur Verfügung steht. Sie müssen es nur wissen!

Nur eineinhalb Tage standen uns 12 Teilnehmern und den zwei Referentinnen von Eurodesk zur Verfügung – heimgegangen sind wir alle mit einer sehr gut sortierten Informationsmappe und dem Kopf voller Programme. Um diese Fülle an Wissen weitergeben zu können, muss sich jeder einzelne noch mal intensiv in das Material bzw. die Internetseiten von Eurodesk vertiefen. Als wichtigtes Fazit nehmen alle mit: wir wissen jetzt wo und wie wir uns informieren können und haben Eurodesk als wichtigen Ansprechpartner kennengelernt, der Hilfe bei allen Fragen bietet.

Die wenigsten Teilnehmer hatten vor der Fortbildung eine Ahnung von der Vielfalt der Möglichkeiten für junge Leute ins Ausland zu gehen. Ein trockener Vortrag über die Programme hätte uns sicherlich total verwirrt, aber mit Hilfe von konkreten Aufgabenstellungen, die wir zu zweit in einem Rollenspiel in Form eines simulierten Beratungsgespräches lösen mussten, bekamen wir einen Einblick in die verschiedenen Angebote wie Workcamps, Au-pair, Schulaufenthalt oder Praktikum im Ausland.  Schnell wurde deutlich, dass ein ‚Haken’ für die schulische Beratung im Mindestalter von 18 Jahren für die meisten Programme liegt. Nur sehr wenige Möglichkeiten bieten sich schon für 16-jährige.

Am 2. Schulungstag beschäftigten wir uns ausführlich mit Freiwilligendiensten wie weltwärts, EFD, FSJ, IJGD, DFJ, kulturweit sowie dem DFJW und DPJW. Ums liebe Geld ging es natürlich auch. Klar wurde, das viele Programme nur eine Zuschussfinanzierung gewähren, es Programme gibt mit speziellen Förderprioritäten für benachteiligte Jugendliche und alle Programme sehr gefragt sind, sodass die Schülerinnen und Schüler sehr frühzeitig beraten werden müssen, um sich schon Monate vor ihrem geplanten Aufenthalt zu bewerben. Letzteres ist im schulischen Bereich nicht so einfach zu lösen.

Wir haben uns zum Glück nicht nur theoretisch mit den Programmen befasst, sondern bekamen auch drei Beispiele „live“ geboten:

  • was konkret ein Workcamp bedeutet, zeigte uns eindrucksvoll Christian Herrmann am Beispiel seiner Arbeit auf einem jüdischen Friedhof in der Ukraine.
  • Interesse, sich ‚europeers’ in die Schule einzuladen, weckte der Kurzbericht einer Teilnehmerin am EFD Programm.
  • Auch die Vorstellung einer Mitarbeiterin von „IN VIA, Integration durch Austausch“ aus Köln, stieß auf konkretes Interesse bei den Kolleginnen und Kollegen.

Die Bereiche Schulpartnerschaften und Austauschprojekte für Schulen wurden nur kurz angerissen. Einige Teilnehmer hatten darüber mehr Informationen erhofft, dafür fehlte aber die Zeit.

Der Schwerpunkt der Fortbildung lag in den Programmen mit dem Mindestalter von 18 Jahren , also nach Beendigung der Schulzeit. Schule ist sicherlich ein wichtiger Ort, um darüber zu informieren. Dazu sind wir jetzt als Mobilitätslotsen, dank Eurodesk, in der Lage und jeder wird es seinen Möglichkeiten entsprechend tun.



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