Maria Schwille

Kommune goes International: Zweites Trainingsseminar in Würzburg

Vom 3. bis 4. Mai fand das zweite Kommune-goes-International-Trainingsseminar statt. An zwei Tagen drehte sich in Würzburg für die 16 teilnehmenden Fachkräfte und Ehrenamtlichen alles um das Thema „Fördermöglichkeiten, Finanzierung, Antragstellung und Fundraising in der internationalen Jugendarbeit“.

Kolleginnen und Kollegen aus an JiVE beteiligten Kommunen beim Trainingsseminar in Würzburg
Kolleginnen und Kollegen aus an JiVE beteiligten Kommunen beim Trainingsseminar in Würzburg BildImage: Kerstin Giebel

Das Trainingsseminar setzte die Qualifizierungsreihe innerhalb der JiVE-Teilinitiative Kommune goes International fort. Im Rahmen von Kommune goes International arbeiten rund 20 Kommunen von Mitte 2011 bis Mitte 2014 daran, die internationale Jugendarbeit wieder stärker auf kommunaler Ebene zu verankern und sie allen Jugendlichen zugänglich zu machen.

Neben inhaltlicher Beratung sowie Möglichkeiten zu Vernetzung und Austausch bietet IJAB allen Beteiligten Seminare und Trainings an – jeweils zugeschnitten auf den individuellen Bedarf vor Ort. Diese unterstützen die Teilnehmenden bei der Erarbeitung und Umsetzung „Lokaler Entwicklungspläne zur internationalen Jugendarbeit“. Gestartet war die Trainingsreihe mit einem Seminar im März 2012 in Hannover zum Thema „Formate der internationalen Jugendarbeit und die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund“. 

Unterschiedliche Fördermöglichkeiten der internationalen Jugendarbeit kennenlernen 

Die Teilnehmenden brachten unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe mit. Einige verfügen bereits über Expertise in der internationalen Jugendarbeit, andere bauen diese mit Kommune goes International erst auf. Neben Vertreter(inne)n aus Kommunen nahmen auch Mitarbeiter/-innen freier Träger, ehrenamtlich Engagierte sowie Vertreter(inne)n aus Schulen/Schulsozialarbeit und Vereinen am Seminar teil.

Zunächst ging es entsprechend darum, alle auf einen Stand zu bringen: Welche Fördermöglichkeiten der internationalen Jugendarbeit gibt es? Wie ist die öffentliche Förderlandschaft strukturiert und welche privaten Geldgeber kommen für die Antragstellung in Frage? Die Teilnehmenden bekamen einen Überblick, der von Förderung der öffentlichen Hand über Förderung durch Stiftungen bis hin zu individuellen, eigenen Finanzierungsmöglichkeiten reichte. 

Darüber hinaus wurden Förderdatenbanken, Informationsstellen und Literatur präsentiert. Das vermittelte Wissen konnten die Teilnehmenden im Anschluss daran in Kleingruppen auf ihre eigenen Vorhaben übertragen und in Ansätzen diskutieren.

In einer zweiten Trainingseinheit wurden die Teilnehmenden durch Expert(inn)en von IJAB, JUGEND für EUROPA und der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH hinsichtlich der Förderschwerpunkte zum Programm „JUGEND in Aktion“ und aktuellen Änderungen in der Richtlinie zum Kinder- und Jugendplan des Bundes informiert und beraten, um für eine Antragstellung gut gewappnet zu sein.

Fundraising: Eine Finanzierungsmöglichkeit für internationale Projekte

Der zweite Seminartag widmete sich dem Schwerpunkt Fundraising in der internationalen Jugendarbeit. Das Leitungsteam um Kerstin Giebel und Robert Helm-Pleuger (IJAB) wurde dabei durch den Fundraising-Experten Uwe Bothur unterstützt. Im letzten Teil des Seminars arbeiteten die Teilnehmenden individuell an einem konkreten Vorhaben in ihrer Kommune. So konnte das vermittelte Wissen unmittelbar in die Erarbeitung einer eigenen Projektskizze übertragen werden.

Das Training hatte aber auch den Effekt, dass sich Synergien  untereinander ergaben: so beschlossen einige Vertreter/-innen, gemeinsam Projekte der internationalen Jugendarbeit zu initiieren. Das Leitungsteam stand dabei beratend zur Seite. Im Nachgang der Qualifizierungsmaßnahme gilt es nun, diese Ideen in die Umsetzung der lokalen Entwicklungspläne einfließen zu lassen. Die nächste Trainingseinheit ist bereits in Planung: Am 6. November wird die Reihe zum Thema „Fachkräfteaustausch“ in Frankfurt fortgesetzt.

Redaktion: Maria Schwille und Kerstin Giebel



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