Maria Schwille

Startschuss für „Kommune goes International“

Als eine von vier Teilinitiativen der jugendpolitischen Initiative „JiVE“ startet nun „Kommune goes International.“ 22 Beispielkommunen wurden für die Teilnahme ausgewählt - sie werden in den nächsten drei Jahren daran arbeiten, die internationale Jugendarbeit wieder stärker auf kommunaler Ebene zu verankern. Die Auftaktveranstaltung für „Kommune goes International“ findet am 28. Juni 2011 in Köln statt.

BildImage: Jasper Ehrich, Hannover

Bis Ende April konnten sich deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise um die Teilnahme an „Kommune goes International“ bewerben. Die Auswahl traf IJAB Ende Mai in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 22 Kommunen aus ganz Deutschland stehen nun als Teilnehmer fest. Besonders interessant wird dieser Kreis durch seine Vielfalt: Neben Großstädten wie Essen und Leipzig sind kleinere Gemeinden wie das schleswig-holsteinische Lauenburg dabei; auch Stadtstaaten und Landkreise sind vertreten. Während einzelne Kommunen bereits über langjährige Erfahrung in der internationalen Jugendarbeit verfügen, steckt diese andernorts noch in den Kinderschuhen.

22 Kommunen verfolgen ein gemeinsames Ziel

Gemeinsam ist allen: Sie wollen in den nächsten drei Jahren zusammen mit lokalen Partnerinnen und Partnern daran arbeiten, die internationale Jugendarbeit wieder stärker auf kommunaler Ebene zu verankern. Im Fokus stehen hierbei speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund und benachteiligte Jugendliche. Dass diese Zielgruppe ganz besonders durch Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit profitieren kann, wurde im Rahmen des Pilotprojektes „JiVE“ durch ein Team um Prof. Andreas Thimmel von der Fachhochschule Köln wissenschaftlich belegt.

Vor Ort entstehen „lokale Entwicklungspläne“

Den Auftakt der Initiative „Kommune goes International“ bildet eine bundesweite Veranstaltung am 28. Juni 2011 in Köln. Im Anschluss beginnen die Beratungsprozesse vor Ort. Begleitet von einem Beratungsteam von IJAB, transfer e.V. und JUGEND für Europa erarbeiten die Beispielkommunen gemeinsam mit interessierten Partnerinnen und Partnern „lokale Entwicklungspläne“. Ausgehend von Bestandsaufnahmen und Bedarfsanalysen werden Ziele definiert, Maßnahmen entwickelt und durchgeführt – jeweils zugeschnitten auf die individuelle Situation vor Ort. Ergänzt wird die Prozessbegleitung durch Qualifizierungsangebote, Förderworkshops, Vermittlung von Referentinnen und Referenten und Informationsmaterialien. Daneben spielt auch die Vernetzung der Kommunen untereinander, zu entsprechenden Landesinstitutionen und zu internationalen Partnerinstitutionen eine Rolle. Regelmäßigen Austausch ermöglichen hier jeweils vier regionale Werkstattgespräche mit internationaler Ausrichtung in 2012 und 2013.

Die teilnehmenden Kommunen im Überblick

  • Baden-Württemberg: Eislingen (Fils)
  • Bayern: LK Augsburg, Nürnberg
  • Berlin: Steglitz-Zehlendorf
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen: Kassel, Kelkheim, Oberursel, Wiesbaden
  • Nordrhein-Westfalen: Bad Honnef, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Hamm, Köln, LK Steinfurt
  • Rheinland-Pfalz: Ludwigshafen
  • Saarland: Regionalverband Saarbrücken, Wallerfangen
  • Sachsen: Leipzig
  • Schleswig-Holstein: Lauenburg

 „Kommune goes International“ ist Teil der jugendpolitischen Initiative „JiVE“

Neben „Kommune goes International“, koordiniert von IJAB, umfasst die jugendpolitische Initiative „JiVE“ drei weitere Teilinitiativen: Die erste wird vom Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit umgesetzt und zielt auf die Implementierung der Internationalen Jugendarbeit in die Jugendsozialarbeit. Unter Federführung des Deutschen Bundesjugendrings und transfer e.V. geht es zweitens um die Festigung, Vertiefung und Erweiterung der Kooperation zwischen etablierten Trägern der internationalen Jugendarbeit und Migrantenselbstorganisationen / Vereinen Jugendlicher mit Migrationshintergrund. Für die Anregung und Begleitung eines Diskurses zur diversitätsorientierten internationalen Jugendarbeit ist schließlich JUGEND für Europa zuständig. Vernetzt werden die vier Teilinitiativen durch eine gemeinsame Steuergruppe, Öffentlichkeitsarbeit und übergreifende Veranstaltungen.

Die jugendpolitische Initiative „JiVE“ wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und koordiniert von IJAB und JUGEND für Europa.

Weitere Informationen finden Sie unter www.jive-international.de.



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