Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Lernmobilität ermöglichen

Von 2012 bis 2014 griff das Modellprojekt „Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Lernmobilität ermöglichen“ eine zentrale Aufgabe der europäischen und internationalen Jugendpolitik im Kontext der Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik des BMFSFJ auf, um der Forderung nach umfassender Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit junger Menschen zu entsprechen. Zugleich war das Modellprojekt eingebettet in die von Bund und Ländern gemeinsam getragene Umsetzung der EU-Jugendstrategie in Deutschland. Es war die sechste Teilinitiative der jugendpolitischen Initiative „JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben“ und wurde gemeinsam von JUGEND für Europa und IJAB umgesetzt.

Landkarte mit Stecknadeln
BildImage: © blumenfreund94 - Fotolia.com

Bis Juni 2014 wurden in drei Projektbausteinen vorhandene Erkenntnisse grenzüberschreitender Mobilität genutzt und bestehende Strukturen verbunden, um zu einer jugendpolitischen Verankerung grenzüberschreitender Mobilität und ihrer weiteren Förderung beizutragen.

Baustein 1

Länderspezifische Entwicklungsinitiativen zur Optimierung und Abstimmung vorhandener Mobilitätsangebote, die auch eine stärkere Zusammenarbeit mit Kommunen sowie öffentlichen und freien Trägern vorsehen: Vergleichbar mit den im Rahmen der JiVE Teilinitiative „Kommune goes International“ erarbeiteten lokalen Entwicklungsplänen für internationale Jugendarbeit wurden Entscheidungsträger/innen und Expert(inn)en der pädagogischen Praxis in fünf Bundesländern eingeladen, Schwerpunkte grenzüberschreitender Mobilität in einem landesbezogenen Sondierungsprozess zu setzen und diese jugendpolitisch zu verankern.

Baustein 2

Fachkräfteinitiative zur Förderung grenzüberschreitender Mobilität: Fachkräfte der Kinder und Jugendhilfe haben eine zentrale Rolle, junge Menschen für Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität zu motivieren sowie entsprechende Projekte zu initiieren und zu gestalten. Dazu bedarf es Fachkräfte, die selbst grenzüberschreitende Mobilität erfahren haben. Mit Hilfe von Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten wurden weitergehende Initiativen zur Förderung der Mobilität von Fachkräften selbst angestrebt.

Baustein 3

Interministerielle Arbeitsgruppe grenzüberschreitende Mobilität zur Identifizierung und Bearbeitung von Mobilitätshindernissen: Bestehendes Wissen über Mobilitätshindernisse in den Formaten der europäischen und internationalen Jugendarbeit sollte in die Arbeit einfließen. Angestrebt wurde auf Bundesebene eine Interministerielle Arbeitsgruppe, um perspektivisch Einvernehmen über bundesrelevante Fragestellungen zur grenzüberschreiten den Mobilität für alle Jugendlichen zu erzielen.

JUGEND für Europa

In jeder Beziehung Grenzen überschreiten: Dokumentation erschienen

Die Dokumentation zum Modellprojekt „Grenzüberschreitende Lernmobilität ermöglichen“, das JUGEND für Europa und IJAB im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2012 bis 2014 durchführte, ist erschienen. Die Dokumentation gibt Handlungsempfehlungen, wie mehr Lernmobilität für mehr Jugendliche erreicht werden kann. [mehr]

Christian Herrmann

Online-Befragungen zu Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten für Fachkräfte im Bereich grenzüberschreitender Mobilität

JUGEND für Europa und IJAB führen im Rahmen des Modellprojekts „Grenzüberschreitende Lernmobilität ermöglichen“ zwei Online-Befragungen durch. Erstmalig werden im Feld der Kinder- und Jugendhilfe Daten über Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote für Fachkräfte im Bereich grenzüberschreitender Mobilität systematisch ermittelt. [mehr]

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