Maria Schwille

INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN: Steuergruppe nimmt Arbeit auf

Am 18. Juni 2015 traf sich die Steuergruppe des Projektes INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN zu ihrer konstituierenden Sitzung in Bonn. Im Rahmen des Projektes erarbeiten sechs Beispielkommunen zwischen 2014 und 2016 exemplarische Modelle, wie es gelingen kann, die Internationale Jugendarbeit in die Jugendhilfeplanung zu integrieren.

BildImage: IJAB/Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Aufgabe der Steuergruppe des Projektes INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN ist es, das Projekt inhaltlich zu begleiten und die externe Vernetzung zu unterstützen. Sie besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der sechs teilnehmenden Kommunen (Berlin Steglitz-Zehlendorf, Bremen, Essen, Hamm, Kreis Steinfurt, Wiesbaden), des BMFSFJ, der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe sowie der Länder Bayern, Brandenburg und Hessen. Ziel der ersten Steuergruppensitzung war es unter anderem, Unterstützungsangebote und Multiplikationsmöglichkeiten der Steuergruppe zu definieren.

Politischer Rahmen: Projekt knüpft an aktuelle Entwicklungen an

In seinem Grußwort betonte Albert Klein-Reinhardt vom BMFSFJ insbesondere die Notwendigkeit, die Partizipation von Jugendlichen dauerhaft mitzudenken und wies auf die Anerkennung der Internationalen Jugendarbeit als nicht-formales Lernangebot als eine der zentralen Zielsetzungen des Projektes hin. INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN wird gefördert durch den Innovationsfonds des Kinder- und Jugendplan des Bundes und steht damit im Kontext der Jugendstrategie 2015-2018 Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft.

Christina Gerlach, Leiterin des Geschäftsbereichs Internationale jugendpolitische Zusammenarbeit bei IJAB, verortete INTERNATIONALE JUGENDARBEIT im PLAN in seinem jugendpolitischen Kontext und zeigte die Verbindungslinien zur Initiative JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben auf. Das Projekt ist eine Teilinitiative von JiVE und ist in diesem Zusammenhang auch darauf ausgerichtet, alle Jugendliche inklusive der bislang nur schwer Erreichten in die Internationale Jugendarbeit einzubeziehen.

Aktueller Umsetzungsstand: Erfahrungen und Herausforderungen

Projektleiterin Anneke Schlummer und Sabine Wißdorf vom Begleitinstitut IN/S/O gaben einen Überblick über den Umsetzungs- und Planungsstand von INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN und zeigten den Fahrplan der zentralen Qualifizierungsreihe auf. Diese zielt darauf ab, den teilnehmenden Kommunen Wissen über Bestands- und Bedarfsanalyse zu vermitteln.

Im Anschluss daran berichteten die teilnehmenden Kommunen über aktuelle Erfolge, Erfahrungen und Herausforderung der Projektumsetzung vor Ort. Mancherorts wurde die Beteiligung an INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN im Jugendhilfeausschuss verabschiedet, andere Kommunen setzen auf vorhandene Prozesse wie Qualitätsdialoge oder jugendpolitische Strategiepapiere, um diese um die Dimension der Internationalen Jugendarbeit zu ergänzen. Herausforderungen bestehen in vielen Kommunen an der Schnittstelle der Zusammenarbeit zwischen Kommune und freien Trägern. Eine zentrale Aufgabe ist es, die Datenerhebung so zu gestalten, dass die Daten einerseits aussagefähig verwertbar sind, andererseits aber der Aufwand der zu Befragenden so gering wie möglich gehalten wird.

Aufgabe der Steuergruppe: Modellentwicklung unterstützen und Ergebnisse multiplizieren

Am Nachmittag standen die Fragen der inhaltlichen Unterstützung durch die Steuergruppe und Multiplikationsmöglichkeiten auf der Tagesordnung. Gemeinsam wurde eine Liste von Veranstaltungsformaten/-reihen und Publikationen erarbeitet, in deren Rahmen die Ergebnisse aus INTERNATIONALE JUGENDARBEIT IM PLAN vorgestellt werden sollen. Darüber hinaus wurden erste Weichen gestellt für die 2016 anstehende Modellentwicklung. Ziel ist es, übertragbare Modelle zu entwerfen, wie Kommunen die Internationale Jugendarbeit in die Jugendhilfeplanung integrieren können. Als Basis hierfür steht zunächst eine Typisierung der beteiligten Kommunen an und eine Sammlung der unterschiedlichen Instrumente und Materialien, die vor Ort bereits genutzt werden (z.B. Qualitätsdialoge). Um eine möglichst breite Übertragbarkeit zu ermöglichen, gilt es bei der Modellentwicklung insbesondere auch die Anschlussfähigkeit an andere Bereiche der Jugendhilfe zu sichern.

Am 15./16. September wird die Qualifizierungsreihe in Hamm fortgesetzt mit dem Themenschwerpunkt „Quantitative und qualitative Methoden der Bestands- und Bedarfsermittlung“, die nächste Sitzung der Steuergruppe findet Mitte 2016 statt.

Ansprechpartnerinnen bei IJAB: Anneke Schlummer (schlummer@DontReadMeijab.de) und Maria Schwille (schwille@DontReadMeijab.de)

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0


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