Dr. Dirk Hänisch

Dokumentation unterstreicht: Kooperationsmodelle von Jugendarbeit in und mit der Schule stärken Kinder und Jugendliche

Am 24. März 2011 fand in Berlin der Fachkongress "Gemeinsam bilden. Kooperationsmodelle von Jugendbildung und Schule" statt, um Erfahrungen und Ergebnisse aus den Projekten, neueste Erkenntnisse und Praxismodelle vorzustellen. Erstmalig wurde damit zu diesem Thema ein gemeinsamer Kongress der unterschiedlichen Trägerbereiche der Jugendarbeit auf Bundesebene durchgeführt. IJAB vertrat als Träger des Modellprojektes „Interkulturelles Lernfeld Schule (IKUS)" die Internationalen Jugendarbeit. Jetzt liegt die Online-Dokumentation vor.

Mit zielgruppengerechten Angeboten nicht formaler und informeller Bildung leisten Träger der Kinder-, Jugend- und Jugendverbandsarbeit einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und zur kulturellen, politischen, sportlichen, ökologischen und sozialen Bildung von Kindern und Jugendlichen, wecken und unterstützen soziales und politisches Engagement und vermitteln notwendige Gestaltungskompetenzen für deren gesellschaftliche Teilhabe.

Um diese Angebote noch mehr Kindern und Jugendlichen bieten zu können, um die Chancen, das Wissen und Können sowie die Persönlichkeit junger Menschen zu fördern, zu verbessern und um einen Beitrag zur Entwicklung innovativer Bildungsformen zu leisten, arbeiten viele Träger mit schulischen Einrichtungen zusammen.

In der Kooperation mit allen Schulformen (insbesondere Haupt- und Förderschulen und speziell im Kontext von Ganztagsschule) werden neue Methoden, Instrumente und Verfahren entwickelt, um vor allem Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien und mit speziellen Förderbedürfnissen zu erreichen. Diese Kooperationsmodelle von Jugendarbeit in und mit der Schule stärken Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer sozialen Situation – und leisten somit einen direkten Beitrag zur Bildungschancengleichheit.

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) hatte in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), ARBEIT UND LEBEN/VHS und IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland  e.V. zum ersten gemeinsamen Fachaustausch auf Bundesebene aufgerufen. IJAB ist Träger des Modellprojektes „Interkulturelles Lernfeld Schule (IKUS), das im Oktober 2009 als letztes Projekt der Bündelmaßnahme startete.

Rund 200 geladene Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Praxis, Politik, Verbänden und Verwaltung der außerschulischen und schulischen Bildung beteiligten sich im Plenum und in thematischen Arbeitsgruppen an der regen Diskussion. 

Im Rahmen von sechs Impulsreferaten thematisierten Wissenschaftler Perspektiven gemeinschaftlich ausgestalteter Bildung und machten Handlungsbedarfe deutlich: Dr. Heinz-Jürgen Stolz vom Deutschen Jugendinstitut stellte die Ergebnisse des Forschungsprojektes ,Lokale Bildungslandschaften in Kooperation von Jugendhilfe und Schule‘ vor und wies auf fehlende finanzielle und politische Rahmenbedingungen für gelingende Kooperationen hin. Prof. Dr. Ulrich Deinet von der Fachhochschule Düsseldorf forderte die konzeptionelle Berücksichtigung von Sozialräumen und informellen Bildungsprozessen der Kinder und Jugendlichen in der Bildungsdiskussion. Prof. Dr. Max Fuchs stellte die Idee der ‚Kulturschule’ vor. Prof. em. Dr. Alexander Thomas von der Universität Regensburg forderte Kooperationen mit der Internationalen Jugendarbeit, um die Schule als interkulturelles Erfahrungs-, Lern und Handlungsfeld zu entwickeln. Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker von der Universität Hamburg wies darauf hin, dass die außerschulische Jugendbildung wichtige Beiträge dazu leisten kann, demokratische Werte und Verfahren in die Schule einzubringen. Prof. Dr. Andreas Thimmel von der Fachhochschule Köln erläuterte den eigenständigen Bildungsauftrag der nicht formalen Bildung.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit den Projektverantwortlichen herrschte Einigkeit darüber, dass den nachgewiesenen Qualitäten der Jugendbildung breite Anerkennung und ein fester Platz im Bildungssystem ermöglicht werden müsse. Im Anschluss boten vier thematische Gruppen den Kongressgästen Gelegenheit zu Diskussion und Austausch. 

Die jetzt vorliegende Publikation dokumentiert die Inputs (im Wortlaut), Diskussionen und Ergebnisse des Fachkongresses.

Link: bitte hier klicken (pdf-Dokument)!

Textquelle: Auszüge aus der Einleitung der Dokumentation des Fachkongresses



Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter