Arne Schmidt

IKUS Nachhaltigkeits-Workshop 6. Juli 2011

Rund sechs Monate vor Ende der Pilotphase trafen sich 5 beteiligte IKUS-Schulen, das Steuerungs- und Koordinationsteam mit Beteiligung des Landesjugendamtes Rheinland, der Bezirksregierung Köln, von IJAB und den Prozessbegleitern von transfer e.V. und Coach e.V. zu einem Nachhaltigkeits-Workshop in den Räumen der Henry-Ford-Realschule in Köln-Seeberg.

Ziel des Workshops war es, die Ergebnisse und Erfahrungen der interkulturellen IKUS-Module zu bündeln und strategisch nachhaltig neu auszurichten. Positive Ausgangslage für den Tag war die Information von transfer e.V. , dass die Prozessbegleitung und auch die Stundenkontingente für die Kölner IKUS-Schulen so gut wie zugesichert seien für die weitere Zusammenarbeit im Zeitraum 2011-2014. Gesamtziel der Steuerungsgruppe sei darüber hinaus, dass IKUS auch auf andere Bundesländer ausgeweitet und die Kooperation der Internationalen Jugendarbeit mit Schulen auch auf Bundesebene dauerhaft begleitet werden kann.

Das Spektrum der Projekte war vielfältig und repräsentativ für die unterschiedlichen Schultypen und wurde nicht nur aus dem Blickwinkel der Intra- sondern auch der Interkulturalität reflektiert betrachtet. Altbekannte Projekte wie Schulfeste, Projektwochen, Oberstufenfahrten wurden durch IKUS zu neuen, interessanten Themenfeldern wie einem deutsch-polnischen „Internationalen Camp“, einem „Internationalen Begegnungsfest“ mit Rap und HipHop oder auch einer Interkulturellen Gedenkstättenfahrt, die von zwei Schulen stadtteilübergreifend durchgeführt wurde und mit einem Zertifikat für die Schülerinnen abschloss. Die Begeisterung der Schüler bestätigte sich oftmals durch die zahlreichen Anmeldungen, die von den Projekt-Lehrer(inne)n letztendlich durch ein Auswahlverfahren begrenzt werden mussten. Die Module spiegelten die unterschiedlichsten Sprachen und Aspekte von Religionen wieder und zeigten auch noch einmal den enormen Bedarf an interkultureller Elternarbeit auf: „Integration passiert nur mit den Eltern!“. (Zitat)

Ein besonders buntes und länderübergreifendes Projekt war die Umsetzung eines Deutsch-Französischen Zirkus-Projektes mit 54 Schülern aus Düren und Lens, Frankreich, das durch die sprachliche, zwischenmenschliche und kulturelle Vielfalt in einen „überwältigenden Gruppenbildungsprozess“ (Zitat) und die Begeisterung aller Beteiligten gemündet ist. In der Summe lässt sich sagen, dass die Projekte alle von der intensiven und engagierten Mitarbeit der Lehrer/-innen, der Schulleitung, der Eltern und der Begeisterung der Schüler/-innen in ihrer erfolgreichen Umsetzung abhängen – und somit Projekte entstehen konnten, die es in Zukunft zu verstetigen gilt, um die Interkulturalität in den Alltag der Schüler nachhaltig zu integrieren.

Zu den Rahmenbedingungen einer erfolgsversprechenden Projekt-Umsetzung lassen sich aus Sicht der beteiligten Schulleitungen und Lehrkräfte folgende Faktoren zusammenfassen:

  • Die aktive Unterstützung der Schulleitung und auch die Information der Lehrer auf einer breiten Basis sind wichtig.
  • Der persönliche Aufwand muss im Rahmen bleiben oder von vorneherein auf mehrere Schultern verteilt werden.
  • Die Finanzierung muss abgesichert und im vor hinein gut geklärt sein.
  • Tandem-Teams: Die Prozessbegleitung durch die Coache aus der Internationalen Jugendarbeit ist elementar für die Planung.
  • Der externe Blick und die Trainings-Angebote aus der Kooperation mit den Fachleuten der Jugendarbeit sind richtungsweisend.
  • Die Kosten dürfen je nach Schule für die Schüler/innen (z.B. bei Klassenfahrten) nicht zu hoch sein.

Zum Abschluss der Veranstaltung nehmen die Beteiligten mit, dass alle Schulen von dem Sinn und Zweck der IKUS-Projekte überzeugt sind und die Verstetigung und der Ausbau der Projekt-Module im Mittelpunkt stehen muss, um Schulen langfristig als Interkulturelles Lernfeld entwickeln zu können.



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