Melanie Welters

watch your web erreicht über 120.000 Jugendliche durch Kooperation mit YouTubern

Um möglichst viele Jugendliche über die bevorstehende Jugendkonferenz zum Thema Verbraucherschutz in der digitalen Welt – die „watchyourweb_Days2015“ – zu informieren, kooperierte das IJAB-Projekt "watch your web" erstmals mit fünf YouTubern, die in ihren Videos die Themen der Konferenz aufgriffen und Jugendliche zum Mitmachen aufforderten. Wie sich zeigte, ein innovativer, unterhaltsamer und erfolgreicher Weg Jugendliche im digitalen Zeitalter zu erreichen!

YouTube: RobBubble "Willkommen im Internet! #watchyourweb (Kooperation)"

Vom 31.  Oktober bis 1. November 2015 finden in Berlin die watch your web_Days 2015 statt. Auf der Jugendkonferenz zum Thema „Verbraucherschutz in der digitalen Welt“ werden 80 junge Menschen zusammenkommen, um gemeinsam eine Agenda mit Forderungen an die Politik zu entwickeln.  Zum Abschluss der Konferenz werden die Jugendlichen ihre Agenda zum Thema Daten- und Verbraucherschutz im Internet an Herrn Staatssekretär Billen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz übergeben.

Um die Zielgruppe bestmöglich zu erreichen, erprobte watch your web einen neuen Kommunikationskanal.  Zusätzlich zur Bewerbung der  Veranstaltung mittels Ankündigungen auf den IJAB-Webseiten, im Newsletter und der Versendung einer Pressemitteilung, startete das Projektteam eine Kampagne in Kooperation mit fünf YouTubern , die zeitgleich am 9. September 2015 ihre Videos auf YouTube veröffentlichten.

Die Videos behandeln je einen Aspekt aus den „watch your web“-Themengebiet Daten- und Verbraucherschutz im Internet. Bei der Umsetzung wurde den YouTubern freie Hand gelassen, um die Authentizität gegenüber ihren Fans und Followern aufrecht zu erhalten.  Zudem sprechen die YouTuber in ihren Videos die Kooperation mit „watch your web“ und weiteren YouTubern zu Beginn der Videos ausdrücklich an. Das jeweilige Thema steht in jedem Video im Vordergrund und erst gegen Ende der Videos rufen die YouTuber dazu auf, sich zu den watch your web_Days 2015 anzumelden. Auch wenn dies nur einen verhältnismäßig geringen Anteil der Videos ausmacht, konnte hierdurch ein bemerkenswerter Effekt erzielt werden:

Bereits nach 48 Stunden gingen 50 Anmeldungen von Jugendlichen zu den watch your web_Days 2015 ein, innerhalb einer Woche waren alle Plätze für die Jugendkonferenz vergeben. Die fünf Videos wurden innerhalb der ersten sieben Tage insgesamt über 90.000 Mal angesehen. Ein hoher Gesprächsbedarf seitens der Zielgruppe ließ sich anhand der rund 1.400 Kommentare erkennen, was sicherlich die Aktualität der angesprochenen Themen widerspiegelt.

Beispiele:

  • „Ich werde mich bemühen, an der Konferenz teilzunehmen. Warum ich gerade hin möchte? Ich stamme noch aus der Generation, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind, ich hatte meinen ersten PC erst mit 8. Des Weiteren, habe ich, im Vergleich mit der heutigen Generation, einen wesentlich skeptischen Umgang mit dem Internet und meinen Daten. Wer mich und meinen Kanal kennt, weiß, dass mir viel an der Freiheit aller Menschen liegt. Deshalb werde ich mich aktiv der Zensur des Internets entgegenstellen und alternative Lösungen suchen. Ich glaube übrigens nicht, dass wir die Probleme im Internet mit Zensur lösen können, irgendwie kommt man dann doch an die gesperrten Websites. Ich denke, nur durch Bildung und dem möglichst frühen heranführen an das Internet und seine Gefahren können wir Kinder und Jugendliche effektiv schützen. Und wir dürfen nicht vergessen, dass unser momentanes Jugendschutz-Gesetz, trotz, oder gerade weil es so streng ist, kaum Jugendliche davon abhält legale und illegale Drogen zu konsumieren. Verbote und Zensur bringen nichts, nur mit Bildung und Verständnis kann man Kinder und Jugendliche schützen.“ (Kommentar zu Video von Vegas Films)
  • „Mal wieder schöne Videos zu einem wichtigen Thema. Das Internet zensieren sollte nicht möglich sein. Finde diese watch your web days auch ziemlich cool, nur schade, dass ich nicht einfach mal so nach Berlin fahren kann^^“ (Kommentar zum Video von Rayk Anders)
  • „Sehr sehr gutes Video!!!! Ich finde es sehr gut, dass ihr das Thema behandelt, da es enorm präsent ist, allerdings dabei wenig beachtet wird.“ (Kommentar zum Video von Rayk Anders)
  • „Das Netz darf keine Rechtfertigung dafür sein, Grundrechte zu missachten.“ (Kommentar zum Video von Die Klugscheisserin)
  • „Endlich etwas über Datenschutz. Gerade bei WhatsApp und Facebook ist das ja den meisten egal, sogar, wenn man sie anspricht. Ich wehre mich seit Jahren gegen WhatsApp.“ (Kommentar zu Video von Vegas Films)

Auch aus den Anmeldeformularen für die watch your web Days_2015, in denen die Bewerber ihren Teilnahmewunsch kurz begründen sollen, geht ein sehr großes Interesse der jungen Menschen insbesondere für daten- und verbraucherschutzpolitische Themen im Internet hervor. Oftmals wurde durch Nennung des Begriffes „Neuland“ Bezug  auf die YouTube-Videos genommen, sodass ein direkter Zusammenhang zu der Wirksamkeit der Kooperation mit den YouTubern hergestellt werden kann.

Beispiele:

  •  „Es kann nicht angehen das unsere Daten einfach verkauft werden und weiter gegeben werden.“
  •  „Datenschutz geht jeden etwas an, deshalb möchte ich aktiv mitgestalten.“
  •  „Ich hoffe zusammen mit anderen Ideen und Vorschläge zu erarbeiten und neue Erkenntnisse zu gewinnen.“
  •  „Das Internet ist ein großer Teil meines Lebens. Warum nur zuschauen und nicht mitmachen ?“
  •  „Wenn ich das #Neuland Internet mitformen kann, so nehme ich diese Möglichkeit gerne wahr.“
  •  „Ich möchte nicht das meine Internetfreiheit von denen bestimmt wird die es als Neuland bezeichnen.“

Die 80 Teilnehmer/-innen  werden aus ganz Deutschland sowie aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein zu den watch your web_Days 2015 anreisen.

Die erfolgreiche YouTube-Kampagne  von „watch your web“ zeigt einen innovativen und effektiven Weg auf, Jugendliche im digitalen Zeitalter  zu erreichen. Eine Kooperation mit YouTubern ermöglicht es, die Zielgruppe junger Menschen auf visuelle und unterhaltsame Weise an ein Thema heranzuführen und innerhalb kürzester Zeit eine große Reichweite zu erzielen. Gleichzeitig bietet der Kommentarbereich unter den Videos eine Diskussionsplattform, durch die sich die Resonanz auf die Kampagne in Echtzeit mitverfolgen lässt.

Hier geht es zu den Kooperationsvideos (#watchyourweb):

Autorinnen: Melanie Welters und Gabriela Jäkel



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