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zur Übersicht Katrin Riß, Andreas Thimmel

Bilateraler Fachkräfteaustausch mit Spanien zum Thema Migration/Integration

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International
Bonn, 2010, S. 336-347

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationalen Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Fachkräfteaustausch zwischen Deutschland und Spanien in den Jahren von 2005 bis 2008 mit dem Themenschwerpunkt
»Migration und Integration«. In mehreren Seminaren und Projektbesuchen wurden die pädagogischen und sozialen Praxen sowie die Rahmenbedingungen deutscher und spanischer Migrationsarbeit diskutiert. Den mehrjährigen Themenzyklus organisierte auf deutscher Seite IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland. Partner auf der spanischen Seite war das Jugendinstitut Instituto de la Juventud – INJUVE. Im Rahmen des Projektzusammenhangs »JiVE – Jugendarbeit international – Vielfalt erleben« wurde der Fachkräfteaustausch von der Fachhochschule Köln wissenschaftlich begleitet.
Bei den deutschen Teilnehmenden wurde ein sehr starker Reflexionsprozess über die eigene Arbeit, Begrifflichkeit, Haltung bis hin zur Politisierung angestoßen. Eine vorher unhinterfragte kulturelle und professionelle »Dominanz« aufgrund des differenzierten und rechtlich geregelten Jugendhilfesystems wurde im Gruppenprozess mit den spanischen Teilnehmenden in Frage gestellt. Die deutschen Teilnehmenden lernten die Rolle, Präsenz, methodische Vielfalt, ethische Haltung und Relevanz von ehrenamtlichen bzw. zivilgesellschaftlichen Akteuren in der spanischen Migrationsarbeit kennen. Dies bezog sich auch auf den hohen Wert der Flüchtlingsarbeit. In der Reflexion der eigenen Arbeit entwickeln die deutschen Teilnehmenden auch soziale Phantasie um systembedingte Alltagsroutinen zu überwinden.
Die spanischen Teilnehmenden lernten das differenzierte professionelle deutsche Hilfesystem in Bezug auf Migranten und Migrantinnen als Teil der Migrationsarbeit und der Jugendhilfe kennen. Aus der unterschiedlichen Dauer der Migrationspolitik in beiden Ländern ergaben sich wichtige Hypothesen über den weiteren migrationspolitischen Verlauf in Spanien und entsprechende Reaktionen der Sozialen Arbeit. Es wurden Vorteile und unbeabsichtigte
Nebenfolgen einer zu starken Differenzierung und Fragmentierung der Diskurse und Praxen diskutiert.

Schlagwörter:
Bilateraler Fachkräfteaustausch, Migration, Spanien, Integration

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