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zur Übersicht Isabelle Krok, Barbara Rink, Kirsten Bruhns

Interkulturelle Kompetenz durch internationale Kinderbegegnung. Hauptstudie: Die Kinder im Mittelpunkt

Erschienen in:

München (Deutsches Jugendinstitut e.V.), 2010, S. 282

Medienart:
Forschungsbericht

Kurzbeschreibung:
Die Hauptstudie „Interkulturelle Kompetenz durch internationale Kinderbegegnung“ fragt nach den Potenzialen von internationalen Kinderbegegnungen für interkulturelles Lernen und die Entwicklung interkultureller Kompetenz bei acht- bis zwölfjährigen Kindern aus Deutschland.

Das Forschungsinteresse und die Fragestellungen der Untersuchung knüpfen an die Ergebnisse der Vorstudie "Interkulturelle Kompetenz durch internationale Kinderbegegnung" des Deutschen Jugendinstituts an. Die vorliegenden Ergebnisse verstärken die Annahme, dass Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren eine besonders geeignete Zielgruppe für den Beginn von interkulturellen Lernerfahrungen darstellen und internationale Kinderbegegnungen einen wichtigen Beitrag für den Erwerb interkultureller Kompetenz und gegen die Entwicklung fremdenfeindlicher Einstellungen leisten können.

"Die vorliegende Studie liefert zahlreiche Impulse für die Gestaltung und Umsetzung internationaler Kinderbegegnungen.

Deutlich wurde, dass die Erfahrungen, die Kinder in einer internationalen Kinderbegegnung machen, und die Lernerfolge, die sie erzielen können, Ergebnis eines komplexen Bedingungsgefüges sind, in dem die Persönlichkeit der Kinder, ihre interkulturellen Vorerfahrungen und individuellen Ressourcen sowie die Projektgestaltung und -umsetzung eng miteinander verknüpft sind. Gleichwohl lässt sich herausarbeiten, dass projektspezifische Bedingungen eine bedeutende Rolle dafür spielen, ob interkulturelles Lernen und Erleben für alle Teilnehmenden zur Alltäglichkeit und darüber eine Basis für den Erwerb interkultureller Kompetenz geschaffen wird.

Die Untersuchung bietet Anregungen für weitere Forschungsvorhaben im Praxisfeld internationaler Begegnungen. Die Motivation der Kinder zur Teilnahme an der Begegnung, die Rolle der Eltern und der Elternarbeit sowie eine vertiefte Fokussierung in Bezug auf die Vorerfahrungen für interkulturelles Lernen in internationalen Kinderbegegnungen eröffnen ebenso Forschungsperspektiven wie die Frage nach der Nachhaltigkeit interkulturellen Lernens in Begegnungen wie den untersuchten.

Die Studie liefert zudem als Teil des Strategievorhabens, das Praxisfeld der internationalen Kinderbegegnung weiterzuentwickeln, wertvolle Hinweise für die Konzeption zukünftiger Projekte und die Entwicklung einer Qualifikationsstrategie für Projektträger und -durchführende. Auf dem Hintergrund einer multikulturellen Gesellschaft und einer steigenden Aktualität des Themas ‚interkulturelle Kompetenz‘ weisen die Untersuchungsergebnisse schließlich auf politischen Handlungsbedarf hin. Die Befunde bieten Anregungen, um für Kinder in der Altersgruppe ab acht Jahren, unabhängig von ihrer sozioökonomischen Herkunft, durch politische Förderung die Möglichkeit zu schaffen, interkulturelles Lernen in internationalen Begegnungen zu erfahren."(S. 172f).

Die Studie ist Bestandteil der seit 2005 eingeleiteten Strategie des „Forscher-Praktiker-Dialogs Internationale Jugendarbeit“, das Praxisfeld der internationalen Kinderbegegnung weiterzuentwickeln und zu qualifizieren. Das Forschungsprojekt wird durch eine „Lenkungsgruppe - Internationale Kinderbegegnung“ begleitet. In der Lenkungsgruppe sind folgende Einrichtungen vertreten: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V., CISV Germany e.V., Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar, BAG Kinder- und Jugenderholungszentren Deutschland e.V., IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., transfer e.V.

Schlagwörter:
Jugendforschung, Internationale Kinderbegegnungen, Interkulturelle Kompetenz

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