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zur Übersicht Ursula Mosebach

Jugend auf der Suche nach Identität: Bieten Workcamps dazu eine Orientierung?

Erschienen in:
ssip bulletin 60
Saarbrücken/Fort Lauderdale, 1991, Heft: 60, S. 1-270

Medienart:
Dissertation

Herausgeber:
Ssip, Sozialwissenschaftlicher Studienkreis für internationale Probleme e.V.

Heftnummer:
Heftnummer: 60

Kurzbeschreibung:
Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse der Jugend- und Austauschforschung beschäftigt sich die Autorin in ihrer Dissertation mit dem Anspruch internationaler Jugendgemeinschaftsdienste (Fokus auf Workcamps) sowie der Realität der praktischen Einsätze. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickelt sie daraufhin ein pädagogisches Konzept zur Teilnehmer/innenvorbereitung, das eine Unterstützung der Entwicklung der Identität in der Jugendphase leisten soll.
Nach dem Einleitungskapitel, in dem Problemstellung, wissenschaftliche Ansätze und Methoden sowie Rahmenbegriffe vorgestellt werden, widmet sich die Autorin im zweiten Kapitel der Vorstellung, Kategorisierung und dem Vergleich der didaktischen Konzepte von Veranstaltern internationaler Jugendgemeinschaftsdienste und stellt diese konkreten Erkenntnissen aus Teilnehmerberichten gegenüber.
Im dritten Kapitel stellt sie psychologische und soziologische Identitätstheorien in Bezug auf ihre Relevanz für die Jugendphase dar, um im vierten Kapitel auf die Modifikation der jugendlichen Identität in fremdkulturellen Situationen einzugehen (Ausbildung nationaler Identitäten, Auswirkungen kultureller Überschneidungs- und Begegnungssituationen auf das Bewusstsein und die Psyche der Teilnehmenden) und die Ergebnisse anhand der Zielsetzungen der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste zu reflektieren. Sie stellt fest, dass viele Jugendliche aufgrund ihres Entwicklungsstandes noch nicht über die erforderlichen Entwicklungskompetenzen verfügen, um die mit einem Jugendgemeinschaftsdienst verknüpften Erwartungen voll zu erfüllen.
Da die Autorin jedoch die Teilnahme an einem Workcamp als mögliche Orientierungshilfe für die Identitätsentwicklung der Teilnehmenden ansieht, wenn sie von pädagogisch qualifizierten Teamer(inne)n Unterstützung erfahren, entwickelt sie im Abschlusskapitel ihrer Arbeit, entsprechend der Phasen der interkulturellen Begegnung (Vorbereitung in nationaler Gruppe, Kennen lernen in internationaler Gruppe, Differenzierungs- Experimentierphase, Anpassungs-, Abschieds- und Wiedereingewöhnungsphase), ein didaktisches Vorbereitungs- und Begleitkonzept und schließt mit einer kritischen Reflektion der Qualifizierung der Leiter/innen von Workcamps.

Schlagwörter:
Jugendforschung, Kulturelle Identität, Pädagogik, Persönlichkeitsentwicklung , Workcamp

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