Forschungsdatenbank

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zur Übersicht Roland Becker, Heike Brandes, Ulrich Bunjes, Werner Wüstendörfer

Lern- und Bildungsprozesse im Europäischen Freiwilligendienst

Erschienen in:

Bonn, 2000, S. 120

Medienart:
Forschungsbericht

Herausgeber:
JUGEND für Europa - Deutsche Agentur JUGEND

Kurzbeschreibung:
Die Studie wurde vom „Deutschen Büro Jugend für Europa“ beim Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden welche Auswirkungen der „Europäische Freiwilligendienst” auf die TeilnehmerInnen hat: Sie sollte auch ermitteln, welche Kompetenzen, Qualifikationen, Erfahrungen und Kenntnisse erworben werden und welche Faktoren für diese Lern- und Bildungsprozesse förderlich sind.

Als wichtigstes Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die größten Kompetenzgewinne der Freiwilligen durch die Teilnahme am EFD im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung zu suchen sind. Viele Jugendliche finden hier erstmals die Gelegenheit, ihr Leben weitgehend selbstständig zu gestalten.

Als wichtigstes Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die größten Kompetenzgewinne der Freiwilligen durch die Teilnahme am EFD im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung zu suchen sind. Viele Jugendliche finden hier erstmals die Gelegenheit, ihr Leben weitgehend selbstständig zu gestalten.
Das „Auf-sich-selbst-gestellt-Sein” in einem Land, dessen Sprache die Jugendlichen zumeist nur unvollkommen beherrschen, sowie die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Tätigkeitsbereich der Einsatzstelle ermöglichen es ihnen kaum, „aus dem Feld zu gehen”. Vielmehr sehen sie sich gezwungen, Probleme anzugehen, sich anderen verständlich zu machen und nicht zuletzt auch, mit sich selbst und anderen geduldiger zu werden und ihnen zuzuhören – Begriffe, die in den Antworten immer wieder auftauchen.

Die Herausforderung, sowohl passivrezeptive als auch aktiv-handlungsorientierte persönliche Qualitäten zu entwickeln, führt erstaunlicherweise in der Regel nicht zu einer Überforderung, sondern forciert die persönliche Reifung in einem für die Freiwilligen selbst bemerkenswerten Umfang.

Neben den im engeren Sinne persönlichkeitsbildenden Kompetenzen kommt – erwartungsgemäß – dem Bereich interkulturelles Lernen eine besondere Bedeutung zu. Es ist allerdings durchaus bemerkenswert, dass dieser dem internationalen Charakter des Freiwilligendienstes geschuldete „europäische Mehrwert” ohne das Durchleben nennenswerter persönlicher Krisen erreicht zu werden scheint.

Demgegenüber treten instrumentelle Fähigkeiten wie Spracherwerb, Teamfähigkeit und Flexibilität als berufliche Qualifikationen deutlich in den Hintergrund.

(Aus dem Vorwort und der Zusammenfassung)

Schlagwörter:
Europäischer Freiwilligendienst, Forschung

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