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Evaluation deutsch-tschechischer Projekte im Vorschulbereich. Zusammenfassung der Ergebnisse

Erschienen in:

Regensburg, 2011, S. 26

Medienart:
Forschungsbericht

Kurzbeschreibung:
In der vorliegenden Untersuchung wurden Erzieherinnen, Eltern, Kinder und Vertreter der Träger von Kindergärten dazu befragt, welche Wirkungen die in ihrer Einrichtung durchgeführten deutsch-tschechischen Aktivitäten, wie z. B. Sprachunterricht, Begegnungsmaßnahmen oder regelmäßiger Austausch der Kinder, erzielen können. Die Ergebnisse machen deutlich, dass neben einer breiten Zustimmung und einer insgesamt guten Gesamtbewertung aller Befragten vielfältige Wirkungen bei den Kindern durch die Aktivitäten zustande kommen. 66 % der 57 befragten Erzieherinnen stimmen zu, dass positive Wirkungen bzgl. Akzeptanz und Erwerb der Nachbarsprache (Deutsch oder Tschechisch) zu verzeichnen sind. Die Kinder (ca. 254 Befragte) stimmen zu 91 % zu, dass sie Tschechisch / Deutsch mögen und auch Worte, Reime und Lieder in der Fremdsprache können. Einen positiven Effekt auf Kommunikations- und Kontaktfähigkeiten bei den Kindern beobachten 69 % der Erzieherinnen und 53 % der Eltern (209 Befragte). Die Kinder selbst geben zu 79 % an, dass sie tschechische/deutsche Freunde und Freundinnen haben, mit Kindern aus dem Nachbarland spielen und sich freuen, wenn diese zu Besuch kommen. Einen großen Effekt verzeichnen die Erzieherinnen im Bereich des interkulturellen Lernens bei den Kindern. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass mit den Maßnahmen die intendierten Ziele erreicht werden können. Interessant sind zusätzlich „Nebenwirkungen“, die bei den Erzieherinnen und Eltern auftreten. Bei über 90 % der Erzieherinnen führten die Aktivitäten zu neuen Ideen für die Arbeit, zu einem Gefühl, etwas Sinnhaftes für die Kinder und die Eltern zu tun und zu guten Kontakten zu Kolleginnen aus dem Nachbarland. Enorme 71 % wurden animiert, selbst Deutsch bzw. Tschechisch zu erlernen, was 69 % auch tun. Eine Mehrbelastung bei 45 % der Befragten durch die Aktivitäten ist ebenfalls als Wirkung zu verzeichnen. Auch die Eltern profitieren von den Aktivitäten im Kindergarten. Über 50 % geben an, dass sich das Gefühl von Nachbarschaft verstärkt hat und das Bild vom Nachbarland positiv beeinflusst wurde. Das Interesse für die Nachbarsprache verstärkte sich bei 47 % und immerhin 11 % erlernen diese nun. Auch Freunde und Bekannte aus dem Nachbarland wurden bei 14 % der Befragten durch die deutsch-tschechischen Aktivitäten gewonnen. Am wirkungsvollsten haben sich Aktivitäten erwiesen, die eine bilinguale Erziehung ermöglichen, und Angebote, die neben gezieltem Sprachunterricht auch einen regelmäßigen Austausch der Kinder oder gelegentliche Begegnungen (z. B. zu Festen) anbieten. Die Träger geben positive Wirkungen auf die Region (79 %), auf die Profilstärkung der Einrichtung (97 %) sowie deren Ansehen und Bekanntheit in der Region an. Von 45 % der 27 Befragten werden aber auch Nachteile (finanziell, personell, organisatorischer Art) gesehen. (Aus der Zusammenfassung der Ergebnisse)

Schlagwörter:
Evaluation, Vorschulerziehung , Internationale Kinderbegegnungen, Deutsch-tschechischer Jugendaustausch, Zweisprachigkeit, Sprachförderung, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Kommunikation, Kindergarten

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