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zur Übersicht Matthias Otten

Qualitätssicherung in internationalen Netzwerken. Kriterien und Instrumente für die Prozess- und Qualitätsentwicklung.

Erschienen in:
No. 1/2004
ohne Ortsangabe, 2004, Heft: No. 1/2004, S. 18

Medienart:
Forschungsbericht

Herausgeber:
Forscher-Praktiker-Dialog Internationale Jugendbegegnung

Heftnummer:
Heftnummer: No. 1/2004

Kurzbeschreibung:
Der von M. Otten formulierte Abschlussbericht fasst die Ergebnisse des im Rahmen des Forscher-Praktiker-Dialogs entstandenen Forschungsprojektes zur Qualitätssicherung in Netzwerken der internationalen Jugendarbeit (06.2003 - 02.2004) zusammen. Die Ausformulierung von Richtlinien und Qualitätsstandards wurde anhand einer Erprobung bereits bestehender Kriterien und Instrumente am Beispiel des bilateralen deutsch-südafrikanischen Netzwerkes (SAGENET) exemplarisch mit dem Ziel durchgeführt, die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere multilaterale, europäische Netzwerke zu übertragen. Hierfür wurde zu Projektbeginn eine Expertenrunde berufen, die einen Katalog zu Qualitätskriterien für internationale Netzwerke erstellte, der wiederum als Grundlage für die Selbstevaluation des SAGENET im Hinblick auf seine Merkmale und auf eine systematische Reflexion seiner Stärken und Schwächen diente. Dadurch sollte die Brauchbarkeit allgemeiner Kriterien überprüft, die praktische Handhabung der Evaluationsinstrumente erprobt und die Perspektiven einer systematischen Qualitätsentwicklung internationaler Netzwerke definiert werden. Dieses Self-Assessment wurde im September 2003 in einer Planungskonferenz in Kapstadt durchgeführt und mündete in einem 20-seitigen Report. Anfang 2004 kam es darauf aufbauend zu einem zweiten Treffen der Expertengruppe, die sich zur Diskussion der Ergebnisse und zur Formulierung gemeinsamer „Empfehlungen für Netzwerke der internationalen Jugendarbeit“ zusammenfand. Die Auseinandersetzung zur Entwicklung und Diskussion allgemeiner Qualitätskriterien kennzeichnete sich dabei durch eine umfassende Beschäftigung mit den unterschiedlichen Typen von Netzwerken, seinen genuinen Abgrenzungsmerkmalen oder seinen nationalen und internationalen Vernetzungsebenen, um nur einige zu nennen. Im Hinblick auf die Handhabung und Generalisierung der bei SAGENET verwendeten Evaluationsinstrumente wurde ausführlich der Zusammenhang zwischen kultureller Bias und Objektivierung offen gelegt, um dann eine Überarbeitung des Kriterienkataloges vorzunehmen. Ergebnis dessen waren die fünf definierten Kriterien einer erfolgreichen internationalen Netzwerkarbeit: Kommunikations- und Koordinationsstrukturen (1), Aktive Beteiligung und Umsetzung (2), Institutionelle Verankerung und Verbindlichkeit (3), Mehrwert, Entwicklung und Lernprozesse (4) und Gemeinsame Ziele und Leitbilder (5). Dieses Instrumentarium an Kriterien ist nach Otten allerdings nicht als Auswahl-Assessment zu verstehen, sondern sollte eher als Förder-Assessment fungieren, um Orientierungen für die Analyse von Stärken und Schwächen im Netzwerk zu erkennen und gezielt zu verbessern.

Schlagwörter:
Forscher-Praktiker-Dialog, Internationale Jugendarbeit, Qualitätssicherung, Qualitätsstandards, Qualitätsentwicklung

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