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zur Übersicht Michael Weichbrodt

Ein Leben lang mobil? Langfristige Schüleraustauschprogramme und die spätere Mobilität der Teilnehmer als Element gesellschaftlicher Transnationalisierung

Erschienen in:

Münster, 2014, S. 311

Medienart:
Dissertation

Herausgeber:
Wissenschaftliche Schriften der WWU Münster, Reihe VII, Band 13

Kurzbeschreibung:
Die Dissertation untersucht die Bedeutung von bildungsbezogenen Auslandsaufenthalten als Element gesellschaftlicher Transnationalisierung (Pries, Mau) am Beispiel des langfristigen Schüleraustauschs. Dazu wurden ehemalige Austauschschüler zu ihrer weiteren Mobilität und ihren sozialen Praktiken befragt (30 qualitative Interviews sowie quantitative Online-Umfrage mit >3.000 TN). Zur theoretischen Einbet-tung wurden weiterhin die Konzepte Transkulturalität (Welsch) und Kosmopolitismus (Beck, Appiah) nutzbar gemacht.

Im Ergebnis zeigt sich, dass ehemalige Austauschschüler meist sehr mobil sind und erneut Auslandserfahrung sammeln. Für einige wird diese Suche nach Fremdheitserfahrungen zum Teil der Identität. Darüber hinaus tragen sie durch ihre alltäglichen, transnationalen sozialen Praktiken (Mobilität, Mediennutzung, familiäre und freundschaftliche Netzwerke) zur gesellschaftlichen Transnationalisierung bei. Die Untersuchung liegt damit im Zentrum der aktuellen Debatte um Raum und Mobilität und leistet einen Beitrag für die aktuelle wissenschaftliche Diskussion in Sozial- und Bildungsgeographie sowie für Geographien der Jugend. Durch die interdisziplinäre Herangehensweise bietet das Buch ebenso einen Zugang für Soziologie, Pädagogik und Psychologie.

Darüber hinaus leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Praxis des Schüleraustauschs. Zum ersten Mal werden sowohl die zahlenmäßige historische Entwicklung der Schüleraustauschprogramme als auch die organisatorische Gliederung der Austauschbranche umfassend dargestellt. Themen wie weitere Mobilitätsoptionen, Mediennutzung im und nach dem Austausch sowie interkulturelle und kosmopolitische Lernerfahrungen werden ausführlich ausgewertet. Daraus lassen sich konkrete Empfehlungen für Praktiker ableiten, um Programme und Betreuungsformate zu verbessern. Auch für zukünftige und ehemalige Austauschschüler bietet das Buch einen Ansatz, die Erfahrungen eines Austauschjahres gesellschaftlich einzuordnen.

Schlagwörter:
Schüleraustausch, Mobilität, Transnationalität

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