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zur Übersicht Alexander Thomas, Heike Abt, Ulrike de Ponte

Schule und Internationale Jugendarbeit: Prozessverläufe und Resultate einer Bildungskooperation

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2011-2012
Bonn, 2012, S. 330-353

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Der vorliegende Beitrag berichtet über Ziele, Entwicklungen und Ergebnisse eines dreijährigen Pilotprojekts an Schulen im Regierungsbezirk Köln zur Entdeckung, Gestaltung und Entwicklung von Schule als interkulturelles Erfahrungs-, Lern- und Handlungsfeld. Da im Regierungsbezirk Köln im Schnitt bis zu 50 % der Schüler einen nichtdeutschen lebensbiografischen Hintergrund und eine entsprechende Sozialisationsgeschichte mitbringen, spielen kulturelle Unterschiede im schulischen Alltag an diesen Schulen eine wichtige Rolle. Oft werden diese Unterschiede aber als Problem und nicht als Lernchance gesehen.

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Personen, die schon früh interkulturelle Erfahrungen gemacht haben, im Verlauf ihrer akademischen und beruflichen Ausbildung mehr profitieren als jene ohne solche Vorerfahrungen. Dies trifft auch für Menschen zu, die im Rahmen ihrer Grundausbildung, der beruflichen Ausbildung und ihrer Berufstätigkeit häufig mit Personen zu tun haben, die eine nichtdeutsche biografische Entwicklung aufweisen. Diese entwickeln schon früh eine gewisse Sensibilität für kulturelle Unterschiede und sind auch eher in der Lage, durch diese Unterschiede bedingte Irritationen, Orientierungsverluste und Konflikte zu verarbeiten. Es liegt also nahe zu erkunden, welche interkulturellen Erfahrungs-, Lern- und Handlungsmöglichkeiten Schulen für alle Schüler im Rahmen ihrer vielfältigen Aktivitäten zu bieten in der Lage sind.

Das Pilotprojekt »Interkulturelles Lernfeld Schule (IKUS)« weist insofern noch eine weitere Besonderheit auf, als erstmalig Fachkräfte aus dem Bereich der Internationalen Jugendarbeit und Lehrer, die sich für die interkulturelle Thematik an Schulen interessieren, in Form von Tandems über drei Jahre hinweg zusammengearbeitet haben. Sie haben ihre jeweiligen Ressourcen so gebündelt, dass sie in der Lage waren, ihre Schule auf interkulturelle Lernmöglichkeiten hin zu analysieren, aus den dabei gesammelten Erfahrungen Lern-, Prozess- und Informationsmodule zur Entwicklung interkultureller Kompetenz zu entwickeln, diese Module auf ihre Lerneffizienz hin zu erproben und sie in die jeweilige Schulkultur zu verankern.

Berichtet wird über die Ziele, Strukturmerkmale, Verlaufsprozess, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung,
die Art und Wirkungen der Module sowie die Konsequenzen und Gelingensbedingungen zur Förderung interkultureller Kompetenz an Schulen.

Schlagwörter:
Kooperation, Formale Bildung, Internationale Jugendarbeit, Kooperation Schule-Jugendarbeit

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