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zur Übersicht Anne Sorge

Anerkennungsverfahren und -instrumente non-formalen und informellen Lernens – Versuch einer Systematisierung

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2011-2012
Bonn, 2012, S. 298-316

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Die Anerkennung non-formalen und informellen Lernens und des Kompetenzgewinns junger Menschen in der außerschulischen Jugendarbeit erhält derzeit eine besondere Aufmerksamkeit. Im Zusammenhang mit der Diskussion um Anerkennungsstrategien werden häufig Kompetenznachweise, Bilanzen und Portfolios als Königsweg der Anerkennung non-formalen und informellen Lernens genannt. Sie sind seit rund zehn Jahren in vielfältigen Bereichen neu entstanden und entwickelt worden. Nur wenigen gelingt ein Überblick über die Instrumente, häufig sind Jugendliche, Fachkräfte in der Jugendarbeit sowie politisch Verantwortliche aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Nachweisarten überfordert. Welche Nachweise sind für welche Zielgruppen geeignet? Wie aufwändig ist das Nachweisverfahren? Welche Ziele verfolgt das jeweilige Verfahren? Welche Lernprozesse unterstützt das Verfahren? Dieser Beitrag möchte einen Systematisierungsvorschlag für die unübersichtliche Passlandschaft machen und über die Kernziele und methodische Herangehensweise unterschiedlicher Nachweissysteme aufklären.

In der Anerkennungsdebatte und verstärkt durch die derzeitigen Bemühungen, non-formalen und informellen Lernergebnissen aus der außerschulischen Jugendarbeit einen gleichberechtigten Platz neben der formalen Bildung im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zu geben, mehren sich kritische Stimmen, die Anerkennungsinstrumenten eine einseitige Fokussierung auf die Beschäftigungsfähigkeit (employability) junger Menschen und die Verwertbarkeit ihrer in der Jugendarbeit und im Engagement erworbenen Kompetenzen für die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes und als Ausgleich für Fehlentwicklungen im Bildungssystem vorwerfen. Eine derartige Kritik wird den entwickelten Anerkennungsinstrumenten in der Regel nicht gerecht. Oftmals bezieht sich diese Sichtweise weniger auf die Instrumente selbst, als auf verkürzt und einseitig ausgerichtet wahrgenommene Anerkennungsstrategien.
Daher widmet sich dieser Beitrag in einem zweiten Teil systematisch den vier Dimensionen der Anerkennung non-formalen und informellen Lernens und zeigt neben den Nachweissystemen weitere Anerkennungsformen und -instrumente auf, die bereits implementiert sind und verdeutlicht, in welchen Dimensionen weiterer Handlungsbedarf besteht.

Schlagwörter:
Anerkennung non-formaler Bildung, Non-formale Bildung, Non-formales Lernen

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