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zur Übersicht Alexander Thomas

Entwicklung und Gestaltung einer multikulturellen Identität durch internationale Jugendbegegnungen

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2013-2015
Bonn, 2015, S. 186-202

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Studien zur Wirkung internationaler Jugendbegegnungen kurzzeitiger (2–4 Wochen) oder langfristiger (6–12 Monate) Art weisen immer wieder nach, dass die Jugendlichen eine für sie völlig neue Art der Horizonterweiterung erfahren, sich ihr Blick auf das eigene Land verändert und eine neue Welterfahrung und -offenheit erreicht wird. Das Interesse an Ländern und Kulturen nimmt zu, die Motivation zu weiteren Kontakten mit ausländischen Partnern und Reisen in fremde Länder wächst. Diese Erfahrungen fallen in eine Zeit biografisch bedingter Entwicklungen, in der sich die personale und soziale Identität aufbaut und festigt. Durch die Interaktion mit anderen Personen, die sich zum Vergleich anbieten, entwickeln Jugendliche eine Vorstellung davon, wie sie sich selbst aus ihrer biografischen Entwicklung heraus wahrnehmen und verstehen. Neben anderen Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, personale Fähigkeiten, Kompetenzen sind hierbei auch Ethnizität, soziale Herkunft, Nationalität und Gruppenzugehörigkeit von besonderer Bedeutung. Der Aufbau eines gesicherten Selbstkonzepts und Selbstwertgefühls sowie die Ausbildung realistischer Kontrollüberzeugungen spielen bei der Entwicklung der Identität eine wichtige Rolle.

In diesem Beitrag wird auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Identitätsthematik und besonders der Entwicklung personaler und sozialer Identität im Kontext der sich durch Internationalisierung und Globalisierung unserer Gesellschaft ergebenden Herausforderung der Frage nachgegangen, wie sich eine multikulturelle Identität als Resultat internationaler Jugendbegegnungen ausbilden kann und wie diese beschaffen sein könnte. Pädagogisch durchdachte, den Entwicklungsphasen der Jugendlichen angepasste und entsprechend moderierte internationale Jugendbegegnungsprogramme bieten eine einzigartige Erlebnis- und Lernumgebung und ein entsprechendes eigenständig zu gestaltendes Handlungsfeld, das besonders in Verbindung mit Teilnehmenden unterschiedlicher kultureller Herkunft den Aufbau einer multikulturellen Identität ermöglicht. So wird schon in jungen Jahren ein Denken, Empfinden und Handeln in globalen Dimensionen gefördert, was wiederum der Sensibilität und Motivation zum Aufbau interkultureller Handlungskompetenz zugute kommt.

Schlagwörter:
Kulturelle Identität, Wirkung, Persönlichkeitsentwicklung

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