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Integration und Chancengleichheit fördern. Ein deutsch-französisches Netzwerk zum Austausch von beispielhaften Initiativen auf regionaler und lokaler Ebene

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2008-2010
Bonn, 2010, S. 68-78

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Das deutsch-französische Netzwerk »Integration und Chancengleichheit, Berlin/Brandenburg-Paris/Ile de France zur Förderung beispielhafter Initiativen auf regionaler und lokaler Ebene« des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und der Stiftung Genshagen verbindet seit 2006 circa 70 Akteure aus Projektpraxis, Wissenschaft und Politik. Ziel dieser Initiative ist es, eine Plattform für Akteure zu schaffen, die auf dem Feld der Integration und der Chancengleichheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus benachteiligten Verhältnissen tätig sind. Ihnen soll die Möglichkeit zum Austausch über konkrete Ansätze, Methoden und Projekte, zur interkulturellen Weiterbildung sowie zur Entwicklung gemeinsamer Projekte gegeben werden. Dabei ist es den Initiatoren insbesondere wichtig zu zeigen, welche beispielhaften Erfahrungen und Initiativen es gibt und wie diese gegebenenfalls übertragen werden können, um so nachhaltige Synergieeffekte zu schaffen. Die konkrete Umsetzung erfolgt durch Tagungen, Fortbildungen, einer Datenbank und einen monatlichen Newsletter. Seit der Gründung sind circa 25 Projekte im Rahmen des Netzwerkes entstanden, und circa 500 benachteiligte Jugendliche (überwiegend mit Migrationshintergrund) konnten von einer deutschen oder französischen Mobilitätserfahrung profitieren. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Begegnungen waren dabei Migrationsgeschichte, kulturelles Bewusstsein, Identitätsarbeit, Wahrnehmung, Vorurteile, Gleichberechtigung der Geschlechter, verschiedene Diskriminierungsformen, Gewaltprävention, soziale und interkulturelle Kompetenz, Berufsorientierung, kulturelle Bildung, bürgerschaftliches Engagement und Partizipation. Durch die Heterogenität der Netzwerkmitglieder auf allen möglichen Ebenen (Institution, Träger, Herkunft, Erfahrung) ist ein kontinuierlicher Erfahrungsaustausch entstanden und ein reichhaltiger interkultureller Lernprozess, der nicht nur die deutsch-französischen Projekte der Tandems inspiriert, sondern auch pädagogisches Handwerkszeug und nachhaltige Methoden für die alltägliche Arbeit mit den Jugendlichen liefert und somit auch eine Qualitätssteigerung der lokalen Praxis bedingt. Dies kann wiederum einen Beitrag zu positiven Entwicklungen in benachteiligten Sozialräumen leisten und existierenden Ausgrenzungsmechanismen entgegenwirken.

Schlagwörter:
Inklusion, Benachteiligte Jugendliche, Netzwerk, Integration, Chancengleichheit, Interkulturelle Jugendarbeit, Deutsch-französischer Jugendaustausch

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