Forschungsdatenbank

BildImage: Feng Yu #1632201 Fotolia
zur Übersicht Knut Möller

Gemeinnützigkeit als Qualitätsmerkmal? Ein Beitrag zur Diskussion über Qualität im Schüleraustausch

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2008-2010
Bonn, 2010, S. 363-380

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Die Teilnehmerzahl an Schüleraustauschprogrammen ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Knapp 20.000 Jugendliche aus Deutschland leben jährlich bei einer Gastfamilie in einem anderen Land und besuchen dort für ein halbes oder meistens für ein ganzes Jahr eine Schule. Auf dem Markt der Anbieter bewegen sich mehr als 50 Organisationen. Wie können Schüler und Eltern, die sich für solche Programme interessieren, den richtigen Anbieter auswählen? Woran ist die Qualität der Angebote zu messen? In dem Beitrag wird erläutert, wie die Qualität von einjährigen Schüleraustauschprogrammen bestimmt werden kann und welche Schwierigkeiten es dabei gibt. Ein Schwerpunkt liegt darauf, die strukturellen und die konkreten Vorzüge darzustellen, die die Programme von gemeinnützigen Anbietern – in der Regel eingetragenen Vereinen – gegenüber denen von kommerziellen Anbietern – in der Regel GmbH – haben. Es wird die These vertreten, dass es für den Schüleraustausch bisher weder brauchbare Qualitätskriterien noch eine anerkannte Qualitätsdefinition gibt. Es wird dargestellt, welche Autoren sich zu dem Thema in Deutschland bisher geäußert haben und welche Kriterienlisten sie vorlegen. Diese Ansätze werden einer Kritik unterzogen, wobei die Schwierigkeiten diskutiert werden, die es bei der Messung von pädagogischen Dienstleistungen im Allgemeinen und der von Schüleraustauschprogrammen im Besonderen gibt. Zudem wird die Frage diskutiert, ob die Einführung eines Qualitätssiegels (wie etwa für Au-Pair-Programme oder den Freiwilligendienst) sinnvoll wäre und welche Schwierigkeiten es dabei gäbe. Der Autor bietet die Qualitätsziele des Deutschen YFU Komitees als eine geeignete Kriterienliste an, und er stellt das Qualitätssicherungssystem der Organisation vor. Abschließend wird dazu eingeladen, die Diskussion über die Definition eines Qualitätsbegriffes für Schüleraustauschprogramme und eine Verständigung auf konkrete und möglichst messbare Qualitätskriterien fortzusetzen. Aufgerufen dazu sind die Anbieter von Programmen, deren Dachorganisationen, die unabhängigen Beobachter des Marktes und selbstverständlich auch IJAB und die wissenschaftliche Austauschforschung.

Schlagwörter:
Schüleraustausch, Qualitätsstandards, Qualität , Qualitätsmanagement

PDF des Artikels (pdf 543,13 kb)
Download

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter