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zur Übersicht Judith Dubiski

Institutionelle Diskriminierung in der Internationalen Jugendarbeit?

Erschienen in:
Forum Jugendarbeit International 2008-2010
Bonn, 2010, S. 385-397

Medienart:
Aufsatz

Herausgeber:
IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Kurzbeschreibung:
Die Mehrheit der Teilnehmenden an Internationaler Jugendarbeit ist, so lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen grob zusammenfassen, weiblichen Geschlechts, besucht ein Gymnasium, hat keinen Migrationshintergrund und stammt aus einem Elternhaus mit höherem Bildungsstatus. Auch diesem Bereich der non-formalen Bildung gelingt es also offensichtlich nicht, Jugendliche aus allen Teilen der Bevölkerung in gleicher Weise zu integrieren. Es ist daher zu untersuchen, warum die Teilnehmenden-Gruppen von Maßnahmen der internationalen Jugendarbeit sich so zusammensetzen, wie sie sich zusammensetzen und warum bestimmte Teile der Bevölkerung weniger Zugang zu diesem Bildungsbereich haben als andere. Erklärungen für die ungleiche Beteiligung soll dabei aber nicht – wie so oft – ausschließlich bei den Jugendlichen und ihren Eltern gesucht werden, die »kein Interesse« haben oder »den Sinn internationaler Erfahrungen nicht sehen«. Stattdessen sind die Strukturen der internationalen Jugendarbeit zu betrachten, ihre Handlungsmechanismen und Routinen, welche ihrem Ziel nach zwar niemanden benachteiligen sollen, möglicherweise aber dennoch bestimmte Zielgruppen bevorzugen und andere ausschließen. Dabei wird deutlich, dass Benachteiligung auf sehr unterschiedlichen Ebenen zu analysieren und zu verhindern ist: Zum einen auf einer organisatorischen und praktischen Ebene des alltäglichen Handelns, das durch äußere Bedingungen wie finanzielle und personelle Ressourcen geprägt ist, zum zweiten auf der Ebene der nachträglichen Begründung und Rechtfertigung von Mechanismen und Routinen der eigenen Arbeit, sowie drittens auf der Ebene des gesellschaftlichen Diskurses, in den die internationale Jugendarbeit eingebunden ist.

Schlagwörter:
Theorie der Internationalen Jugendarbeit, Internationale Jugendarbeit, Inklusion, Benachteiligte Jugendliche, Benachteiligung

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