Christian Herrmann

Freiwillig, international, mobil: Ergebnisse der Konsultation zur Mobilität junger Freiwilliger

Im Mittelpunkt einer deutschlandweiten Konsultation des Strukturierten Dialogs stand die Frage, wie mehr junge Menschen motiviert werden können, als Freiwillige ins Ausland zu gehen. In den vergangenen beiden Monaten wurden die Antworten und Vorschläge von Jugendlichen und Jugendgruppen gesammelt. Das Ergebnis zeigt: Freiwilliges Engagement im Ausland ist für junge Menschen ein Thema, damit aber möglichst viele die Angebote wahrnehmen, müsste an den Rahmenbedingungen Einiges verbessert werden.

BildImage: sewaburkina   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC BY-NC-SA 3.0

Die Ergebnisse in Kürze

Die Konsultationsteilnehmer/-innen sind der Meinung, dass Auslandsaufenthalte für viele Jugendliche generell ein Thema seien und sie sich dafür grundsätzlich interessierten. Allerdings seien aber Schul- oder Studierendenaustausche populärer als Freiwilligendienste oder andere Formen des freiwilligen Engagements im Ausland. Das freiwillige Engagement im Ausland hätte vielfach noch ein „Exotenimage“. 

Für Jugendliche bestünden viele Möglichkeiten, einen Freiwilligendienst o.ä. im Ausland zu engagieren, aber vielen jungen Menschen fehlt es nach Ansicht der Konsultationsteilnehmer/-innen an entsprechenden Informationen. Als weiteres Hindernis wird die Frage der Finanzierung genannt.

Um mehr junge Menschen zu motivieren, als Freiwillige ins Ausland zu gehen, 

  • bräuchte diese Form des Engagements mehr Anerkennung, 
  • müsste mehr und besser über Angebote informiert werden,
  • müssten Programme alle Jugendlichen ansprechen, 
  • müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden,
  • sollte das Lernen von Fremdsprachen gefördert werden und
  • sollte die Kosten für die jungen Freiwilligen gering gehalten werden.

>>  Die Zusammenfassung der Konsultationsergebnisse zum Download

Das Ergebnis der Online-Abstimmung

In einer zweiten Konsultationsphase hatten die Konsultationsteilnehmer/-innen erstmals die Möglichkeit, mittels einer Online-Abstimmung die gesammelten Beiträge zu bewerten. Diese Bewertungen bildeten die Grundlage für die Zusammenfassung.

>> Das Ergebnis der Online-Abstimmung
>> Alle Beiträge der Konsultationsteilnehmer/-innen

Was mit den Konsultationsergebnissen passiert

Die Konsultationsergebnisse fließen als ein Element der Jugendbeteiligung in den Bericht der deutschen Regierung in den 2012 erscheinenden EU-Jugendbericht ein. Sie sind dort explizit als Beitrag junger Menschen gekennzeichnet. Darüber hinaus wird das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Antworten in seine Aktivitäten zur Förderung der internationalen Mobilität junger Freiwilliger einbeziehen. 

Der EU-Jugendbericht wird alle drei Jahre erstellt. Er gibt u.a. einen Überblick über die Lebenslagen junger Menschen in der Europäischen Union und zeigt auf, was die Mitgliedstaaten in den letzten Jahren getan haben, um die sogenannte EU-Jugendstrategie umzusetzen. Bei der Erstellung des EU-Jugendberichts sollen explizit auch die Meinungen von Jugendlichen und Jugendorganisationen einbezogen werden.

Quelle: Koordinierungsstelle "Strukturierter Dialog"



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