Marie-Luise Dreber

IJAB journal 1/2011: Im Fokus "Mobilität für junge Menschen mit Benachteiligungen"

Die aktuelle Ausgabe des IJAB journals beleuchtet unter anderem die Chancen, die internationale Mobilität auch und gerade für Jugendliche mit Benachteiligungen haben kann. Interessierte können das IJAB journal kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.

Cover IJAB journal
BildImage: toolklickit/Fotolia

Internationale Mobilität ermöglicht jungen Menschen in sehr unterschiedlichen Formaten Entfaltung, Kompetenzerwerb und die persönliche Entwicklung. Jedes Jahr beteiligen sich mehrere tausend Jugendliche an Programmen der außerschulischen internationalen Jugendarbeit wie bi- und multilaterale Jugendbegegnungen, internationale Workcamps oder freiwillige Dienste im Ausland. Sie setzen sich, pädagogisch begleitet, mit fremden und eigenen nationalstaatlichen, kulturellen und anderen Zuschreibungen und Prägungen auseinander und reflektieren diese.

Diese Ausgabe des IJAB-Journals beleuchtet die Chancen, die internationale Mobilität auch und gerade für Jugendliche mit Benachteiligungen haben kann. Doch wen bezeichnet der Begriff „benachteiligte Jugendliche“ und welche Erfordernisse ergeben sich aus der Praxis für die Zielgruppe? Lesen Sie dazu eine Begriffsdefinition von Prof. Thimmel, Fachhochschule Köln, und Einschätzungen aus der Sicht des EUProgramms JUGEND IN AKTION sowie Erfahrungsberichte von Akteuren der internationalen Jugendarbeit. Deutlich wird: non-formales und informelles Lernen bietet benachteiligten Jugendlichen große Lernpotenziale.

Zu einem wichtigen Protagonisten in diesem Themenkomplex gehört auch die Europäische Union. Pascal Lejeune von der Europäischen Kommission beschreibt in einem Interview, welche jugendpolitischen Strategien die EU mit der neuen Leitinitiative „Youth on the Move“ verbindet und wie sie die Mobilität zu Lernzwecken bei jungen Menschen auch mit Benachteiligungen fördern will.

Aber nicht nur die EU, auch Bund und Länder diskutieren neue Angebote zur besseren sozialen und beruflichen Integration junger Menschen einschließlich transnationaler Mobilität. Wie Lutz Stroppe, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ausführt, sollen insbesondere auch benachteiligte junge Menschen und Jugendliche mit Migrationshintergrund gefördert werden, die von den regulären Angeboten bisher nicht oder nur unzureichend erreicht werden. Die Initiative JUGEND STÄRKEN soll dazu den Ländern und Kommunen neue Impulse geben.

Das BMFSFJ fördert ebenso die neue jugendpolitische Initiative „Kommune goes International“, mit der IJAB und JUGEND für Europa, unterstützt von den Kommunalen Spitzenverbänden, die internationale Jugendarbeit auf kommunaler Ebene stärken und benachteiligten Jugendlichen einen neuen Zugang ermöglichen wollen.

Wie Austausch- und Mobilitätsvorhaben die Beschäftigungschancen benachteiligter Jugendlicher und arbeitsloser junger Erwachsener erhöhen können, zeigt der Blick auf das Programm „IdA – Integration durch Austausch“ bei dem deutschlandweit rund 70 Projektverbünde zusammenarbeiten.

Außerdem wirft das aktuelle IJAB journal  einen Blick auf die Chancen, die internationale Jugendarbeit Jugendlichen mit Behinderung bietet, selbst oder gerade wenn sie nicht explizit als Zielgruppe angesprochen werden.

Jedoch zeigt es sich immer wieder, dass nicht allen Jugendlichen der Weg ins Ausland offen steht. Hier bietet Eurodesk die Qualifizierung zu Mobilitätslotsinnen und -lotsen an, um Jugendliche besser zu unterstützen.

In dieser Ausgabe finden Sie außerdem einen Bericht  über die Europäische Konferenz des Forscher-Praktiker-Dialogs in Budapest, bei der es gelungen ist, den in Deutschland etablierten Austausch zwischen Forschung und Praxis im Bereich der internationalen Jugendarbeit auf die europäische Ebene auszuweiten.

Und auch die Kooperation von Jugendarbeit und Schule wird in den Blick genommen, die sich zu einem eigenen Aufgabenfeld entwickelt. Eine bundesweite Konferenz in Berlin, bei der IJAB als Mitveranstalter agierte, ermöglichte den Diskurs über aktuelle Erfahrungswerte und künftige Herausforderungen moderner Kooperationsansätze in der nicht-formalen und formalen Bildung. Die wichtigsten Ergebnisse wurden hier  für Sie zusammengefasst.

>> In der Rubrik Publikationen können Sie das aktuelle IJAB journal kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen.



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