Reinhard Schwalbach

International Youth Policy Dialogue gestartet – Leitende Fachkräfte der Jugendpolitik aus 10 Ländern trafen sich in Berlin

Auf Einladung der Direktorin von IJAB, Marie-Luise Dreber, eröffneten dreizehn leitende Fachkräfte zentraler nationaler Institutionen im Bereich Jugend ihren gemeinsamen Dialog zu aktuellen Themen der Jugendpolitik und Jugendarbeit. Vertreten waren vom 09. – 11.09.2015 in Berlin Expert(inn)en aus Estland, Finnland, Slowakei, Portugal, Schweden, Flandern (Belgien), Wales und Schottland (Vereinigtes Königreich), Deutschland und Japan sowie von der EU-CoE-Youth-Partnership.

Vier Personen im Gespräch
BildImage: David Ausserhofer

Der International Youth Policy Dialogue (IYPD) will ein informelles Netzwerk sein, in dem „Jugendarbeit“ (im Internationalen wird „Youth Work“ als weiter Begriff genutzt, der auch die Implementierung von Jugendpolitik mit einschließt) in all seinen Aspekten und unterschiedlichen nationalen Ausformungen Gegenstand des Austausches ist. Die Beteiligten möchten in diesem Kreise einander zuhören, Raum für neue Ideen schaffen, voneinander lernen und sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Gespräche führten durch die Erfahrungen – mit Niederlagen und Erfolgen – der diversen nationalen Jugendpolitiken, beleuchteten deren Schwerpunkte wie Übergänge ins Arbeitsleben, Mobbing, Beteiligung, Arbeiten unter Bedingungen der Sparpolitik, Stärkung kommunaler Jugendarbeit, demografische Herausforderungen, Qualität der Arbeit, Anerkennung der Leistungen der Jugendhilfe, Information und Beratung junger Menschen.

Die Fachkräfte waren sich einig darin, dass Jugendarbeit/Jugendhilfe strukturell und finanziell abgesichert sein muss und längerfristiger Strategien bedarf. In einzelnen Ländern hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass der Sektor Jugendarbeit mit einer Stimme spricht und Visionen und Missionen entwickelt. Neben den o.g. Themen will sich die Runde bald mit der Situation junger Flüchtlinge, junger Muslime, Big Data in der wissensbasierten Jugendpolitik und möglicher bi- und multilateraler Zusammenarbeit beschäftigen.

Die Teilnehmenden werteten die gemeinsamen Tage in Berlin als große Bereicherung, die wenigsten kannten sich aus vorherigen Treffen. Es wurden neue Kommunikationsstränge eröffnet, neue Inspirationen gesammelt ohne das Rad neu zu erfinden. Der "International Youth Policy Dialogue" (IYPD) soll bereits im Frühjahr 2016 fortgesetzt werden und seinen informellen Charakter beibehalten.

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0


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