Christian Herrmann

Konferenzdokumentation weist Wege zur Sichtbarkeit Internationaler Jugendarbeit

Internationaler Austausch bietet jungen Menschen Lern- und Handlungsräume. Nur, wer weiß davon und schätzt es wert? Eine Konferenz in Berlin ist im Oktober letzten Jahres der Frage nachgegangen, wie die Sichtbarkeit Internationaler Jugendarbeit erhöht werden kann. Mögliche Antworten sind jetzt in einer Dokumentation erschienen.

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BildImage: Odetta Cantana, Christian Herrmann

Wie kann die Sichtbarkeit des internationalen Austauschs erhöht und seine Bedeutung vermittelt werden? Wie kann Anerkennung der internationalen Jugendarbeit als nicht-formales Bildungsangebot gestärkt werden? Mit diesen Fragen hat sich die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte IJAB-Initiative „Aktionsbündnis Anerkennung International“ von 2015 bis 2017 auseinandergesetzt. Eine neue Veröffentlichung dokumentiert die Ergebnisse der internationalen Konferenz "Lernort Internationale Jugendarbeit - Anerkennung der Potentiale für Individuum und Gesellschaft" vom 23. Oktober 2017 und gibt damit mögliche Antworten auf die angesprochenen Fragen.

Zwei Themenpanels der Konferenz spiegelten die wesentlichen Themenstränge des Aktionsbündnisses wieder: die gesellschaftliche Anerkennung des internationalen Jugendaustauschs und die Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen.

Gesellschaftliche Anerkennung von internationalem Jugendaustausch

Wie lässt sich die eigene Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll mit einer übergreifenden, breiteren Kommunikationsstrategie verbinden? Wie kann die Lobbyarbeit strategisch gestaltet werden? Wie erreiche ich mit meinen Botschaften politische Entscheidungsträger und öffentliche Verwaltungsstrukturen? Anhand von nationalen wie internationalen Good-Practice-Beispielen wurde gezeigt, wie mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit in diesem Bereich Fortschritte erzielt werden können.

Anerkennung von non-formalen und informellen Kompetenzen

Die pädagogische Qualität und die fachliche Weiterentwicklung des internationalen Austauschs sind wichtige Fundamente der Arbeit. Aus dem Feld der pädagogischen Praxis wurden Instrumente und aktuelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert. Dies betraf Fragen der Qualitätsentwicklung mit Nachweisinstrumenten, die Fachdebatte rund um den Deutschen Qualifikationsrahmen und die Verortung von Kompetenzen darin ebenso wie eine breitere Diskussion um die vielfältige Nachweislandschaft in Deutschland und mögliche Entwicklungswege darin.

Gemeinsam mehr erreichen

Grenzen und Abgrenzung waren auch in dieser Konferenz an einigen Stellen wichtige Prozesse der Selbstvergewisserung des Arbeitsfeldes. Die Trennung von Professionen und Arbeitsfeldern, wie der Jugendsozialarbeit, dem schulischen Austausch oder der beruflichen Bildung blieben für einige Teilnehmende weiterhin identitätsstiftende Denkmuster. So kam der Apell der Fachexperten auf dem Podium nicht von ungefähr, diese Diskussionen zu überwinden und sich weniger in der Abgrenzung zu verlieren, denn gemeinsam voranzukommen.

>> zum Download der Dokumentation

Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0


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