Christian Herrmann

Kooperation will gut geplant sein

Zwölf Projekte der Internationalen Jugendarbeit werden von 2014 bis 2016 durch den Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert. Zu ihnen gehört "Die Jugendaktie. Im Ausland unterwegs – Talente entdecken!" der Schweriner Bildungswerkstatt. Projektleiter Ralph Meisel berichtet über die Planung von interkulturellen Kochworkshops, die in diesem Zusammenhang entstanden.

4 Personen sitzen an einem Tisch
BildImage: Schweriner Bildungswerkstatt e.V.

Jugend isst anders als andere Generationen. Das ist der Ausgangspunkt für das Projekt "Taste of Youth", abgekürzt TOY, das Teil der Jugendaktie ist und in dessen Mittelpunkt drei interkulturelle Kochworkshops stehen. Beteiligt sind Jugendliche aus Schwerin, Rumänien und Litauen, die eigene und fremde Ess-Traditionen und Jugendkulturen erkunden.

Ohne einen vorbereitenden Planungsbesuch lässt sich ein internationales Jugendbegegnungsprojekt - zumal mit 3 Partnern - nur schwer erfolgreich organisieren. Dafür sind viele Fragen zu klären, unter anderem:

  • Wie arbeiten wir zusammen?
  • Wer sind die Teilnehmenden aus den jeweiligen Ländern? Wie können wir sie frühzeitig einbinden, ihnen Gestaltungsmöglichkeiten geben?
  • Wie gestalten wir das Programm konkret? Wo liegen die Interessen der beteiligten Jugendlichen? Was wollen und können sie selbst einbringen zum Gelingen des Projektes?
  • Wer ist im Betreuerteam? Wie sollen die Betreuer vor Ort zusammenarbeiten?
  • Welche Anreise- und Abreisemodalitäten der Gruppen sind zu beachten?
  • Wie sieht die Partnerschaftsvereinbarung aus? Wie sind die Kosten- und Finanzierungsstrukturen? Welche Zahlungsbedingungen untereinander soll es geben, um Leistungen in den jeweiligen Ländern zu bezahlen?

So trafen sich vom 12. bis 13. August 2015 in Schwerin Jugendliche und Jugendleiter aus Deutschland, Rumänien und Litauen, um gemeinsam drei europäische Jugendbegegnungen zum Thema Jugendkultur und Essen vorzubereiten. Neben den allgemeinen Fragen des Projektmanagements ging es auch darum, zusätzlich zu Erasmus+ weitere Unterstützer für das Projekt zu gewinnen. Dazu wurden während der Zeit erste vielversprechende Gespräche mit zwei Unternehmen der Ernährungswirtschaft aus der Region geführt, um sie für eine soziale Kooperation zur Förderung des Projekts zu gewinnen und dies über die „Jugendaktie. Im Ausland unterwegs – Talente entdecken“ zu präsentieren.

Im Mittelpunkt des Jugendaustausches  stehen drei interkulturelle Kochworkshops in den Partnerländern, in denen sich Jugendliche aus drei Nationen treffen und gemeinsam kochen, gemeinsam über Jugendesskultur in Europa reflektieren, eine interkulturelle Sammlung von Rezepten und Zubereitungsarten für Zuhause erstellen.

Das Projektkonzept bezieht sich darauf, dass die größte Jugendgeneration aller Zeiten in Europa heranwächst, aber Studien belegen, dass Jugendliche in Europa viel ungesünder als alle Generationen vor ihnen leben. Die Folge: körperliche und psychische Erkrankungen nehmen stark zu. Jugendliche benötigen einen Reflexionsraum, um sich ihrer gesundheitlichen Interessen altersgemäß bewusst werden zu können. Ernährung schafft neben dem Sattwerden kulturelle, soziale und personale Identität. Jugendesskultur prägt sogar vermittelt über das Marketing der Ernährungsindustrie die Gesellschaft mit. Jugendliches Essverhalten lässt sich nicht auf Fastfood–Kultur reduzieren, es ist vielschichtiger und auch Ausdruck eines eigenen Lebensstils.

Mehr Informationen:
http://www.jugendaktie.de/
Ansprechpartner: Ralph Meisel, Schweriner Bildungswerkstatt e.V.
Tel +49 (0) 385 6171416
r.meisel@DontReadMesbwev.de

Quelle: Ralph Meisel, Schweriner Bildungswerkstatt e.V.



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