Kerstin Giebel

Ab sofort: Interessensbekundungsverfahren zur Teilnahme am Projekt „Internationalisierung von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe“

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland lädt hiermit Träger der Kinder- und Jugendhilfe herzlich ein, sich für die Teilnahme am Projekt „Modellentwicklung: Internationalisierung von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe“ (2016 bis 2017) im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens zu bewerben, um die internationale Dimension ihrer Arbeit zu stärken.

BildImage: Julien Eichinger - Fotolia

Ziel und Inhalt des Projekts

Jugendmobilität wird insbesondere durch Träger der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt. Jedoch sind die Träger häufig auf Strukturen im eigenen nationalstaatlichen Rahmen fokussiert. Für die Verankerung einer internationalen Dimension in der Kinder- und Jugendhilfe bedarf es einer entsprechenden Bereitschaft der Träger. Das Bewusstsein für den Wert grenzüberschreitenden Austauschs muss gefördert werden und der europäische und internationale Austausch in den Arbeitsgrundlagen einer Organisation etabliert werden. Hierzu gehören vor allem eine internationale und interkulturelle Öffnung der Organisation in ihren Leitlinien, Arbeitsweisen und Angeboten sowie der Aufbau von internationalen Partnerstrukturen und Netzwerken.

Im Zusammenwirken von IJAB, Trägervertreter(inne)n der Kinder- und Jugendhilfe, erfahrenen Coaches und Forscher(inne)n sollen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen von Organisations- und Personalentwicklungsprozessen unterstützt werden, eine internationale Dimension zu ihrer Organisation zu entwickeln und diese dauerhaft zu implementieren.

Trägerspezifisches Coaching

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse aus der Fachkräftewerkstatt „Von der Vision zur Tat. Entwicklung eines Konzepts zur Internationalisierung von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe“ (Hannover, Juni 2015) erhalten ausgewählte Träger der Kinder- und Jugendhilfe über einen Zeitraum von 2 Jahren (2016 bis 2017) die Möglichkeit, durch ein trägerspezifisches Coaching Prozesse zur Internationalisierung der eigenen Institution in Gang zu setzen bzw. zu vertiefen und durch externe Impulse zu ersten sichtbaren Erfolgen zu gelangen. Dabei geht es im Besonderen um Prozesse im Sinne der Organisations-, Personal- und Qualitätsentwicklung. Jedem Träger steht ein erfahrener Coach zur Seite. Dieser erklärt sich bereit, pro Kalenderjahr drei Vor-Ort-Besuche zu realisieren. Darüber hinaus ist er / sie telefonisch oder über Online-Medien beratend tätig. IJAB trägt Sorge für die Auswahl, das Briefing der Coaches und schließlich das Matching zwischen Träger und Coach. Die konkreten Vor-Ort-Termine handeln Trägervertreter/in und Coach eigenständig untereinander aus.

Die Coaching-Prozesse sind eingebettet in einen Gesamtfahrplan, der von IJAB gesteuert wird:

  • Im März 2016 findet ein Auftakt-Treffen aller Coaches und Forscher/-innen in Bonn statt.
  • Im Winter 2016 wird eine Zwischenauswertung durchgeführt. Diese soll erste Zwischenergebnisse liefern und das Ziel für 2017 schärfen.

Wissenschaftliche Begleitung der Coaching-Prozesse

Die Coachings werden von einer Universität wissenschaftlich begleitet. Untersucht werden Wirkungen und Gelingensbedingungen der einzelnen Coaching-Prozesse, die zum Ende ausgewertet und im Rahmen von allgemeinen Handlungsempfehlungen zusammengefasst werden. Ziel ist es, ein breit angelegtes Coaching-Angebot zu schaffen, dass nach der Erprobungsphase verstetigt werden kann.

Die am Vorhaben beteiligte Universität inkl. Projekt „Forschung und Praxis im Dialog“ sowie IJAB selbst verpflichten sich zum vertrauensvollen Umgang mit den Daten. Beobachtungsprotokolle werden anonymisiert, sodass keinerlei Rückschlüsse auf den Träger möglich sind. Gleiches gilt für Zwischen- und Abschlussberichte an IJAB und Fördergeber.

Teilnahmekriterien / -voraussetzungen für Träger

Teilnahmeberechtigt sind Träger, die folgenden Kriterien erfüllen und nachweisen können:

  • Anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland
  • Begründetes Interesse am Aufbau einer Willkommenskultur innerhalb der eigenen Institution
  • Bereitschaft, das Coaching über den Zeitraum von 2016 bis 2017 zu vollziehen (vorbehaltlich der Bewilligung für 2017).
  • Bereitschaft zur Teilnahme an der wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität
  • Benennung einer Kontaktperson zur weiteren Abstimmung der Prozesse.

Ressourcen- und Kostenstruktur des Modellvorhabens 2016:

Das Gesamtvorhaben wird aus Mitteln des Bundes gefördert. Das BMFSFJ hat in Aussicht gestellt, die erforderlichen Summen auch in 2017 zur Verfügung zu haben.

IJAB gewährleistet die Finanzierung der Vor-Ort-Besuche durch den Coach (Fahrtkosten, Unterkunft, Verpflegung des Coaches, sowie Sachkosten in begrenztem Umfang) und die Honorierung der Coaching-Tätigkeit in 2016. Außerdem stellt IJAB die erforderlichen Mittel für die wissenschaftliche Begleitung bereit.  
Die betreffenden Träger müssen keine unmittelbaren Projektkosten vorhalten. Sie sind jedoch dafür verantwortlich, mindestens eine Person zu benennen, die sich gegenüber IJAB für den Prozess verantwortlich erklärt und als Bindeglied zwischen Träger, Coach und Universität fungiert.

Es wird erwartet, dass die Person in die Bildungsarbeit des Trägers eingebunden ist (haupt- oder ehrenamtlich) und innerhalb der eigenen Trägerstruktur Rückhalt für das Vorhaben erhält. Dazu gehört vor allem die Absicherung, dass entsprechende Vor-Ort-Besuche kontinuierlich mit eben diesem/dieser Trägervertreter/in stattfinden können.   

Bitte bewerben Sie sich formlos per Mail bei giebel@DontReadMeijab.de . Darüber hinaus legen Sie bitte in einem Motivationsschreiben (1 bis 2 A4-Seiten) dar, warum Sie diesen Prozess angehen möchten und wo Ihr Träger Ihrer Meinung nach im Kontext dieser Thematik momentan steht. Falls Ihre Institution Teil einer Landes- oder Bundesverbandsstruktur der Kinder- und Jugendhilfe ist, wäre diese Information für uns sehr hilfreich. 

Bewerbungsschluss ist der 2. März 2016.

Sie erhalten von uns zeitnah eine Eingangsbestätigung per Mail.
Sobald das Auswahlverfahren abgeschlossen ist, werden wir die Träger direkt kontaktieren.
Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie bei Kerstin Giebel, Tel. 0228 9506 223, giebel@DontReadMeijab.de .

Diesen Text als pdf herunterladen >>> bitte hier klicken!

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung CC BY 3.0


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