Kerstin Giebel

Startschuss für nominierte Träger im Rahmen des Projekts „Modellentwicklung zur Etablierung einer internationalen Leitkultur in Organisationen und Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe“

Das Interessenbekundungsverfahren zum Projekt „Modellentwicklung zur Etablierung einer internationalen Leitkultur in Organisationen und Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe“ von IJAB ist abgeschlossen. Im Zusammenwirken von IJAB, Trägervertreter(inne)n der Kinder- und Jugendhilfe, erfahrenen Coaches und Forscher(inne)n sollen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe im Rahmen von Organisations- und Personalentwicklungsprozessen unterstützt werden, eine internationale Dimension zu ihrer Organisation zu entwickeln und diese dauerhaft zu implementieren.

BildImage: Julien Eichinger - Fotolia

Vom Moment der Bekanntmachung hin bis zum Bewerbungsschluss am 2. März 2016 wurden mehr als 50 Beratungsgespräche mit Trägervertreter(inne)n durch IJAB auf telefonischem Wege geführt. Zum Stichtag 2. März 2016 hatten 38 Träger formal ihr Interesse bekundet.

Teilnahmeberechtigt waren bzw. sind Träger, die folgende Kriterien erfüllen und nachweisen können:

  • anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland,
  • begründetes Interesse am Aufbau einer Willkommenskultur innerhalb der eigenen Institution,
  • Bereitschaft, das Coaching über den Zeitraum von 2016 bis 2017 zu vollziehen (vorbehaltlich der Bewilligung für 2017),
  • Bereitschaft zur Teilnahme an der wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität Frankfurt/Main,
  • Benennung einer Kontaktperson zur weiteren Abstimmung der Prozesse.

Neben diesen formalen Teilnahmevoraussetzungen wurden weitere Kriterien für die Auswahl zugrunde gelegt:

  • regionale bzw. geografische Streuung innerhalb Deutschlands,
  • Berücksichtigung von stark ehrenamtlich agierenden (zumeist kleineren) Trägern gegenüber maßgeblich hauptamtlich Agierenden (alternative Formulierung: Berücksichtigung des Personalschlüssels Hauptamt versus Ehrenamt),
  • Berücksichtigung von 1-2 Trägern, die bereits an der Fachkräftewerkstatt teilgenommen haben,
  • Berücksichtigung von Trägern, die mit besonderen Zielgruppen arbeiten (Jugendliche im ländlichen Raum, Jugendliche mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen etc.),
  • Einbeziehung von Trägern, die bis dato keine bzw. wenig Erfahrung in Internationaler Jugendarbeit haben.

Im Zuge der Auswahlphase wurden 5 Träger nominiert. Diese sind:

  • Arbeitskreis Musik in der Jugend (AMJ)
  • IB West gGmbH für Bildung und soziale Dienste
  • Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern (SJMV)
  • THW-Jugend, Landesverband Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt
  • Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gemeinnützige GmbH.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren und der Sozialpädagogischen Forschungsstelle der Goethe-Universität Frankfurt/ Main, die die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens übernommen hat.

Die enorme Resonanz auf die Ausschreibung bestärkt IJAB bei dem Vorhaben. Sie zeigt aber auch, dass es bis dato an geeigneten Angeboten mangelt, um flächendeckend derartige Prozesse anzugehen und durch externe Strukturen zu begleiten. Diesen Bedarf möchte IJAB aufgreifen und mit bundesweit agierenden Strukturen in den Dialog treten, um auszuloten, wie es gelingen kann, ein trägerübergreifendes Netzwerk aufzubauen und flächendeckende Unterstützung durch geeignete Träger sicherzustellen.

IJAB wird an geeigneter Stelle über die weiteren Prozesse berichten. Es ist geplant, im Zuge der Trägerkonferenz am 1. und 2. Juni 2016 dazu zu referieren und im nächsten IJAB journal das Konzept und erste Schritte der Umsetzung zu skizzieren.



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