Dr. Dirk Hänisch

Konferenzdokumentation von IJAB und JUGEND für Europa unterstreicht: Non-formales Lernen stärker anerkennen!

Die Anerkennung von nicht formalem Lernen und internationaler Jugendarbeit war Thema einer zweitägigen internationalen Fachtagung von IJAB und JUGEND für Europa unter dem Titel „Grenzüberschreitende Mobilität als Lernort und die Dimensionen seiner Anerkennung", die am 3. und 4. Dezember 2012 in Düsseldorf stattfand. Jetzt liegt die komplette zweisprachige Online-Dokumentation vor.

Hintergrund der Konferenz war vor allem die Erkenntnis, dass in der formalen und beruflichen Bildung, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft die Potenziale der europäischen und internationalen Jugendarbeit als Räume für non-formales und informelles Lernen zu wenig wahrgenommen werden. Daher ist die Stärkung, Anerkennung und Sichtbarmachung der europäischen und internationalen Jugendarbeit als Lernort ein wichtiges jugend- und bildungspolitisches Ziel, das im Rahmen verschiedener Initiativen wie der Entwicklung einer eigenständigen Jugendpolitik, der Umsetzung der EU-Jugendstrategie, der Zusammenarbeit von non-formaler und formaler Bildung und Entwicklung eines Deutschen Qualifikationsrahmens eine zentrale Rolle spielt.

Die Debatte um die Anerkennung non-formaler und informeller Lernerfahrungen aus der Jugendarbeit hat zehn Jahre nach deren Beginn eine neue Qualität erreicht, was nicht bedeutet, dass sie damit bereits "behoben" wäre. Natürlich sind in der praktischen Umsetzung der Youthpass – als europäisches Instrument des Programms JUGEND IN AKTION - und die Nachweise International von IJAB – als nationales Instrumentarium zur Anerkennung in Deutschland erfolgreiche Instrumente. Sie erkennen Lernerfahrungen an und machen diese sichtbar, dienen generell der Qualitätsverbesserung von Projekten und dem Kompetenzerwerb Einzelner in Projekten grenzüberschreitender Mobilität. Aber die Anerkennungsfrage lässt sich nicht allein mit Nachweisinstrumenten beantworten. Die Anerkennung non-formalen und informellen Lernens und von Jugendarbeit hat darüber hinaus noch weitere wichtige Dimensionen.

Auf der zweitägigen internationalen Fachtagung wurden durch Referent(inn)en, Podiumsgespräche und Arbeitsgruppen die verschiedenen Facetten des Themas beleuchtet, aktuelle Entwicklungen dargestellt und die vier Dimensionen der Anerkennung für die internationale Jugendarbeit diskutiert – die formale, die gesellschaftliche, die persönliche und die politische –, genauer in den Blick genommen und die aktuellen Entwicklungen gesichtet.

Die zweisprachige Online-Dokumentation stellt auf 145 Seiten die Vorträge der Referent(inn)en, die Inhalte der Diskussionen und die konkreten Ergebnisse und Empfehlungen der Konferenz vor, wie die Anerkennung non-formaler und informeller Bildung gestärkt und grenzüberschreitende Mobilität als Lernort sichtbarer gemacht werden kann.

(Text aus der Einleitung zur Dokumentation)

Link zum Download der Dokumentation (pdf, 7.6 MB): bitte hier klicken!

ijab.de-Links zu den Berichten über die internationale Konferenz:

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell CC BY-NC 3.0


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