Christoph Bruners

VISION:INKLUSION: Expert(inn)engruppe nimmt ihre Arbeit auf

Der Startschuss des IJAB-Projekts VISION:INKLUSION fiel bereits im September 2015. Nun hat sich in Köln erstmals eine Gruppe von Expertinnen und Experten getroffen, die das Projekt begleitet, berät und mitgestaltet.

Christof Kriege, Elżbieta Kosek, Christian Papadopoulos, Ulrike Werner, Rebecca Daniel, Stefanie Vogt, Andreas Gaudzinski, Christoph Bruners (IJAB) und Alexander Westheide (v.l.n.r.)

Das IJAB Projekt VISION:INKLUSION entwickelt in den kommenden zwei Jahren eine Inklusionsstrategie für die Internationale Jugendarbeit. Neben internationalen Impulsen werden dazu auch nationale Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengefasst, analysiert und aufbereitet. Fachlich unterstützt und begleitet wird das Projekt dabei von einer Expert(inn)engruppe, die sich nun zu ihrer konstituierenden Sitzung in der Jugendherberge Köln- Deutz traf. Zusammengesetzt ist das Gremium aus Vertreter/-innen der Internationalen Jugendarbeit, von Selbstorganisationen, Behindertenhilfe, Wissenschaft und Verwaltung, die sich mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bzw. mit der inklusiven Gestaltung non-formaler Bildung beschäftigen.

Nach einer Begrüßung durch die Projektverantwortlichen Ulrike Werner und Christoph Bruners und einer Einführung in den Ablauf der ersten Sitzung startete das Treffen mit einer Vorstellungsrunde der 11 teilnehmenden Expertinnen und Experten, bei dem neben dem jeweiligen institutionellen und fachlichen Hintergrund auch aktuelle Aktivitäten im Breich Inklusion präsentiert wurden. Dabei wurde deutlich, dass unterschiedlichste Erfahrungen und Hintergründe mitbracht werden, was für die weitere Arbeit der Gruppe sehr wertvoll ist.

In ihrem Überblick zur Besetzung, dem Selbstverständnis und den Aufgaben der Expert(inn)en-Gruppe beleuchtete Ulrike Werner die zentralen Ziele, die mit der Etablierung des Gremiums verfolgt werden: Die fachliche Begleitung und Mitgestaltung des Projekts VISION:INKLUSION, sowie die Vernetzung und Schaffung von Synergien. Dabei fungiert die Expert(inn)engruppe als Bindeglied in verschiedene gesellschaftliche Bereiche. Auf dieser Basis wurde verabredet bei künftigen Treffen der Gruppe weitere Expert(inn)en einzuladen, um somit je nach Schwerpunktsetzung der jeweiligen Sitzung weitere Potentiale und Erfahrungen in die Arbeit einfließen zu lassen.

Ein kurzer Rückblick auf die Auftaktveranstaltung im September 2015 in Berlin gab allen noch mal die Möglichkeit, den Ablauf und die Inhalte der Tagung Revue passieren zu lassen und gemeinsam einen ersten Blick auf die dieses Jahr anstehende Zwischentagung zu werfen: Die vom 21. bis 22. September in Mainz stattfindende und international ausgerichtete Tagung wird vor allem den Informationsaustausch mit Organisationen bzw. Strukturen in Ländern thematisieren, die bereits Erfahrungen mit der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in der Jugendarbeit gesammelt haben. Durch verschiedene IJAB Veranstaltungen kann dabei auf bereits bestehenden internationalen Kontakte zurückgriffen werden.

Doch besonders wichtig sind an dieser Stelle vor allem die Kontakte und Verbindungen ins Ausland die Mitglieder der Expert(inn)engruppe einbringen können.

Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Treffens der Expert(inn)engruppe lag im Austausch zu wichtigen Elementen einer zukünftigen Inklusions-Strategie. VISION:INKLUSION orientiert sich dabei an den Dimensionen des Index für Inklusion: Inklusive Kulturen schaffen, inklusive Strukturen etablieren und inklusive Praktiken entwickeln. Die Einteilung in diese Struktur ermöglichte es, Schritt für Schritt eine Mindmap zu erstellen, auf der wesentliche Aspekte zu den drei Dimensionen fixiert wurden. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmenden nutzte auch hier der gemeinsamen Diskussion.
 
Das erste Treffen der Expert(inn)gruppe zeigte deutlich, dass die Etablierung diese Gremiums wichtig und richtig ist: Eine solche Gruppe gibt es im Bereich der Internationalen Jugendarbeit bisher nicht. Neben der Vernetzung untereinander, wird hier der Rahmen dafür gesteckt, einen gemeinsamen Aktionsplan für die Internationale Jugendarbeit zu entwickeln. Damit ist die Expert(inn)engruppe ein Kernelement von VISION:INKLUSION. Der Termin für das nächste Treffen wurde bereits vereinbart, womit der Weiterarbeit nichts im Wege steht.

Die Mitglieder der Expert(inn)engruppe:

  • Aktion Mensch
    Alexander Westheide
  • BAG Kathol. Jugendreisen – Projekt „Einfach weg  Auf zu inklusiven Kinder- und Jugendreisen“
    Martina Drabner, Guido Frank
  • bezev – Kompetenzzentrum „weltwärts alle inklusive!
    Rebecca Daniel
  • BMFSFJ
    Andrea Balbach
  • Designbar Consulting – barrierefrei gestalten und kommunizieren
    Christian Papadopoulos
  • Deutsche Gehörlosen Jugend
    Robert Jasko, Andreas Gaudzinski
  • IJAB
    Ulrike Werner, Christoph Bruners
  • Kreisau-Initiative e.V.
    Elżbieta Kosek
  • Nationalagentur JUGEND für Europa
    Christof Kriege
  • TH Köln
    Stefanie Vogt, Judith Dubiski
Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell CC BY-NC 3.0


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