Dr. Dirk Hänisch

IJAB-Mitglieder erörtern Perspektiven der deutsch-griechischen jugendpolitischen Zusammenarbeit

Die IJAB-Mitgliederversammlung am 27. Mai 2014 diskutierte aktuelle Fragestellungen im Zusammenhang mit der zukünftigen deutsch-griechischen jugendpolitischen Zusammenarbeit. Weitere Diskussionsthemen waren die Schlussfolgerungen aus der Evaluation des Kinder- und Jugendplans (KJP) des Bundes im Bereich internationale Jugendarbeit und dessen Neuausrichtung.

Der Vorsitzende von IJAB, Lothar Harles (2.v.r., Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland) mit den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Jörg Freese (l., Deutscher Landkreistag) und Karsten Egge (2.v.l., Mini BildImage: IJAB/Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Anlass für die Diskussion über die Gestaltung der deutsch-griechischen jugendpolitischen Zusammenarbeit ist die im europapolitischen Teil der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU/CSU und SPD niedergelegte Absicht zur Errichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Eingeleitet wurde die Aussprache durch einen Überblick über die Aktivitäten der anwesenden Träger in der deutsch-griechischen Zusammenarbeit. Albert Klein-Reinhardt, Referent für europäische und internationale Jugendpolitik im BMFSFJ, schilderte im Anschluss daran den Stand der Entwicklung und wies auf die Bedeutung der anstehenden Ressortgespräche mit dem griechischen Generalsekretär für Jugendfragen vom 10. – 12. Juni 2014 hin, die im Bundesjugendministerium unter Beteiligung des Auswärtigen Amtes stattfinden werden. Hier sind Weichenstellungen für die Zukunft der jugendpolitischen Zusammenarbeit zu erwarten. Auch der trägerübergreifende Fachtag, der vom BMFSFJ am 17. Juni 2014 veranstaltet wird, soll Impulse für die Ausgestaltung der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland geben.

Erfahrungen der Jugendwerke

Die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus der langjährigen Arbeit der beiden bilateralen Jugendwerke Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW) und Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW), die für eine gelingende bilaterale Einrichtung von Bedeutung sind, legten Dr. Markus Ingenlath, Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, und Magdalena Zatylna, Programmkoordinatorin beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk, dar. Beide betonten das Prinzip der Reziprozität (Wechselseitigkeit) hinsichtlich Austausch, Finanzierung, Mitarbeiter/-innen und pädagogischen Grundlagen. Einen weiteren wichtigen Baustein für den Erfolg sehen sie in einer für beide Seiten verbindlichen rechtlichen Grundlage, die die Autonomie der Einrichtung sichert.

Reform des Kinder- und Jugendplans

2016 soll ein reformierter Kinder- und Jugendplan des Bundes in Kraft treten. Dazu führte das Deutsche Jugendinstitut eine Evaluation der Förderstrukturen in Bezug auf die Kriterien Wirksamkeit, Zielgenauigkeit und Nachhaltigkeit durch. Über die wichtigsten Anregungen, Schlussfolgerungen und Perspektiven hinsichtlich des Programms 14.01 (Internationale Jugendarbeit) aus der Evaluationsstudie informierte Albert Klein-Reinhardt die Mitglieder von IJAB. Mit Blick auf die Bundeszentralität wird vermutlich eine der Schlussfolgerungen für die KJP-Reform sein, den Bundescharakter der Förderung und die Einbindung in die Jugendpolitik (Eigenständige Jugendpolitik, Europäische Jugendstrategie) stärker zu berücksichtigen.

Vertretung in der programmübergreifenden Arbeitsgruppe

Der Kinder- und Jugendplan des Bundes wird bisher in den einzelnen Förderprogrammen durch programmspezifische Arbeitsgruppen begleitet, so auch im Bereich der internationalen Jugendarbeit. Nicht vertreten ist diese in der programmübergreifenden Arbeitsgruppe, über dessen Zusammensetzung das Bundesministerium befindet. Damit die internationale Jugendarbeit in Zukunft auch dort Mitsprache- und Mitwirkungsrecht findet, unterstützt die IJAB-Mitgliederversammlung nach eingehender Diskussion mit großer Mehrheit, sich beim BMFSFJ und in der programmspezifischen Arbeitsgruppe dafür einzusetzen, dass eine Vertretung der internationalen Jugendarbeit in der programmübergreifenden Arbeitsgruppe erfolgen kann.

Nachwahl in den Vorstand

Auf der Agenda stand ferner eine Nachwahl in den Vorstand. Diese wurde erforderlich, weil Daniel Grein vom Deutschen Bundesjugendring sein Amt als Stellvertretender Vorsitzender aus Elternzeitgründen niedergelegt hat. Zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden wurde Dirk Thesenvitz, Referent bei der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V., gewählt.

Die Mitgliederversammlung nahm außerdem die Berichte des Vorstands und der Geschäftsstelle zur Kenntnis.

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