Stephanie Bindzus

IJAB-Mitgliederversammlung diskutiert Entwicklungen der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit

Die IJAB-Mitgliederversammlung am 10. Dezember 2013 hat aktuelle Fragestellungen der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit und Internationalen Jugendarbeit diskutiert. Auf der Agenda standen zudem auch die Aufnahme des Bundesverbands Individual- und Erlebnispädagogik e.V. in den Verein und die Wahl eines neuen Vorstandes.

Der Vorstand von IJAB v.l.: Martin Schönwandt (dsj), Karsten Egge (Arbeitsgemeinschaft der Obersten Familien- und Jugendbehörden), Lothar Harles (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungsstätten), Daniel Grein (Deutscher Bundesjugendring) und Jörg BildImage: IJAB/Herrmann   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Diskutiert wurde u.a. über die künftige jugendpolitische Zusammenarbeit mit der Türkei und Nordafrika, die Kooperation der Internationalen Jugendarbeit mit Schule und die derzeitigen europapolitischen Entwicklungen.

Zur jugendpolitischen Zusammenarbeit mit der Türkei ist im Oktober 2013 bereits ein Positionspapier erschienen, das die Mitgliederversammlung bei ihrem letzten Treffen diskutiert und verabschiedet hatte. Das Interesse an einer weiteren verstärkten Zusammenarbeit und Einbindung der Träger wurde erneut bekräftigt. Auch die Fortführung und der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Nordafrikanischen Staaten zur Unterstützung von Demokratie und Zivilgesellschaft sind ausdrücklich erwünscht.

Bezüglich der Zusammenarbeit von Internationaler Jugendarbeit und Schule spricht sich der Vorstand dafür aus, dass sich IJAB für eine qualifizierte und im Arbeitsfeld gut vernetzte Kooperation engagiert und sich vor allem für die notwendigen politischen, fachlichen und finanziellen Rahmenbedingungen einsetzt. Die zuletzt veröffentlichte Synopse über die Fördermöglichkeiten der Bundesländer in diesem Kontext sei ein erster Schritt dahin. Aus der Mitgliederversammlung kam unter anderem der Wunsch, bezüglich der Finanzierung der außerschulischen Träger in diesem Kooperationsfeld einen intensiveren Austausch mit den anderen Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe  zu führen, u. a. auch um  Möglichkeiten zu erörtern, inwieweit Mittel aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes für unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden können.

Europapolitische Entwicklungen

Zum 1. Januar 2014 startet Erasmus+ und vereint dann die aktuellen EU-Programme Comenius, Leonardo, Erasmus, Grundtvig, JUGEND IN AKTION sowie den Bereich Sport in einem einzigen integrierten Programm. Die Umsetzung von JUGEND IN AKTION in Erasmus+ wurde aus diesem Anlass der Mitgliederversammlung vorgestellt: Dieser Programmbereich wird drei sogenannte „Key Actions“ enthalten: 1) Lernmobilität von Einzelpersonen, 2) Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren sowie 3) Unterstützung von Politikreformen. Das neue Programm soll „Effizienz und Effektivität“ stärker in den Fokus rücken. Dies bedeutet u.a., dass nur Projekte mit klarem europäischem Mehrwert gefördert werden.Die Beantragung und Abrechnung soll jedoch vereinfacht werden. Die Fördermittel für JUGEND IN AKTION werden voraussichtlich von derzeit 886 Mio. Euro auf 1,48 Milliarden Euro ansteigen.

Die Nationalagentur zur Umsetzung von JUGEND IN AKTION in Deutschland wird weiterhin bei IJAB angesiedelt sein. Weitere Informationen zu den geänderten Förderbedingungen, Antragsfristen etc. auf www.jugend-in-aktion.de

Neuwahl des Vorstandes

Turnusgemäß erfolgte nach zweijähriger Amtszeit die Neuwahl des fünfköpfigen IJAB-Vorstandes. Zum Vorsitzenden wurde mit großer Mehrheit erneut Lothar Harles (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungsstätten) gewählt. Die Wahl der Stellvertretenden Vorsitzenden entfiel auf Karsten Egge von der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Familien- und Jugendbehörden, Jörg Freese vom Deutschen Landkreistag, Daniel Grein vom Deutschen Bundesjugendring und Martin Schönwandt von der Deutschen Sportjugend. Im Anschluss folgte die Wahl der Kassenprüfer Andreas Bierod (DPSG Bundesverband) und Wilfried Pohler (DJK Sportverband, Bundesverband).

Aufnahme eines Neumitglieds

Der Mitgliederversammlung lag ein Aufnahmeantrag vor. Einstimmig befürwortete die Versammlung die Aufnahme des Bundesverbands Individual- und Erlebnispädagogik e.V. als neues Mitglied bei IJAB. Der anerkannte Träger der Kinder- und Jugendhilfe sieht vor allem im Bereich der Hilfen zur Erziehung die Chance, Erfahrungen und Konzepte der Internationalen Jugendarbeit zu nutzen. Dieser Ansatz wird unterstützt durch eine aktuelle Studie von Prof. Willy Klawe "Das Ausland als Lebens- und Lernort".

Die Mitgliederversammlung nahm außerdem die Berichte des Vorstands und der Geschäftsstelle zur Kenntnis und stimmte den Arbeitsplänen 2014 und dem Wirtschaftsplan für 2015 einstimmig zu.

Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0


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