Dr. Dirk Hänisch

IJAB-Mitgliederversammlung diskutierte Fragen zum internationalen Jugend- und Fachkräfteaustausch mit nordafrikanischen Staaten

Die diesjährige Mitgliederversammlung am 16.06.2011 in Bonn bot ein breites Forum für Information und Austausch über internationale Entwicklungen. Im Mittelpunkt stand dementsprechend die Diskussion der fachlichen Aufgaben von IJAB im Kontext nationaler, europäischer und internationaler jugendpolitischer Rahmenbedingungen.

Die Vorstandsmitglieder Ute Karger, Daniel Grein, Martin Schönwandt und der Vorsitzende Lothar Harles (v.l.) BildImage: IJAB / Hänisch   Lizenz: INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

Die bilaterale Zusammenarbeit wird beispielsweise zunehmend durch multilaterale Kooperationen abgelöst. Diese Neuausrichtung der internationalen und europäischen Jugendpolitik des BMFSFJ wurde von Uwe Finke-Timpe, Leiter des Referates Europäische und internationale Jugendpolitik im Bundesjugendministerium, vorgestellt. Ab Juli 2011 plant das BMFSFJ in Kooperation mit IJAB und JUGEND für Europa insgesamt fünf multilaterale Kooperationsprojekte. Themen sind: Gelingende Übergänge in Ausbildung und Beruf, ePartizipation, Partizipation lernen – Demokratie fördern, Eigenständige Jugendpolitik sowie die Europäische, grenzüberschreitende Freiwilligeninitiative. Ziel ist es, voneinander zu lernen, um neue Erkenntnisse für die nationale Kinder- und Jugendhilfe zu gewinnen und jugendpolitische Impulse für die europäische und internationale Zusammenarbeit zu entwickeln.

Das Thema Demokratieentwicklung in den nordafrikanischen Staaten löste unter den Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedsverbände von IJAB eine lebhafte Diskussion aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie und wo die Internationale Jugendarbeit einen Beitrag leisten kann, um den Aufbau zivilgesellschaftlicher und demokratischer Strukturen zu unterstützen. Einige Träger können auf tragfähige Partnerstrukturen zurückgreifen und aufbauen, während andere neue Kontakte und Partner suchen. Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Staaten wurde von allen Anwesenden geäußert. Das Auswärtige Amt hat für den Jugendbereich Mittel ab 2012 in Aussicht gestellt. IJAB wird in den kommenden Wochen eine Umfrage unter den Mitgliedern und Trägern starten mit dem Ziel, Bedarf und Umfang einer Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Staaten zu sondieren um gezielt unterstützende Maßnahmen wie Informationen, Austauschforen oder Multiplikator(inn)enreisen anzubieten.

Auf der Tagesordnung stand auch die Nachwahl in den Vorstand. Jörg Freese, Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände in der Mitgliederversammlung, wurde mit großer Mehrheit zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und löste damit Bianca Weber (Deutscher Städtetag) ab.



Mitgliederversammlung Juni 2011

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