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Ein halbes Jahrhundert internationaler Austausch: IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland

Mit einem festlichen Empfang und einer engagierten Podiumsrunde zum Thema „Mut zur Vielfalt“ feierte IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland am 22. Juni 2017 im Alten Rathaus in Bonn seinen 50. Geburtstag. Zu den Gratulanten zählten unter anderem Bürgermeister Reinhard Limbach und der Unterabteilungsleiter im Bundesjugendministerium Thomas Thomer.

Bonn, 22. Juni 2017. „IJAB berät Jugendliche zu Auslandsaufenthalten, bietet internationale Austauschprogramme für Fachkräfte an und unterstützt die jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa und der Welt im Auftrag des Bundesjugendministeriums und in Kooperation mit seinen Mitgliedern. Damit schlägt IJAB seit nunmehr einem halben Jahrhundert von Bonn aus Brücken in die ganze Welt“ sagte Bürgermeister Limbach. „Gerade in Zeiten, in den nationalistische Tendenzen zunehmen, sind solche Mut-machenden Brückenbauer wichtiger denn je“. 

Auch Unterabteilungsleiter Thomer würdigte den Einsatz von IJAB für die internationale jugendpolitische Zusammenarbeit: „Der internationale Jugendaustausch soll von einem Angebot für wenige zu einer Chance für alle werden. IJAB war und bleibt wichtiger Mittler für die Weiterentwicklung der internationalen Jugendarbeit und Servicestelle für die öffentlichen und freien Träger.“

Aus welcher Motivation heraus IJAB als bundeszentrale Fachorganisation für internationale Kontakte in der Jugendarbeit und Jugendpolitik gegründet wurde erläuterte IJAB-Vorsitzender Lothar Harles: „Versöhnung und Völkerverständigung aus den Erfahrungen des 2. Weltkriegs waren die Grundanliegen, aber auch Neugier, Entdeckerfreude und Offenheit für Fremdes.“

50 Jahre später sind die damit verbundenen Werte weiterhin aktuell. Dies zeigte auch das anschließende jugendpolitische Podiumsgespräch. Unterabteilungsleiter Thomer, IJAB-Direktorin Marie-Luise Dreber, die Sozialdezernentin der Stadt Bonn, Carolin Krause, Annette Mütter von IKAB e.V., „Europeer“ Luca Daniel und Susanne Salz von der UN SDG-Campaign richteten dabei den Fokus auf die kommunale Ebene. Zunehmende Migrationszahlen, eine polarisierte Gesellschaft, extremistische Tendenzen hinterlassen auch in den Kommunen ihre Spuren. Die Podiumsrunde ging der Frage nach, wie internationale Jugendarbeit dazu beitragen kann, diesen aktuellen Herausforderungen zu begegnen. „Junge Menschen erhalten gerade auf kommunaler Ebene durch internationale Jugendarbeit einen Raum, eigene Ideen zur Zukunft in einer globalisierten Welt zu entwickeln und diese aktiv mitzugestalten. Der internationale Austausch kann eine tolerante und weltoffene Haltung befördern. Es profitieren also nicht nur die Jugendlichen selber sondern auch die Kommunen und die Gesellschaft vom internationalen Engagement im Jugendbereich“, fasste Marie-Luise Dreber als Fazit zusammen.  Im Vorfeld des Jubiläumsempfanges hatten sich bereits rund 70 Teilnehmende während der Fachtagung des Projektes „JiVE“ damit befasst, wie Internationale Jugendarbeit lokale Gesellschaften stärken kann.

Über IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland

IJAB ist als Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland seit 1967 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Europäischen Kommission, seiner Mitglieder und anderer Akteure im Bereich Jugend tätig. Aufgabe von IJAB ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit und jugendpolitischen Zusammenarbeit – sowohl mit den Ländern Europas als auch weltweit. Durch die Förderung von internationalem Austausch und Begegnung will IJAB einen Beitrag zu Verständigung, internationaler Bildung und mehr Partizipation leisten sowie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt entgegenwirken. IJAB führt Austauschprogramme zu jugendpolitischen Fragen mit internationalen Partnern durch, unterstützt den Wissensaustausch in der Kinder- und Jugendhilfe und vernetzt hierfür Akteure im In- und Ausland. IJAB informiert und berät Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Verwaltung und bietet Qualifizierung, Fachkräfteaustausch, Arbeitshilfen und Fachpublikationen an. Junge Menschen berät die Fachstelle zu Auslandsaufenthalten und Fördermöglichkeiten. 

Pressekontakt:
Cathrin Piesche, Stabsstelle Kommunikation
Tel. 0228/9506215
piesche@ijab.de

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