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Internationale Jugendarbeit und jugendpolitische Zusammenarbeit sind Grundbedingungen für ein funktionierendes Europa

Zum 50jährigen Jubiläum von IJAB diskutierten Expert/-innen aus dem In- und Ausland bei dem Fachkongress „Begegnen, bewegen, gestalten“ vergangene Woche die Herausforderungen und Chancen der Internationalen Jugendarbeit in der globalisierten Welt. Die Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Caren Marks, eröffnete den Kongress mit einem Plädoyer für den internationalen Jugendaustausch als wichtigen Pfeiler des europäischen Zusammenhalts und des friedlichen Zusammenlebens und würdigte den Einsatz von IJAB: „IJAB trägt seit 50 Jahren dazu bei, dass Grenzen in Europa nicht mehr trennen, sondern verbinden“.

Bonn, 23. Mai 2017. „Wir schauen immer häufiger mit Sorge auf Entscheidungen in anderen Ländern Europas, weil die Angriffe auf die europäische Einigung schärfer werden und antieuropäische Parteien und Initiativen an Zulauf gewinnen. Veranstaltungen wie dieser IJAB-Fachkongress zeigen aber gleichzeitig, wie dicht und stark das Gewebe von Gespräch, Begegnung und Erfahrungsaustausch ist, das Europa zusammenhält. Das tut gut; denn Europa braucht unaufgeregtes Handeln. Hier und heute wird darüber diskutiert, was nötig ist, um Europa über die Jugendarbeit zusammenzuhalten“, unterstrich die Parlamentarische Staatssekretärin.

Entwicklungen wie Globalisierung und eine rasant fortschreitende Digitalisierung, zunehmende soziale Ungerechtigkeit und ein Europa in der Krise, wirken sich unmittelbar auf die Lebenswelten junger Menschen in Deutschland, Europa und der Welt aus, beeinflussen ihre Zukunft und ihre Möglichkeiten auf Teilhabe und Mitgestaltung. Internationale Jugendarbeit und jugendpolitische Zusammenarbeit können einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten. Vor diesem Hintergrund haben Politik, Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit die Anforderungen für ihre Arbeit neu definiert und Empfehlungen formuliert, wie die Potentiale der Internationale Jugendarbeit gleichberechtigt für und von allen Jugendlichen besser genutzt werden können:

So trägt Internationale Jugendarbeit  mit ihren Beteiligungsstrukturen aktiv zu Demokratie bei und wirkt Rassismus und Radikalisierung entgegen. Sie muss gestärkt und nachhaltig ausgebaut werden, um weiterhin ihren Beitrag zur Aufrechterhaltung der zivilgesellschaftlichen und zwischenstaatlichen Beziehungen in Europa und in der Welt leisten zu können.

Die Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland muss sich für die Zukunft internationaler aufstellen und sich europäisch und weltweit vernetzen, um einem gelingenden Aufwachsen junger Menschen in einer zunehmend globalen Gesellschaft gerecht werden zu können.

Europa und die Welt erleben,  Chancen für alle: Die Fachkräfte der Internationalen Jugendarbeit fordern ein Recht auf europäische und internationale Lernerfahrungen für alle Jugendlichen.

Um tatsächlich allen jungen Menschen Zugänge zu den Angeboten der Internationalen Jugendarbeit zu ermöglichen, bedarf es einer deutlichen Aufstockung der finanziellen Mittel, die schon heute aufgrund der steigenden Nachfrage bei weitem nicht ausreichen.

Aus den Ergebnissen und Empfehlungen des Fachkongresses wird IJAB ein Perspektivpapier für die Internationale Jugendarbeit entwickeln, das den neuen Herausforderungen Rechnung trägt.

Über IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland

IJAB ist als Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland seit 1967 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Europäischen Kommission, seiner Mitglieder und anderer Akteure im Bereich Jugend tätig. Aufgabe von IJAB ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit und jugendpolitischen Zusammenarbeit – sowohl mit den Ländern Europas als auch weltweit. Durch die Förderung von Austausch und Begegnung will IJAB einen Beitrag zu Verständigung, internationaler Bildung und mehr Partizipation leisten sowie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt entgegenwirken. IJAB führt Programme zu jugendpolitischen Fragen mit internationalen Partnern durch, unterstützt den Wissensaustausch in der Kinder- und Jugendhilfe und vernetzt hierfür Akteure im In- und Ausland. IJAB informiert und berät Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Verwaltung und bietet Qualifizierung, Fachkräfteaustausch, Arbeitshilfen und Fachpublikationen an. Junge Menschen berät die Fachstelle zu Auslandsaufenthalten und Fördermöglichkeiten.

Der Fachkongress „Begegnen, bewegen, gestalten - Herausforderungen und Chancen der Internationalen Jugendarbeit in der globalisierten Welt" fand am 18. Mai 2017 in Berlin statt und war Teil einer Veranstaltungsreihe anlässlich des 50jährigen Bestehens von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland.


>>> Download der Pressemitteilung (PDF)

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