Pressemitteilungen

Neu erschienen: IJAB journal 1/2018

Demokratieförderung im Fokus

Bonn, 30. Juli 2018. „Jugend verbinden – Demokratie stärken“: Die aktuelle Ausgabe des IJAB journals sucht Antworten auf die Frage, wie Internationale Jugendarbeit Demokratie stärken und Zivilgesellschaft unterstützen kann.

Grund für die Wahl des aktuellen Schwerpunkts sind die politischen Entwicklungen in Europa. Die europäische Idee wird immer mehr in Frage gestellt, nationalistische Tendenzen manifestieren sich. Und auch der Blick auf die Weltpolitik zeigt eher eine Abkehr von multilateraler Zusammenarbeit, von einer Politik, die sich an Menschenrechten, Meinungsfreiheit und demokratischen Grundwerten ausrichtet.

Prof. Dr. Werner Lindner von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ordnet das Thema aus wissenschaftlicher Sicht ein. Seine These: Will Internationale Jugendarbeit nicht zum Feigenblatt für demokratiepolitische Versäumnisse werden, dann muss sie in ihrer pädagogischen Praxis auch die Krisenphänomene der Demokratie benennen. In ähnliche Richtung geht der Beitrag von Ulrich Ballhausen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hannover. Er plädiert für ein stärkeres politisches Selbstverständnis der Träger Internationaler Jugendarbeit und dafür, dass diese sich deutlicher als bisher einmischen und zu Wort melden.

Europa aus Sicht der Jugend

Wie sehen das junge Menschen in Europa und wie sollte den zunehmenden antidemokratischen und antieuropäischen Tendenzen begegnet werden? Vorschläge hierzu machen Linn Selle, die Anfang Juli zur Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschlands gewählt wurde und Carina Autengruber, Vizepräsidentin des Europäischen Jugendforums.

Interessant ist auch die Perspektive von jungen Menschen und Trägern aus Ländern, die sich im Umbruch oder einer angespannten politischen Situation befinden: Das Interview mit Andriy Kolobov beispielsweise, Vorsitzender des Nationalen Jugendrats der Ukraine, gibt Aufschluss über die jugendpolitischen Fortschritte im Land und darüber, welche Hoffnungen er in internationale Erfahrungen setzt. Und die junge Aktivistin Aya Chebbi schließlich, Gründerin des Africa Youth Movement (AYM), bricht im Gespräch mit verbreiteten Bildern und Stereotypen von Afrika. Die Mitglieder des AYM warten nicht darauf, beteiligt zu werden, sie fordern Mitbestimmung massiv ein, auch wenn sie dafür persönliche Risiken eingehen müssen.

Statements von Mitgliedern des Deutschen Bundestages schließen das Fokusthema ab.

Das IJAB journal kann auf www.ijab.de heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden. Das Journal wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Über IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

IJAB ist als Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland seit 1967 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Europäischen Kommission, seiner Mitglieder und anderer Akteure im Bereich Jugend tätig. Aufgabe von IJAB ist die Stärkung und Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit und jugendpolitischen Zusammenarbeit – sowohl mit den Ländern Europas als auch weltweit. Durch die Förderung von internationalem Austausch und Begegnung will IJAB einen Beitrag zu Verständigung, internationaler Bildung und mehr Partizipation leisten sowie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt entgegenwirken. IJAB führt Austauschprogramme zu jugendpolitischen Fragen mit internationalen Partnern durch, unterstützt den Wissensaustausch in der Kinder- und Jugendhilfe und vernetzt hierfür Akteure im In- und Ausland. IJAB informiert und berät Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Politik und Verwaltung und bietet Qualifizierung, Fachkräfteaustausch, Arbeitshilfen und Fachpublikationen an. Junge Menschen berät die Fachstelle zu Auslandsaufenthalten und Fördermöglichkeiten.

Pressekontakt:
Stephanie Bindzus
Leitung Stabsstelle Kommunikation
Tel.: +49 (0)228 9506-217
EMail: bindzus@ijab.de

>>> Download der Pressemitteilung (PDF)

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter