Dr. Dirk Hänisch

IJAB spricht sich für Stärkung und Ausbau des deutsch-türkischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs aus

Die Mitgliederversammlung von IJAB hat im Sommer 2013 eine Stellungnahme zur jugendpolitischen Zusammenarbeit mit der Türkei verabschiedet. Darin spricht sie sich dafür aus, den Jugend- und Fachkräfteaustausch mit der Türkei im bi- und multilateralen sowie im europäischen Rahmen zu stärken und auszubauen.

BildImage: Rudie - Fotolia.com

Die Stellungnahme von IJAB konstatiert und beschreibt eingangs grundlegende strukturelle und inhaltliche jugendpolitische Veränderungen in der Türkei. So heißt es u.a.: "Seit drei Jahren befindet sich die Jugendpolitik der Türkei in einem sichtbaren Entwicklungsprozess. Mit der Gründung des Ministeriums für Jugend und Sport im Sommer 2011 wurde deutlich, dass die Zielgruppe Jugend in der Türkei stark an Bedeutung gewonnen hat." Andererseits ist das Interesse an der Türkei auf deutscher Seite aus mehreren Gründen gewachsen. Das schließt auch die Jugendpolitik mit ein: "In jüngster Zeit kommt der Türkei von vielen verschiedenen Akteuren im Bereich der internationalen Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit verstärkte Aufmerksamkeit zu. Beispielsweise die Stiftung Mercator, die Robert Bosch Stiftung, die Jugendstiftung Baden-Württemberg, das Goethe Institut, der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz  und die Integrationsminister der Länder sind daran interessiert, den deutsch-türkischen Jugend- und Schüleraustausch zu fördern und zu intensivieren."

Das Papier unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit und betont den Nutzen für den Ausbau zivilgesellschaftlicher Strukturen: "Die jugendpolitische Zusammenarbeit mit der Türkei kann viel zum Ausbau und zur positiven Gestaltung der Beziehungen zwischen beiden Ländern und zu Europa beitragen. Auf diesem Weg unterstützt Deutschland auch die Stärkung der türkischen Zivilgesellschaft. Gleichzeitig wird sich ein intensivierter Austausch im Jugendbereich positiv auf das Zusammenleben innerhalb der deutschen Gesellschaft auswirken und eine europäische Bürgerschaft fördern."

Vor diesem Hintergrund spricht sich die IJAB-Mitgliederversammlung dafür aus, den Jugend- und Fachkräfteaustausch mit der Türkei im bi- und multilateralen sowie im europäischen Rahmen zu stärken und auszubauen. Um den Dialog in der deutsch-türkischen jugendpolitischen Zusammenarbeit zu fördern und die Bedeutung des außerschulischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs auch nach außen hin sichtbar zu machen, wird IJAB sein Engagement in diesem Kooperationsfeld verstärken.

Die Stellungnahme formuliert eine Reihe von politischen Rahmenbedingungen, die notwendig sind für eine Intensivierung des Jugend- und Fachkräfteaustauschs mit der Türkei. Ausdrücklich begrüßt die IJAB-Mitgliederversammlung die Initiative des BMFSFJ, die jugendpolitische Zusammenarbeit mit der Türkei zu stärken. Sie regt an, "insbesondere

  • ausreichend Mittel für diesbezügliche Aktivitäten der Träger zur Verfügung zu stellen,
  • den deutsch-türkischen Jugend- und Fachkräfteaustausch als non-formales Bildungsangebot zu stärken, zu fördern und auszubauen,
  • die umfassende und qualifizierte Information, Beratung, Vernetzung und Unterstützung der Träger des deutsch-türkischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs zu gewährleisten,
  • die positiven Ergebnisse und Erfahrungen der Träger aus der bisherigen Zusammenarbeit aktiv in die aktuellen Entwicklungen einzubringen,
  • den bilateralen Fachausschuss in seiner Bedeutung als zentrales Gremium der Gestaltung der deutsch-türkischen Kooperation im Rahmen des Ressortabkommens zu erhalten und sich dafür einzusetzen, das auf türkischer Seite die Vielfalt zivilgesellschaftlicher Strukturen bei der Zusammensetzung berücksichtigt wird,
  • im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit den jugendpolitischen Austausch mit der Türkei zu unterstützen."

>> Wortlaut der Stellungnahme von IJAB (pdf-Dokument)

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