Dr. Dirk Hänisch

IJAB bilanziert die Arbeit des Jahres 2016

IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gibt im Jahresbericht einen Überblick über Tätigkeit und Arbeitsergebnisse im vergangenem Jahr. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen die Schaffung neuer Impulse für die Kinder- und Jugendhilfe, die Gestaltung der jugendpolitischen Zusammenarbeit, die Förderung internationalen Austausches, die Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit sowie die Sichtbarmachung der Potenziale der Internationalen Jugendarbeit.

BildImage: v.l.n.r. Christian Herrmann | IJAB, Gero Breloer | IJAB

Die Rahmenbedingungen Internationaler Jugendarbeit haben sich in jüngerer Zeit stark verändert: Umbrüche und Entwicklungen wie der Brexit, die islamistischen Anschläge, die Zunahme rechtspopulistischer Strömungen und eine wachsende Europaskepsis tangieren auch den Jugendaustausch und die internationalen Begegnungen von jungen Menschen. Es wird deutlich, dass die Internationale Jugendarbeit nicht im luftleeren Raum agiert, sondern politische Fragestellungen stärker in ihre Arbeit einbeziehen muss. IJAB nimmt diese Entwicklung deshalb zum Anlass, um mit einer Fachtagung Anfang 2017 diese Auswirkungen eingehend zu diskutieren.

2016 leistete IJAB wieder einen Beitrag für mehr Verständigung in Europa und der Welt sowie für das grenzüberschreitende Voneinanderlernen. IJAB unterstützt im Kontext der geplanten Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks den Ausbau des Jugend- und Fachkräfteaustauschs mit Griechenland. Durch die nunmehr zehnjährige jugendpolitische Zusammenarbeit mit China, mit Japan und der Türkei wird ein nachhaltiger Dialog geführt, der für beide Seiten nützliche und relevante Impulse für die jeweilige Kinder- und Jugendpolitik/-hilfe hervorbringt. Und zu den Highlights des Jahres zählte auch das Follow Up-Seminar für die Teilnehmenden des J7-Jugendgipfels, bei denen auch Fragen der Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Lebenswelt von Jugendlichen im Mittelpunkt standen.

Eine weitere Herausforderung sind die Folgen der Globalisierung und die weltweite Vernetzung. Stichworte sind hier die zunehmende Europäisierung und Internationalisierung, die vielfältige neue Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe im allgemeinen und an die fachlichen Aufgaben von IJAB im besonderen stellen. Erforderlich sind innovative Antworten der Internationalen Jugendarbeit, um Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe fit zu machen für eine stärkere europäische und internationale Ausrichtung ihrer Arbeit. IJAB hat dazu ein Modellprojekt gestartet. Auch auf die Flüchtlingsbewegung als eine weitere Folge der Globalisierung antwortete IJAB mit Veranstaltungen, bei denen insbesondere die kommunal arbeitenden Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe qualifiziert wurden, Methoden der Internationalen Jugendarbeit für die Arbeit mit jungen Geflüchteten zu nutzen.

Besonders unter dem Gesichtspunkt der Schaffung einer jugendgerechten Gesellschaft ist es eine Kernaufgabe von IJAB, die Zugänge zur grenzüberschreitenden Lernmobilität für alle Zielgruppen unter jungen Menschen zu eröffnen. IJAB entwickelt deshalb eine Inklusionsstrategie für junge Menschen mit Behinderung, unterstützt die Implementierung von Fachstellen zur Internationalen Jugendarbeit auf lokaler Ebene und zeigt Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe Möglichkeiten auf, den Jugendaustausch und die Jugendbegegnungen stärker und nachhaltiger mit Hilfe des Instruments der Jugendhilfeplanung bedarfsgerecht zu verankern. Auch die Information und Beratung durch das Netzwerk Eurodesk leistet hierzu seit 20 Jahren einen wichtigen Beitrag.

Der vorliegende Jahresbericht gibt einen Überblick über die Ergebnisse in den Arbeitsbereichen von IJAB im Jahr 2016. Ermöglicht wurden die Initiativen und Projekte durch die finanzielle Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, der Bundesländer und der Europäischen Kommission sowie der Robert Bosch Stiftung. Die gute Zusammenarbeit mit den IJAB-Mitgliedern, dem BMFSFJ, den europäischen Institutionen genauso wie mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort und den Partnern im In- und Ausland war maßgeblich für eine erfolgreiche Arbeit.

Download des Jahresberichts 2016 (5 MB, pdf) von IJAB bitte >>> hier klicken!



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