Dr. Dirk Hänisch

IJAB blickt auf die Arbeit im Jahr 2018 - Jahresbericht erschienen

IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gibt im aktuellen Jahresbericht einen Überblick über Tätigkeit und Arbeitsergebnisse im vergangenem Jahr. Dazu zählen die Gestaltung der jugendpolitischen Zusammenarbeit, die Ermöglichung des internationalen Austauschs, die Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit, die wissensbasierte Gestaltung von Praxis und Politik, die digitale Jugendbildung und -beteiligung sowie die Sichtbarmachung der Potenziale der Internationalen Jugendarbeit.

Der Jahresbericht 2018 erscheint zu einer Zeit, in der wir mit Sorge auf die weltweiten politischen Entwicklungen blicken. Austausch und Verständigung über demokratische Werte sind wichtiger denn je. Die Mitgliederversammlung von IJAB hat daher im Dezember 2018 eine Erklärung unter dem Titel „Internationale Jugendarbeit für Vielfalt und Demokratie“ verabschiedet.

Der pädagogische Arbeitsansatz der Internationalen Jugendarbeit eröffnet jungen Menschen Chancen für Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und Teilhabe in einer globalisierten Welt. Internationale Jugendarbeit wirkt diskriminierenden und rassistischen Einstellungen entgegen und befähigt junge Menschen engagiert und tolerant in einer Gesellschaft zu leben, die von Vielfalt geprägt ist. Deshalb halten für es für wichtig, dass alle jungen Menschen internationale Austauscherfahrungen machen können und Zugangshürden abgebaut werden.

Mit der jugendpolitischen Initiative „JiVE. Jugendarbeit international – Vielfalt erleben“ hat IJAB in den letzten zehn Jahren gemeinsam mit zahlreichen Partnern wichtige Erkenntnisse gewonnen, wie Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, Bildung oder sozialem Milieu von den Angeboten der Internationalen Jugendarbeit profitieren können. Das aus JiVE hervorgegangene Netzwerk „Kommune goes International“ trägt ferner zur Stärkung der Internationalen Jugendarbeit in den Kommunen bei und fördert ihre strukturelle Verankerung. Auch die Informations- und Beratungsarbeit durch das Netzwerk „Eurodesk“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Dies alles wird ergänzt durch eine von IJAB entwickelte „Inklusionsstrategie“.  Nun gilt es, diese Ansätze zu stärken und auf allen Ebenen in die Breite zu tragen. Dies beinhaltet auch eine entsprechende Qualifizierung der Fachkräfte.

Ein weiterer Schwerpunkt von IJAB liegt in der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Impulsen für die Kinder- und Jugendhilfe. Hierzu gehört die bilaterale Arbeit mit China, Japan und der Türkei. Darüber hinaus unterstützt IJAB begleitend zur geplanten Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks den Jugend- und Fachkräfteaustausch mit Griechenland. Ebenso konnte der multilaterale Partnerdialog mit nordafrikanischen Staaten weiter ausgebaut werden.

Die Zusammenarbeit in den europäischen Netzwerken der Jugendinformation Eurodesk und ERYICA spielte auch 2018 eine wichtige Rolle. Zudem unterstützt IJAB den europäischen Wissensaustausch im Jugendbereich durch das „Youth Wiki“ und das „European Knowledge Centre for Youth Policy“. Zur Förderung von Synergien der Internationalen Jugendarbeit mit den europäischen Programmen ist IJAB Rechtsträger von JUGEND für Europa, der Nationalen Agentur für das EU-Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION und dem neuen „Europäischen Solidaritätskorps“.

Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über die Arbeit von IJAB als nationaler Plattform für Internationale Jugendarbeit der Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2018. Ermöglicht wurden diese Aktivitäten durch die Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, der Bundesländer und der Europäischen Kommission sowie der Robert Bosch Stiftung. Die gute Zusammenarbeit mit den IJAB-Mitgliedern, dem BMFSFJ, nationalen und europäischen Institutionen genauso wie mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort und den Partnern im In- und Ausland war maßgeblich für eine erfolgreiche Arbeit.

(Aus dem Vorwort)

Link zum Jahresbericht (pdf): >>> bitte hier klicken!



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